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Metop-C wird in Noordwijk auf Herz und Nieren getestet

Wettersatellit von Airbus soll 2018 starten
Angekommen: Metop-C muss im ESA Testzentrum in Norwegen seien Weltraumtauglichkeit unter Beweis stellen.
Angekommen: Metop-C muss im ESA Testzentrum in Norwegen seien Weltraumtauglichkeit unter Beweis stellen.
ESA

Immenstaad af Das Nutzlastmodul von Metop-C, Europas letztem Wettersatelliten, hat die Reise von Immenstaad ins Technologiezentrum der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA nach Noordwijk in den Niederlanden heil überstanden. Dort werden die Instrumente unter Weltraumbedingungen geprüft.

Mehr als zehn Jahre stand der Satellit fertigmontiert, wohlbehütet und schön temperiert unter einem Zelt im Reinraum von Airbus Defence & Space. Jetzt wird’s für ihn ungemütlich, denn in harten Tests muss er in den kommenden Monaten seine Weltraumtauglichkeit unter Beweis stellen.

Metop besteht aus einer Serie von drei polar umlaufenden Satelliten, deren Temperatur- und Feuchtigkeitsmessungen aus einer relativ niedrigen Höhe von 800 Kilometern die Genauigkeit der Wettervorhersage verbessert haben.

Metop-A wurde 2006 von der ESA für Eumetsat, der Europäischen Organisation für die Verwertung meteorologischer Satelliten, und Metop-B im Jahr 2012 in die Umlaufbahn gebracht. Im nächsten Jahr wird Metop-C folgen. Auf dem 2,1 Tonnen schweren Modul sind eine Reihe von Meteorologie- und Klimatologieinstrumenten montiert, die die Europäische Raumfahrtagentur ESA von verschiedenen europäischen und amerikanischen Herstellern beschafft hat und die bei Airbus in Immenstaad integriert wurden.

„Der Betrieb des Nutzlastmoduls und seiner Instrumente muss in raumähnlichen Vakuumbedingungen überprüft werden“, erklärt Jacques Mauduit von European Test Services, der das Zentrum für die ESA betreibt. Diese thermische Vakuumprüfung findet im Frühjahr statt.

Sobald die Tests abgeschlossen sind, wird das Nutzlastmodul von Metop-C nach Toulouse, Frankreich, zu Airbus Defence and Space reisen, um in das Service-Modul integriert zu werden. Dabei handelt es sich um das Segment des Satelliten, das Haltung und Bahnsteuerung, elektrische Energie und Kommunikation beinhaltet.

Der Start von Metop-C ist mit einer russischen Sojus-Rakete vom europäischen Raumfahrtzentrum in Französisch-Guayana für Oktober 2018 geplant. In Immenstaad laufen derweil bereits die Vorbereitungen für den Bau der nächsten Metop-Generation.

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