Schwäbische.de Schwäbische.de
Schneeschauer 1
Laupheim
Lokales

Laupheim lustig Narrenland

Beim ersten Fasnetsumzug der Kräha-Weiber verbreiten 91 Gruppen Fröhlichkeit

Laupheim sz Mann-o-mann, sind die schnell! An Dreikönig die Kleidle und Masken abgestaubt, und keine 24 Stunden später gurrend, Zuschauer foppend und gute Laune verbreitend auf der Gass’, beim ersten Narrensprung der Kräha-Weiber. 91 Gruppen (!) sind dem Ruf der bis dato nur 16 Mitglieder zählenden Laupheimer Zunft gefolgt, gut zwei Stunden wälzte sich der bunt-fröhliche Umzug durch die Stadt.

Die junge Frau macht große Augen. Jählings wird sie wie in einem Express-Fahrstuhl himmelwärts gehoben. Die Stelzenläufer aus Westerheim vermitteln ihr eine Vogelperspektive auf das närrische Treiben. Und setzen sie nach einem Küsschen behutsam wieder auf den Boden.

Der ein oder andere Schrei war am Sonntag ständig zu hören, in aller Regel von Mädchen, die auf Karussells gesetzt, in Konfetti gebadet oder ihres Schuhwerks beraubt wurden. Doch das Publikum narrte, sehr zur Freude der Hästräger, kräftig mit. Kalte Hände und Zehen musste niemand fürchten. Zwar versteckte sich die Sonne im Dauergrau, doch die Temperaturen waren durchaus erträglich.

Närrischer Minutentakt

Im Minutentakt stürmten Hexen die Bühler Straße hinunter und bogen scharf nach links in die Hasenstraße ab; sie türmten sich zu Pyramiden, drückten farbige Stempel auf Wangen, zersausten manchen Schopf. Geister und Dämonen, Egginer Esel und Langenauer Pudel, Waldschrate und Rißtal-Germanen wechselten einander ab, Gardemädchen folgten auf Web-Weiber, Schalmeien und Guggamusik gaben den närrischen Takt vor. Und nicht zuletzt für die Kinder am Straßenrand war es ein Fest; wer keine Angst hatte, wurde geneckt und gekitzelt, und egal wie mutig sich die jüngsten Zuschauer zeigten, ein Bonbon oder ein Schoklädle war ihnen sicher.

Spätestens nach dem Sprung lockten Partyzelt und Bühlerhalle, und der Zunftmeister der gastgebenden Kräha-Weiber, Bernd Wörz, zog ein erstes Resümee: „Alles super! Wir sind mehr als zufrieden und zahlen sicher nicht drauf.“ Das Konzept sei aufgegangen. Die Busse mit den auswärtigen Zünften parkten auf dem oberen Festplatz und bei der Olympia; von dort war es nicht weit bis zum Schloss, wo der Narrensprung startete. Auch die Strecke selbst war „kurz und knackig“, es gab keine Lücken im Umzug und die Zuschauer wurden nicht auseinander gezogen.

Von den teilnehmenden Zünften habe man eine überwältigend gute Resonanz bekommen, freute sich Bernd Wörz. „Das bestärkt uns in dem Gefühl, alles richtig gemacht zu haben. Es war der erste, aber sicher nicht der letzte Narrensprung der Kräha-Weiber.“

Ihr Kommentar zum Thema

 
URL: http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Laupheim-lustig-Narrenland-_arid,10798520_toid,371.html
Copyright: Schwäbisch Media Digital GmbH & Co. KG / Schwäbischer Verlag GmbH & Co. KG Drexler, Gessler. Jegliche Veröffentlichung, Vervielfältung und nicht-private Nutzung nur mit schriftlicher Genehmigung.
Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an online@schwaebische.de.