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Biberach an der Riß
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Markus Schneider stellt sein selbst gebautes Kart vor

Nun will er damit den Landesentscheid von „Jugend forscht“ gewinnen

Markus Schneider (2. v. r.) präsentierte sein selbst entwickeltes und gebautes Kart.
Markus Schneider (2. v. r.) präsentierte sein selbst entwickeltes und gebautes Kart.
Carmen Bogenrieder-Kramer

Biberach cbk Als besondere Attraktion beim Workshoptag im Kreisberufsschulzentrum Biberach hat Markus Schneider aus Kirchdorf sein selbst entwickeltes und eigenhändig gebautes Kart vorgestellt. Mit ihm überzeugte der 19-jährige Abiturient vor wenigen Wochen bereits beim Regionalentscheid des Wettbewerbs „Jugend forscht“. Nun will der Hobbytüftler Landessieger werden.

Ob das gelingt, bestimmt eine unabhängige Jury vom 22. bis 24. März. Die Schüler und Lehrer rund um Biberach drücken ihm schon jetzt die Daumen. Sie sind begeistert von diesem Kart, das mit seinen knapp 150 PS mehr als 200 Kilometer pro Stunde fährt. Wie diese Power in der Praxis aussieht, zeigte Markus Schneider bei einer Probefahrt auf dem Schulhof. Innerhalb von drei Sekunden hätte er von Null auf Hundert beschleunigen können, wenn der Schulhof als Rennpiste konzipiert wäre und die verantwortlichen Lehrer weniger Angst um die Sicherheit der Zuschauer gehabt hätten. Angesichts der tatsächlichen Gegebenheiten zeigte der junge Rennfahrer lediglich, wie er sein Fahrzeug beherrscht. Er beschleunigte kurz, bremste spontan und drehte in atemberaubender Geschwindigkeit fast auf der Stelle Kreise. Dabei hinterließ er dicke Rauchwolken und bleibende Abriebspuren auf dem Schulgelände.

Klar, dass dabei alle Zuschauer staunten und im Anschluss an diese Vorführung jede Menge Fragen hatten. Markus Schneider beantwortete alle. Dabei war unter anderem zu erfahren, dass die reine handwerkliche Arbeit zum Herstellen seines Unikats rund 750 Stunden dauerte und gut 3200 Euro kostete. „Die Denkstunden kann ich nicht zählen“, sagte der Hobbyforscher. Er habe immer wieder ganze Nächte damit verbracht, die Leistungsfähigkeit seines Fahrzeugs zu verbessern. Deshalb sei dieses Fahrzeug auch noch nicht fertig. Es gehe um die maximale Optimierung, etwa um mehr Leistung durch eine andere Kraftstoffzufuhr. Das zu realisieren sei eine große Herausforderung.

Irgendwann, so verrät Markus Schneider, möchte er mit all seinen Erfahrungen aus diesem Kartbau ein weiteres Fahrzeug bauen, das noch schneller, größer und leichter ist. Ob er das schaffen kann? Lehrer Dietmar Schmid ist überzeugt davon. Er hatte den jungen Tüftler auf den Wettbewerb von „Jugend forscht“ hingewiesen und zur Teilnahme animiert.

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