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Lokales

Nach 25 Jahren der Arbeitslosigkeit ganz nah

Gerhard Rothmann muss den Pressenhersteller Schuler verlassen – Zukunftsängste plagen ihn

Gerhard Rothmann sucht dringend nach einem neuen Arbeitsplatz.
Gerhard Rothmann sucht dringend nach einem neuen Arbeitsplatz.
Oliver Linsenmaier

Weingarten sz Der Schock war groß als Pressenhersteller Schuler Ende August 2015 verkündete, das Unternehmen werde die Produktion am Standort Weingarten schließen und 230 Arbeitsplätze abbauen. Eineinhalb Jahre später haben viele der betroffenen Mitarbeiter die Firma bereits verlassen, andere befinden sich derzeit noch in einer Transfergesellschaft. So auch der 49-jährige Gerhard Rothmann. 25 Jahre hat er für Schuler als Fräser gearbeitet. Dann kam das Aus. Seitdem sucht er intensiv nach einem neuen Job – bislang vergeblich. „Die 25 besten Jahre meines Lebens habe ich bei Schuler verbracht. Jetzt stehe ich vor dem Nichts und weiß nicht, wie es weiter gehen soll“, sagt er.

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Kommentare (9)
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Ich hoffe dieser Artikel ist als Synonom für ALLE Anderen gedacht.
Dieser Herr ist mit Sicherheit nicht der Einzigste, den es ankackt.
Mal auf deutsch.

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49 Jahre alt? Das wird eine rasante Fahrt in Kurz-Zeitarbeitsplätze (ca 40% weniger Lohn) und nach einem Jahr Arbeitslosigkeit zu Hartz4. Guter Mann und wenn du nicht schon am ersten Tag an dem du deine Kündigung erahnt hast nicht auf dem Arbeitsamt warst gibt es zum Schuhtritt von Schuler auch noch eine Geldsperre vom Amt obendrauf. mehr

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Zu5: "schmeißt den Fernseher vor allem weg". Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Eine wichtige Erkenntnis. Ohne Fernseher würde mancher klarer sehen.

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Er ist wegen der Statistik der Bundesregierung nur 18 Monate Arbeitslos.
Den die Arbeitslosenzahlen nehmen jährlich ab.
Und das geht dann so: Nach 18 Monate geht es eine Stufe tiefer zum Sozialhilfeempfänger.
Und die Statistik der Sozialhilfeempfänger steht bereits bei über 8 Millionen. mehr

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Noch bis Ende des Jahres erhält er 85 Prozent seines bisherigen Lohnes. Danach werden die Zahlungen eingestellt. Dann geht es bergab, das kannst Du nicht verbremsen. Nimm es wie es kommt. Gewöhnt Euch schon mal an das billige Proletenbier und ans Containerfresse. Vorsicht, wer bei der Selbstbedienung am Container erwischt wird, der bekommt es mit dem Freund und Helfer zu tun. Das weggewerfene angefaulte Fressen geht beim Rausstaellen in das Eigentum des vertraglichen Entsorgers über. Macht Euch schlau und geht auf die Barikaden. Schmeißt den Fernseher vor allem weg. Ein Erfahrener und Gedehmütigter, nicht turboradikalisiert, aber mit über 50 Jahren ein wenig zornig. So lange konnten sie mich belügen. Nun bin ich erwacht und etwas zornig im Ton. mehr

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Die Meldungen der Fake-News fast wöchendlich lautet: "die deutsche Wirtschaft hat boomt".
Aber boomen tut es nur bei der Elite mit Scheinfirmensitz auf Malta..
Der Mittelstand geht aber nach und nach zu Grunde.

Das können wir nur bei der nächsten Wahl ändern, in dem wir das Regierungskartell keine Stimme mehr geben. mehr

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Leider normal in Deutschland.

Firmen sind in finanziellen Schwierigkeiten, eine andere Firma kauft sich ein, nimmt das Know How mit um den Hauptsitz zu stärken, baut in der aufgekauften Firma Arbeitsplätze ab und irgendwann wird ganz dicht gemacht.

Wenn Schuler in Göppingen seine Erweiterung fertig hat, bin ich mal gespannt wie es in 5 Jahren in Weingarten aussieht. mehr

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Zu Kommentar Nr1.
Sie haben es genau auf den Punkt gebracht - so sieht es leider aus. Mal abgesehen davon ist die Hilfe von der Arbeitsagentur, was die Jobsuche angeht mehr als ungenügend bis gar nicht vorhanden! mehr

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Ich finde es natürlich tragisch, dass eine solche Traditionsfirma aufgrund von Kosten- und Konzernstruktur geschlossen wird.
Jedoch ist es nicht ungewöhnlich, dass die leittragenden die Menschen sind, die dort arbeiten.

Nichtsdestotrotz sollte man sich reflektieren, dass man in dieser Region in der Metallbranche kaum Jobs finden wird. Je höher das Alter, desto geringer die Chancen und das gilt vor allem hier in der schwäbischen Region.

Genauso ist die Situation der Fachkräfte, die mit Studium und Ausbildung in ihrer schwäbischen Heimat einen Job suchen, aber leider keinen Job finden. Es ist lächerlich hier von Fachkräftemangel zu sprechen, wenn mehr und mehr dieser Fachkräfte sich erfolglos bewerben und letztendlich in andere Städte und Region ihr glück versuchen.
Und wenn Jobs angeboten werden, sind das hauptsächlich Leiharbeitsfirmen, deren Entlohnung nahezug lächerlich sind und lediglich den Mindestlohn leicht übersteigen. Die Einnahmen des Unternehmen ist im Gegenzug dazu doppelt so Hoch.

Je mehr die Wirtschaft solches Denken, Ziele und Visionen anstrebt, je mehr die Gewinnmarge versucht zu vergrößern, desto schlimmer wird es den Menschen ergehen.
Das trifft immer mehr zunehmend auch die jüngere Generation, die bereits einen Studium in anstreben, weil es später das Studium das untere bzw. mittlere Bildungsstandard wird. mehr

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