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Nach Krawallen in Schorndorf: Polizei zieht Bilanz

Schorndorf dpa/lsw/AFP/iau Nach Krawallen und sexuellen Übergriffen auf einem Volksfest in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) hat die Polizei eine ernüchternde Bilanz gezogen. „Die Gewalt gegenüber den Beamten war erschreckend“, sagte ein Polizeisprecher am Montag über die Vorfälle am Wochenende. Es sei üblich, dass sich während des Volksfests viele Jugendliche träfen — doch die Aggression gegenüber der Polizei sei neu. Als Hauptproblem nannte der Sprecher den Alkoholkonsum der Jugendlichen.

Bei der Pressekonferenz erklärte Roland Eisele, Polizeichef in Aalen, dass die Schorndorfer Woche polizeilich so angegangen worden sei, wie in den vergangenen Jahren. Eine derartige Eskalation der Gewalt - unter anderem mit Flaschenwürfen auf die Beamten - sei nicht vorhersehbar gewesen. Man hätte daraus die Lehren gezogen und würde mit massiven Polizeikräften  während des restlichen Volksfestes zugegen sein. 

Sexuelle Übergriffe von Asylbewerbern

Auf dem Volksfest war es am Wochenende zu Krawallen und sexuellen Übergriffe gekommen. Am Samstag wurde nach Polizeiangaben eine 17-Jährige von drei Asylbewerbern aus Afghanistan festgehalten und am Po begrapscht. Bereits am Vorabend waren drei Fälle sexueller Belästigung gemeldet worden. In einem Fall wurde ein Iraker als Verdächtiger ermittelt. Während des Festes wurden den Angaben zufolge zudem mehrere Körperverletzungen angezeigt.

Laut Eisele sei die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. 

Zeugenaufruf der Polizei auf Facebook vom 16.7.

In der Nacht zum Sonntag versammelten sich laut Polizei bis zu 1000 junge Leute im Schlosspark der Stadt und randalierten, viele davon mit Migrationshintergrund. Der Anteil von Migranten innerhalb der Gruppe habe allerdings unter 50 Prozent gelegen, sagte ein Sprecher. Wie Polizeichef Eisele in der Pressekonferenz betonte, sei die Agression  von einzelnen Täter aus der Anonymität der Menschenmenge ausgegangen. Zudem sollen im Anschluss einzelne Gruppierungen offenbar teilweise auch bewaffnet durch die Stadt gezogen seien. 

 

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Kommentare (5)
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Weniger als die Hälfte also ca 400 bis 500 was hatten die wohl vor.

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Warum hat es vor der großen Welle, diese Probleme nicht gegeben und warum konnte man damals noch unbeschwert, an solchen Festen teilnehmen und heute nicht mehr?

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Der Alkohol... ist klar. Ich meine, bei solchen Volksfesten wird seit zig Jahren gesoffen, was das zeug hält und nicht immer kommt es deshalb zu solch einer Eskalation. Das hat auch nichts mit den Flüchtlingen im eigentlichen Sinn zu tun, zumindest nicht so, wie es uns die AfD und ihre hetzende Kommentatorenmasse vorgaukeln möchte. Es scheint sich vielmehr eine Art Phänomen zu geben, wonach sich unter das sowieso anwesende Volk vermeintlich unpolitische Randalierer mischen. Ich frage mich, was diese Hohlköpfe motiviert. Die scheinen organisiert zu sein, sich zu verabreden, das entsteht ja nicht plötzlich. Das wäre mal eine Geschichte, die es dringend zu beobachten und zu analysieren gilt, damit man diesem Treiben Herr wird. mehr

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Vor den Wahlen wird schnell noch runter gerechnet

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Gut, dass der Bürgermeister "seine" Wahrheit verdeutlicht. Und weniger als 50% Migranten ist doch auch eine gute Nachricht! Es ist fast nicht anders zu erwarten gewesen, dass ein sPd-Mann Probleme mit Migranten relativiert und ansonsten, ohne mit der Wimper zu zucken, die Polizei verantwortlich macht... Aber nebenbei erwähnt: auch beteiligte Deutsche gehören wesentlich stärker bestraft, vielleicht könnte man zeitlich befristet Teile der Bürgerrechte einschränken?! Nach den Ereignissen in Hamburg ( wird ja Gott sei Dank langsam schon wieder vergessen ) und der Nichtbestrafung der nationalen und internationalen Terroristen, hat man wohl festgestellt, dass der "wehrhafte starke Rechtsstaat" ganz und gar nicht so wehrhaft und stark ist. Und im Zweifelsfalle findet sich immer irgendwo ( abgehalftertes ) linkslastiges Politikpersonal, das Verständnis hat und Partei für einen ergreift. Was für ein Land... mehr

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