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„Laemmles Erben“ in Laupheim gewinnen den Fotowettbewerb

Eröffnung der Fotoausstellung im Laupheimer Museum – Fotokreis gewinnt die Bezirksmeisterschaft

Laupheim sz Als hätte er es gewusst, hat Oberbürgermeister Rainer Kapellen in seiner Begrüßung schon festgestellt: „Diese Schau passt wunderbar in unser Laemmle-Jahr.“ Der Altmeister Hollywoods scheint in seinem Ehrenjahr auch die Laupheimer Amateurfotografen beflügelt zu haben, denn unter dem Titel „Laemmles Erben“ holte der Fotokreis am Samstag mit seinen aufwendigen Werken den Siegerplatz bei der Bezirksmeisterschaft. Die Ehrung war Auftakt zur mehrmonatigen Ausstellung unter dem Dach des Laupheimer Museums.

Rund 100 Besucher waren dabei, als der Vorsitzende des Laupheimer Fotokreises, Maximiliam Lindner, die Ausstellung eröffnete, die sich über mehrere Räume verteilt – und eigentlich aus sieben Ausstellungen besteht. Denn sieben Fotoclubs hatten sich mit unterschiedlichen Themen auf je zehn Bildern an dem Bezirkswettbewerb beteiligt – darunter auch jene aus Biberach und Ehingen. Seit dem Frühjahr waren die Mitglieder damit beschäftigt, für das jeweilige Thema Fotos zu erarbeiten.

„Spielen ist wieder in in Deutschland“, erklärte der Fotokreis-Vorsitzende zum Beispiel über das aufwendig inszenierte Werk des Fotoclubs Albershausen. Dessen Mitglieder schufen zehn Bilder rund um Gesellschaftsspiele. Die Biberacher Teilnehmer widmeten sich „Licht und Schatten“, und Lindner lobte: „Die Fotofreunde zeigen, was Malen mit Licht bedeutet“ – dabei die Farbe als Stilmittel nur sehr sparsam eingesetzt. Anders die Fotofreunde Blaustein, deren Werk „Leben in Deutschland“ mit intensiven Farben „sehr lebensbejahend“ daher komme. So wie der Fotoclub Ehingen, der mit seinen Auto-Ansichten „Freiheit und Abenteuer“ ausdrücke. „Beeindruckende Bilder der Nacht“ letztlich habe der Fotoclub Eislingen beigesteuert. Ebenso beeindruckend sei die Serie der Baumgesichter, mit denen die Fotofreunde aus Herbrechtingen sich beteiligen. Diese Fotos zeigten eine „Verschmelzung mit der Natur“, bei der man sich frage, „wer hier wem das Gesicht gibt.“

Es waren aber die fotografischen Kunstwerke der Gastgeber, die letztlich die Jury am meisten beeindruckten, erklärte Henri Delangle als Bezirksleiter, als er die Siegerehrung einleitete. Die Jury, so betonte er, bestand aus erfahrenen Fotografen aus dem benachbarten Bayern, um absolute Neutralität zu gewährleisten. Und man habe sich sehr schwer getan, unter zwei Paaren den Sieger beziehungsweise den dritten Platz zu ermitteln. Da war denn schon der genaue Blick gefragt: „Stimmen Technik und Thementreue?“ Letztlich gaben die Juroren den Licht- und Schattenspielen aus Biberach den Vorzug vor den Bildern der Spieler. Obwohl, so kritisierte der Bezirksleiter, die Biberacher Fotografen in eigentlich schwarz-weißen Motiven noch Farbe belassen hatten.

Als „originelle Idee“ mit gelungener Umsetzung setzte die Jury die Baumgesichter auf den zweiten Rang. Den Ausschlag dazu habe gegeben, dass der starke Ausdruck nicht auf allen Bildern durchgehalten werden konnte. Als „abwechslungsreiche, aufwendige Serie“ bekamen dann die Hollywood-Motive des ausrichtenden Fotokreises Laupheim den Siegerpreis zugesprochen. Die Foto seien „perfekt bearbeitete“ Motive: „Ihr habt eine wahnsinnig gute Arbeit geleistet!“

Die an Filmplakate angelehnten Laupheimer Fotomotive hätten gewonnen, weil sie auf hohem Niveau das Thema wieder geben, sagte Henri Delangle, ehe er dem Vorsitzenden des Fotokreises die Siegerurkunde überreichte. Ein Thema, das im Leammle-Jahr aktuell sei, befand auch Oberbürgermeister Rainer Kapellen: „Die Ausstellung passt mit den Motiven wunderbar rein.“

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