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Läden und Lokale für die Dorfmitte

Gemeinderat beschließt neue Pläne für Baustettens Storchenareal – Gesucht: Investoren

Idylle an der Rottum: das Storchenareal in Baustetten. Hier soll das Dorf eine Mitte bekommen.
Idylle an der Rottum: das Storchenareal in Baustetten. Hier soll das Dorf eine Mitte bekommen.
Axel Pries

Laupheim sz Diskutiert und abgefragt wurde viel, inzwischen gibt es konkrete Pläne, und nun soll die seit Jahren angestrebte Entwicklung der Dorfmitte in Baustetten in die Phase der Realisierung wechseln. Das geht aus dem Beschluss hervor, den der Laupheimer Gemeinderat am Montag fällte. Allerdings sind die Pläne, die die Stadtbaumeisterin Marion Kazek vorstellte, immer noch mit vielen Fragezeichen versehen, da private Investoren gefragt sind.

In Zusammenarbeit mit Studenten hat die Stadtverwaltung das sogenannte Storchenareal überplant, erläuterte Kazek. Zugleich versuchte sie auch, zur Einrichtung von Wegen entlang der Rottum und als Verbindung zu Straßen die umliegenden Grundeigentümer zur Abgabe von Flächen zu überreden, aber: „Die Mitwirkungsbereitschaft war vorsichtig verhalten.“ Sprich: Fast niemand war dazu bereit. Immerhin: Durch Flächentausch sei es gelungen, wichtigen Grund des Storchenareals am Fluss zu erhalten.

Nach Vorgaben aus dem Ortschaftsrat soll nun auf den städtischen Grundstücken eine „neue Mitte“ entstehen, erschlossen über Stichstraßen und Ausgangspunkt für künftige Weiterentwicklungen. Vorgesehen ist, wie die Stadtbaumeisterin erklärte, die Errichtung zweier Gebäude auf dem noch brachen Gelände: eines entlang der Neidhartstraße und eines im rückwärtigen Bereich.

Plan: zwei Gebäude mit Lokal, Läden und einem Platz

Das vordere Gebäude soll nach den aktuellen Vorstellungen einmal eine Gaststätte mit Biergarten direkt an der Rottum und nach Möglichkeit mehrere Geschäfte im Erdgeschoss enthalten. Im Geschoss darüber könnten Wohnungen oder Büros unterkommen. Das rückwärtige Gebäude, das fast im rechten Winkel dazu geplant ist, soll im Ergeschoss Läden enthalten, dazu im Obergeschoss Seniorenwohnungen – so wie sie auch noch entlang der Rottum „angestrebt“ werden, ist in der Beschlussvorlage nachlesbar. Zwischen den Gebäuden entsteht ein Platz, der normalerweise als Parkplatz dient, aber bei Bedarf auch zum Festplatz werden könnte. Die Gesamtkosten für die „Bereichsgestaltung Dorfplatz und Erlebbarkeit“ liegen bei einer halben Million Euro – abzüglich einer Förderung in Höhe von 20 Prozent. Beschließen sollten die Gemeinderäte mit der Planung auch die Vergabe von Planungsleistungen an ein Architekturbüro – sprich: die konkrete Umsetzung beginnen. Gesucht werden noch private Investoren, die die Bebauung übernehmen.

Er hoffe, dass dieses Projekt nun tatsächlich zügig weiter geführt werden kann, erklärte Achim Schick (CDU), denn: „Es verfolgt uns schon seit fünf Jahren“. Dabei sei es notwendig, dass ein Ort wie Baustetten ein richtiges Zentrum mit gewisser Grundversorgung erhalte. Allein, es sei „ein Projekt mit vielen Hürden“, meinte er in Anspielung an frühere Planungen, die am Ende auch von einem „Jahrhunderthochwasser“ zunichte gemacht worden seien.

Hoffnung auf Erfolg drückte auch Anja Reinalter (Offene Liste) aus, denn man sei „mit viel Kraft in das Projekt gestartet“. Hoffnung auf ein Entgegenkommen der Baustetter Einwohner äußerte auch Brigitte Schmidt (SPD): „Dass das Dorf mitmacht“.

Skepsis gegenüber der Machbarkeit zeigte hingegen Dr. Raphael Mangold: Es sei naiv zu glauben, dass sich private Investoren finden, die die Läden und das Lokal errichten und betreiben wollen. Er regte an, von vorne herein genossenschaftliche Modelle anzustreben. Diesen Gedanken stellte der Gemeinderat allerdings erstmal hinten an und beschloss die vorgelegten Rahmenbedingungen für eine konkrete Planung. Immerhin, so hatte Oberbürgermeister Rainer Kapellen eingangs fetsgestellt: Die Entwicklung des Storchenareals sei „ein lang gehegter Wunsch“ für Baustetten.

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