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Musikalischer Auftakt in die Vorweihnachtszeit

Vokalensemble „Quintessenz“ und Thomasblockflöten geben ein Konzert in der Thomaskirche

In der Thomaskirche haben das Vokalensembles „Quintessenz“, die Thomasblockflöten und das Publikum gemeinsam adventlich musiziert und gesungen.
In der Thomaskirche haben das Vokalensembles „Quintessenz“, die Thomasblockflöten und das Publikum gemeinsam adventlich musiziert und gesungen.
Sabine Jacob

Aulendorf sz Zeit ist ein wertvolles Gut. Eine Stunde davon haben sich viele Besucher am ersten Adventssonntag genommen, um sich in der Aulendorfer Thomaskirche musikalisch auf die kommende Advents- und Weihnachtszeit einzustimmen. Nicht weniger Zeit investierten die über 20 Musiker, die ohne Entgelt spielten und die Besucher für ein Projekt in Tansania um Spenden baten.

Kurz vor 17 Uhr war die Kirche bereits voll, eine Kerze brannte am großen Adventskranz und der „Hausherr“ Pfarrer Jörg Weag freute sich darüber, dass so viele Menschen sich diese „Stunde der Muße“ gönnten. Den beiden musizierenden Gruppen gelang es, von „Nun kommt der Heiden Heiland“ – gemeinsam im Crüger-Satz musiziert – bis zum schmissigen „Winter Wonderland“ von Felix Bernard, die musikalische Spannweite aufzuzeigen, die Advent und Weihnachten zu bieten haben.

Während die Zuhörer sich beim traditionellen Tiroler Weihnachtslied „Es wird scho glei dumpa“, wunderschön von den drei Frauenstimmen des Vokalensembles intoniert, sich in eine europäische Weihnachtsidylle hineinträumen konnten, wurden sie an anderer Stelle mit etwas bissiger Ironie konfrontiert. Dietlind Zigelli, Leiterin der Thomasblockflöten, las den hintergründig-passenden Text zu „Christmas Shopping“ vor, ehe die Flöten musikalisch die übliche Weihnachtshetze interpretierten.

Alte und neue Melodien

Durch die Auswahl der Stücke, bedingt durch ihre Entstehungszeit, wurde dem Zuhörer unbewusst klar, wie unterschiedlich die musikalische Ausdrucksweise zur weihnachtlichen Zeit ist. Während John Rutters „Angels carol“ von „Quintessenz“ schwungvoll mit dem „Spirit“ einer englischen Weihnacht gesungen und souverän von der 20-jährigen Pianistin Elena Gnann begleitet wurde, konnte der Zuhörer die schwere Zeit des 12. Jahrhunderts aus dem Hymnus „Veni Veni“ nachempfinden, bei dem der Tiefchor der Thomasblockflöten sauber intonierte.

Besonderheiten des Abends waren zum einen das von der 18-jährigen Oboistin Lisa Hohl gespielte „Siciliano“ von G.F. Händel, und zum anderen das gemeinsame Singen von „Macht hoch die Tür“, bei dem die adventliche Stimmung im Raum spürbar wurde. Die Besucher folgten gerne dem Aufruf des Pfarrer, das Streetwork-Projekt in Tansania zu unterstützen, zu dessen Aufbau die Aulendorfer Familie Ahnert momentan in Afrika tätig ist.

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