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Westerheim (Württemberg)
Lokales

Langgehegter Wunsch geht in Erfüllung

Westerheims Räte fassen Baubeschluss für Ausbau der Feldstetter Straße bei Kosten von 1,09 Millionen Euro

Die holprige Feldstetter Straße in Westerheim soll auf einer Länge von 300 Metern weiter ausgebaut werden. Für den zweiten Bauabschnitt fasste der Gemeinderat einen einstimmigen Baubeschluss.
Die holprige Feldstetter Straße in Westerheim soll auf einer Länge von 300 Metern weiter ausgebaut werden. Für den zweiten Bauabschnitt fasste der Gemeinderat einen einstimmigen Baubeschluss.
Hansjörg Steidle

Westerheim sz Startschuss für ein Projekt in Westerheim, das lange auf sich hat warten lassen. Einstimmig hat der Westerheimer Gemeinderat am Dienstagabend einen wichtigen Baubeschluss gefasst, der seit Jahren auf der Prioritätenliste ganz oben steht: den weiteren Ausbau der Feldstetter Straße mit Auswechslung von Kanal und Wasserleitung mit Verlegung von Leerrohren für den Breitbandausbau. Die Gesamtkosten für den 280 Meter langen Straßenabschnitt sind mit 1,09 Millionen Euro veranschlagt. Sofern es das Wetter zulässt, soll es im März 2018 mit den Bauarbeiten losgehen.

„Ein langgehegter Wunsch geht in Erfüllung. Ein hohes Grundbedürfnis vieler Westerheimer können wir jetzt umsetzen“, sagte Bürgermeister Hartmut Walz zu dem Bauvorhaben. Viele Jahre seien ins Land gezogen seit der Sanierung des ersten Abschnitts vor elf Jahren und der Neugestaltung des Knotenpunkts in der Ortsmitte. Jetzt werde der „Gordische Knoten“ gelöst und der weitere Ausbau der Feldstetter Straße in Richtung Süden umgesetzt.

Haushaltsmittel bereits eingesetzt

Der vom Gemeinderat gefasste Baubeschluss stellt einen wichtigen Meilenstein im Ausbau der Kreisstraße dar, meinte der Bürgermeister. Dank eingestellter Haushaltsmittel in den vergangenen Jahren und dank der Aufnahme in das neue Landessanierungsprogramm mit Zuschüssen könnte das mit 1,09 Millionen Euro veranschlagte Großprojekt tatsächlich angegangen werden. Es gehöre zum neuen Sanierungsgebiet der Gemeinde Westerheim. „Da die Gemeinde nun in das Landessanierungsprogramm aufgenommen ist, können wir den weiteren Ausbau der Feldstetter Straße in Angriff nehmen“, sagte Walz.

Ausführungen zu dem Straßenbau machte Ingenieur Lukas Oswald vom Planungsbüro Wassermüller aus Ulm: Der zweite Bauabschnitt bei einer Länge von 280 Metern liegt zwischen dem Kittelgässle und dem Baustoffhandel Sailer & Büdinger, einschließlich der nördlichen Betriebszufahrt. Die Straße weist ein Gefälle von vier bis fünf Prozent auf. Eine neuer Abwasserkanal (DN 900) und eine neue Wasserleitung (DN 150) werden verlegt. Neue Hausanschlüsse kommen bis zu den Grundstücken der Anwohner. Private Hausanschlüsse könnten mit der ausführenden Baufirma im Frühjahr abgesprochen und in Auftrag gegeben werden.

Wie im nördlichen Bereich wird die Feldstetter Straße auch nach Süden hin gestaltet, mit einem jeweiligen 1,5 Meter breiten Gehweg. Die Randeinfassung erfolgt mit Granitsteinen und einer Entwässerungsrinne. Die Straße weise teilweise eine leichte Querneigung und teilweise ein Dachprofil auf. Vorgesehen sei, Leerrohre für den Breitbandausbau einzulegen. „Die Planung ist mit dem Landratsamt abgestimmt“, sagte Lukas Oswald. Bei der Optik werde an dem ersten Abschnitt festgehalten.

Die Baukosten sind samt Nebenkosten mit 1,09 Millionen Euro veranschlagt. Zunächst sei er von 1,06 Millionen Euro an Baukosten ausgegangen, doch das Landratsamt verlange zusätzlich einen Ablösebeitrag von bis zu 30 000 Euro für die Einzeilerrinne im Randsteinbereich der Straße, da diese wartungsintensiver seien. Der Verschleiß sei höher als bei Asphalt. Bei den Kosten für den Ausbau der Kreisstraße bei 1350 Quadratmetern erstatte der Landkreis rund 280 000 Euro.

„Wir kommen bei dem Ausbau um eine Vollsperrung der Straße nicht umhin“, erklärte Lukas Oswald. Eine innerörtliche Umleitung werde eingerichtet. Bis Anfang Oktober soll die Ausschreibung stehen, und da hoffen Walz und Oswald auf gute und günstige Angebote. Noch vor Weihnachten in der Sitzung am 12. Dezember sollen die Bauarbeiten vergeben werden. Zwischen März und Oktober 2018 soll die Feldstetter Straße auf Vordermann gebracht und ein immer wieder geschobenes Projekt umgesetzt werden, so Walz.

Auf die Frage von Hermann W. Tappe, warum die Feldstetter Straße nicht gleich bis zum Ortsende ausgebaut werde, was seiner Ansicht nach sinnvoll wäre, antwortete Bürgermeister Harmut Walz: „Das packen wir schlicht in einem Jahr nicht.“ Dann sei von einer offenen Baustelle über den Winter auszugehen. Zudem seien noch viele Grundstücksfragen zu klären. Offene Fragen gebe es hinsichtlich der Gestaltung des Regenüberlaufbeckens an der südlichen Feldstetter Straße.

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