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Heiter -8
Jagstzell
Lokales

Mit „Nostradamus“ zurück ins Mittelalter

Musikverein Jagstzell begeistert sein Publikum in der Gemeindehalle mit einem außergewöhnlichen musikalischen Programm
Bot ein außergewöhnliches Programm bei seinem Jahreskonzert: der Musikverein Jagstzell.
Bot ein außergewöhnliches Programm bei seinem Jahreskonzert: der Musikverein Jagstzell.
Wiedenhöfer

Jagstzell sz Das Jahreskonzert des Musikvereins Jagstzell ist einmal mehr ein Publikumserfolg gewesen. Gewohnt souverän spielten sich die Musiker auf der Bühne in die Herzen der begeisterten Zuhörer.

Mit Bravour meisterte die Jugendkapelle, der Kinder und Jugendlichen aus Jagstzell und Rosenberg angehören, den Konzertauftakt. Unter der Leitung von Simone Boy wurde zunächst flott die Titelmelodie des Serienerfolgs „Game of Thrones“ gespielt. Und mit einer Filmmusik ging es weiter: „Star Wars“ stand auf dem Programm. Nach dem erfrischenden Vortrag des Klassikers „Grandfather's Clock“, dessen gediegene Melodieführung in der Fassung von Peter Schad, durch lebendige Blasmusikelemente ergänzt wurde, verlangte das Publikum in der Halle eine Zugabe vom Musikernachwuchs. Diesem Wunsch kam die Jugendkapelle gerne nach. Matthias Gschwender am Tenorhorn und Benita Kilian an der Querflöte glänzten hier als Solisten des Musikstücks „Grandfather's Clock“. Den krönenden Abschluss markierte der „Cup-Song“ bei dem auch drei Becher (Cups) zum Einsatz kamen. Sie begleiteten rhythmisch die Jugendkapelle; das Publikum quittierte diesen Auftritt mit großem Beifall.

Die aktive Kapelle des Musikvereins mit ihrem Dirigenten Klaus Prochaska eröffnete den zweiten Teil des Konzertabends mit der Ouvertüre „Titus“ zur gleichnamigen Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Unumstrittener Höhepunkt des Programms war indes das Konzertwerk „Nostradamus“ von Otto M. Schwarz. Dieses Stück hatten die Jagstzeller Musiker bereits als Gäste beim Jahreskonzert des Musikvereins Neuler vorgetragen und damit die Zuhörer begeistert. Und auch bei ihrem Heimspiel in Jagstzell kam dieses Werk bestens an. Es erzählt von dem Mediziner und Seher Nostradamus, der im 16. Jahrhundert lebte und wichtige geschichtliche Ereignisse vorhersagte. Das Stück wurde nicht nur perfekt vorgetragen, es wurde auch – mittels Lichteffekten - perfekt in Szene gesetzt. Die düstere Stimmung des Mittelalters oder auch des Dritten Reichs war regelrecht greifbar. Trompeter, die durch das Publikum marschierten, erzeugten zusammen mit der Kapelle, eine disharmonische Melodie, „die sich nicht so schön anhört“, wie Dirigent Klaus Prochaska vorwarnte, aber die schrecklichen Zeiten bestens beschreibt.

Heiterer wurde es danach unter anderem wieder durch den Konzertwalzer „Die Schlittschuhläufer“ von Emil Waldteufel oder der Filmmusik „Children of Sanchez“ von Chuck Mangione. Die Zugaben „All you need is love“ und „Hallelujah“ rundeten den Konzertabend ab.

Im Rahmen des Konzertabends wurden einige Jungmusiker für ihre erfolgreiche Teilnahme bei den Musiklehrgängen geehrt.

Den D1-Lehrgang haben absolviert: Annika Graule, Evita Kraus, Vincent Wagner, Jonas Schmid und Lorena Francz. Am D2-Lehrgang haben Elisa Erhard und Thomas Walter mit Erfolg teilgenommen und den D3-Lehrgang schloß Matthias Gschwender ab.

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