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Mit Video: Dorfmerkingen hat Pokal zurück

Sportfreunde Dorfmerkingen atmen auf und sind dem TSV Neusäß ewig dankbar

Da waren die Sportfreunde (von links: Kapitän Christian Zech, Vorsitzender Thomas Wieser, Medienverantwortlicher Martin Schill und Fußball-Abteilungsleiter Karl Böss) aber erleichtert: Der WFV-Pokal ist dank der Handballer des TSV Neusäß wieder in Händen der Sportfreunde Dorfmerkingen.
Da waren die Sportfreunde (von links: Kapitän Christian Zech, Vorsitzender Thomas Wieser, Medienverantwortlicher Martin Schill und Fußball-Abteilungsleiter Karl Böss) aber erleichtert: Der WFV-Pokal ist dank der Handballer des TSV Neusäß wieder in Händen der Sportfreunde Dorfmerkingen.
Timo Lämmerhirt

Neresheim-Dorfmerkingen sz Bis kurz vor 18 Uhr am Dienstagabend ist nicht klar gewesen, ob Fußball-Landesligameister und Verbandspokalsieger Sportfreunde Dorfmerkingen sich nicht nur einen riesigen Scherz erlaubt hat.

Bekanntlich war den Sportfreunden beim Feiern auf Mallorca der WFV-Pokal abhanden gekommen, bundesweit hatten die Härtfelder dafür viel Spott abbekommen. In den sozialen Medien hatten viele User bereits vermutet, dass es sich dabei um eine kluge PR-Kampagne handele.

Auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Dienstagabend konnten die Verantwortlichen diese Mär aber ausräumen. Der Pokal wurde tatsächlich gestohlen - und von den Augsburger Handballern des TSV Neusäß noch auf der Sonneninsel wieder gefunden. Sehr zur Freude auch des württembergischen Fußballverbands, der die ganze Angelegenheit nicht ganz so lustig gefunden hatte, wie Sportfreunde-Vorstand Thomas Wieser bestätigte. Es handelt sich schließlich um das Original, das Duplikat für die Dorfmerkinger Vitrine wird erst noch erstellt. Die Verantwortlichen der Sportfreunde unter der Regie des Medienbeauftragten Martin Schill haben alle Hebel in Bewegung setzen müssen, um das Objekt der Begierde wiederzubeschaffen.

Hilfreich war am Ende, dass die Sportfreunde über Facebook den eigenen Schlamassel eingeräumt und einen öffentlichen Aufruf gestartet hatten. „Es war ein riesiges mediales Aufkommen und eine Riesenbereitschaft der Facebook-Community, uns zu helfen. Das Thema geisterte schon herum, da haben wir gesagt: Flucht nach vorne“, so Schill. Mit den Discotheken „Bierkönig“ und „Mega-Park“ habe er korrespondiert, die Verantwortlichen vor Ort seien sehr kooperativ gewesen. Wie übrigens auch der Deutsche Vizemeister RB Leipzig, Gegner der Sportfreunde in der ersten Runde des DFB-Pokals, der ebenfalls einen Suchaufruf per Post startete. „Mit Leipzig bekommen wir einen tollen Gegner und dass RB uns so unterstützt, zeigt von sportlicher Größe“, so Schill erfreut. Als sich nach zahlreichen Hinweisen, die bei den Sportfreunden eintrudelten, endlich die Handballer des TSV Neusäß meldeten, fiel den Sportfreunden ein Stein vom Herzen.

Der Pokal ist zurück

Die "Finder" des Pokal, die Handballer des TSV Neusäß, äußern sich ebenfalls zu den Vorfällen

Aufgrund der Vielzahl von Hinweisen hatte man den Handballern allerdings erst nach einem Beweisfoto geglaubt. Glück im Unglück, dass die Handballer auf die Platte gehen. Schill und Abteilungsleiter Karl Böss haben sich am Dienstagmittag ins Auto gesetzt, sich mit den TSV-Verantwortlichen - wie in einem Kriminalfilm - an einer Raststätte getroffen um die „heiße Ware“ zu übergeben. Mit dabei hatten die Handballer einen eigenen Schal, der auch noch in den Dorfmerkinger Vereinsfarben Schwarz und Rot gehalten ist. Schill stellte klar, dass die Neusäßer den Pokal nicht entwendet, sondern lediglich gefunden haben. „Auf dem nächtlichen beziehungsweise frühmorgendlichen Heimweg an der Playa zurück ins Hotel war die Freude eines unserer Amateurhandballer so groß, dass er den Pokal schließlich zum Kuscheln mit ins Hotel genommen hat“, heißt es seitens der Handballer.

DFB-Pokal in Scholz-Arena

Am Rande dieser außerplanmäßigen Pressekonferenz gab Josef Schill, Manager der Sportfreunde, bekannt, dass das DFB-Pokalspiel gegen RB Leipzig in der Scholz-Arena in Aalen stattfinden wird. Zwischen Aalen und Heidenheim hatte man sich entscheiden müssen. Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl wird es freuen, beim VfR betritt er sein ehemaliges Wohnzimmer „Die Heidenheimer haben das eingesehen. Wir haben gesagt, dass wir die zweite Runde dann in der Voith-Arena austragen werden“, sagte Josef Schill. Die Lacher waren ihm gewiss - diesmal aber bewusst.

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Kommentare (2)
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Sommerloch? Man könnte meinen man liest die Bild!!!!

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Münchausen hätte es nicht besser sagen können!
Die Neusäßer haben den Pokal nicht entwendet, sondern lediglich gefunden.

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