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Laupheim
Lokales

Mit Gesang und Gebet auf den Weg

Die Sternsinger sind unterwegs – Aussendung mit Gottesdienst im Kloster

Laupheim sz So gut gefüllt ist die Kapelle nicht immer, und so ruhig sitzen diese jungen Besucher wohl auch eher selten – weshalb Pater Johny Vellavalliyil sich um einen zügigen Ablauf bemüht. Es ist Aussendungstag für gut 130 Laupheimer Sternsinger, die in dieser Woche in der Stadt von Haus zu Haus ziehen, um singend Segen zu spenden – und Spenden zu sammeln. Am Tag der Aussendung herrscht lebhafter Hochbetrieb im Katholischen Gemeindehaus ebenso wie im Dreifaltigkeitskloster.

Mittendrin steht Peter Makosch, einer der Organisatoren der Sternsingeraktion, die auch in diesem Jahr gleich von mehreren Teams organisiert und eingeübt worden ist. Er weist auf den Plan an der Wand: eine Übersicht von Laupheim mit zahlreichen handschriftlichen Zahlen und Zonen drauf. Das ist der Fahrplan, den die Kinder und Jugendlichen während der vier Tage der Sternsingeraktion abarbeiten. In fast zwei Dutzend Gruppen ziehen sie los, klappern täglich je Gruppe 30 bis 40 Häuser beziehungsweise Einganstüren ab. Start ist am Aussendungstag um 17 Uhr – und vor 20 Uhr werden die Kinder nicht zurück erwartet. Es klingt nach einer anspruchsvollen Aufgabe. Der Aussendungstag ist ein besonderer: Da treffen die jungen Sternsingerinnen und Sternsinger sich am Gemeidnehaus, um sich umzuziehen, zu schminken und gesanglich schon ein bisschen einzustimmen. Aber bevor sie die Kilometer Stadtwege von Haus zu Haus in Angriff nehmen, nehmen sie noch Segen mit: bei einem Gottesdienst im Dreifaltigkeitskloster.

Traditionell versammeln sich die Sternsinger dazu in der Kapelle des Steyler Ordens, während die Eltern und erwachsene Begleiter an der Tür und im Flur auf sie warten.

Pater erklärt biblische Geschichte

Es ist Pater Johny Vellavalliyil, der dann in Begleitung von jungen Akteuren – symbolisch für die Heiligen drei Könige – die biblische Geschichte hinter der Sternsingeraktion erklärt und die jungern Akteure mit Gebet und Segen ausstattet. Angeleitet von Dirigentin Miriam Baur, singen die Kinder das bekannteste von sechs Liedern ihrer Mission: „Wir kommen daher aus dem Morgenland.“

Der Pater erinnert motivierend an den guten Zweck, dem die traditionelle Sternsingeraktion auch in diesem Jahr dient: der Unterstützung für zwei Projekte der Steyler Missionsschwestern. So gilt der gesammelte Spendenbetrag einer Berufsschule für Mädchen im Osten Ghanas und einem Frauenprojekt in Bolivien. Immerhin: Erwartet wird auch in diesem Jahr ein Betrag von über 30 000 Euro.

Viele Male werden die Kinder ihre Lieder gesungen haben, ehe sie sich am Freitag in der Marienkirche wieder vereinigen: zum großen Abschlussgottesdienst.

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