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Musiker freuen sich über ihre neue Fahne

Musikkapelle Ablach begeht ihr 135-jähriges Jubiläum mit einem gelungenen Festakt

Pfarrer Markus Moser weiht die neue Fahne der Musikkapelle Ablach.
Pfarrer Markus Moser weiht die neue Fahne der Musikkapelle Ablach.
Vera Romeu

Ablach sz Mit einem frohen Gottesdient, einer eindrucksvollen Fahnenweihe und einem Festakt mit vielen prominenten Gästen hat die Musikkapelle Ablach ihr 135-jähriges Jubiläum gefeiert. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet das Kreismusikfest im Juli, das von den Ablacher und Bittelschießer Musiker organisiert wird.

Am Sonntagmorgen kamen die Musiker und ihr Dirigent Mathias Fink mit vielen Fahnenabordnungen der Region und Feuerwehrleuten in einer Prozession zum Festplatz. Pfarrer Markus Moser hielt den Gottesdienst unter freiem Himmel – dazu hatten die Veranstalter extra eine spektakuläre Bühne mit Altar gebaut. In der Predigt machte Pfarrer Moser bewusst, wie die Menschen einander ergänzen, wenn sie eine Gemeinschaft bilden. „Heute feiern wir etwas Wunderbares: Seit 135 Jahren bilden Menschen eine Gemeinschaft und die Musik verbindet sie“, sagte er. Egon Wohlhüter und Patrick Holl enthüllten die Fahne und Pfarrer Moser weihte sie. Die Musiker gestalteten den Gottesdienst mit. Für das während der Kommunion sehr emotional gespielte Stück „One Moment in Time“ gab es spontanen Applaus.

Nach dem Gottesdienst zogen die Musiker mit ihrer neuen Fahne und den vielen Fahnenabordnungen zum benachbarten Friedhof, um der verstorbenen Musiker zu gedenken. Die Jugendlichen des Musikvereins legten jedem eine weiße Rose aufs Grab.

Es schloss sich der weltliche Festakt an. Vorstand Patrick Holl begrüßte die viele Ehrengäste und freute sich über die große Resonanz. Er dankte den Menschen, die den Musikverein im Jahr 1882 gegründet hatten. „Die Pflege der Musik und der Kameradschaft war immer die Aufgabe des Musikvereins. Freude zu vermitteln und Verantwortung zu übernehmen, gehörte dazu“, sagte Holl. Landrätin Stefanie Bürkle war als Schirmherrin gekommen. Musik stifte Freude, Gemeinschaft und Lebensqualität, sagte sie. Die Musikvereine im Landkreis spielten auf hohem Niveau, die Jugend werde sehr gefördert, „die Zeiten des Tätäräs“ seien längst vorbei. Der Ablacher Musikverein habe immer Neues ins Repertoire genommen, um junge Musiker zu begeistern.

Ortsvorsteher Bernhard Fuchs vertrat Bürgermeister Jochen Spieß, der die Kollision mit einem privaten Termin übersehen hatte. „Er bittet um Verzeihung, er wäre so gern da“, sagte der Ortsvorsteher und gratulierte im Namen des Bürgermeisters. Als Geschenk der Gemeinde überreichte er 500 Euro.

Der Präsident des baden-württembergischen Blasmusikverbandes, Rudolf Köberle, erklärte, dass die Tradition der Fahnen aus der Kriegsgeschichte stamme. Die Fahne sei Symbol für Gemeinschaft und die Demonstration, dass der Musikverein für Tradition und Heimat stehe. Die neue Fahne habe einen hohen materiellen und ideellen Wert: „Sie stellen sich als Gemeinschaft unter den Schutz Gottes“, sagte er. Köberles Geschenk sind Noten, die sich der Musikverein aussuchen und bestellen darf. Der zweite Vorsitzende des Blasmusikverbandes Sigmaringen, Stefan Blender, gratulierte ebenfalls und überreichte ein Fahnenband.

Als Vertreter der Sparkassenstiftung erklärte Michael Hahn, warum die Stiftung gerne die Anschaffung der Fahne unterstützt habe: Ehrenamtliche brächten ihre Freizeit für die Gemeinschaft ein. Der Musikverein verbinde mehrere Generationen und fördere die regionale Verwurzelung der Menschen. Die Fahne sei eine nachhaltige Anschaffung von hoher Bedeutung, ein Erkennungszeichen, an dem viele Emotionen hängen.

Zum Schluss trat Norbert Bechinger als Vertreter der Ablacher Vereine auf die Bühne. Er bat die Vorsitzenden des Theatervereins, des Obst- und Gartenbauvereins, des TSV, der Landfrauen und der Ledigengesellschaft dazu und überreichte dem Musikverein einen Scheck für die Jugendarbeit, den Sabine Ness-Bürth und Sandra Möckel dankbar entgegennahmen.

Der Musikverein begleitete den Festakt mit den Stücken „Preußens Gloria“, „Fuchsgraben Polka“, dem „Ablacher Heimatlied“ und einer auf schwäbisch gesungenen Einladung zum Kreismusikfest. Es schloss sich ein schöner Empfang an, bei dem die viele Gäste das exzellente Büffet der Landfrauen genossen und die außergewöhnlich schöne Tischdekoration von Johanna Häberle bewunderten.

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