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Lindau (Bodensee)
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LEDs für die Sicherheit

Die Einsatzkräfte in Lindau haben einen neuen Verkehrssicherungsanhänger
LEDs für die Sicherheit
LEDs für die Sicherheit
Christian Flemming

Lindau cf Der Verkehrssicherungsanhänger ist ein wichtiges Instrument zur Eigensicherung der Einsatzkräfte bei Unfällen auf der Autobahn A 96, aber auch auf der B31, falls dort vonnöten und angefordert. Mit dem jetzt neu von Landrat Elmar Stegmann übergebenen wird der alte aus dem Jahr 2002 abgelöst. Diesen auf den aktuellen Stand zu bringen wäre vollkommen unwirtschaftlich gewesen.

Den Anforderungen der aktuellen Straßenverkehrsordnung war der bisherige Hänger nicht mehr gewachsen, berichten Stegmann und der Kreisbrandrat Friedhold Schneider. So ein Verkehrssicherungsanhänger wäre aber für den Schutz der Einsatzkräfte bei Unfällen eine unabdingbare Hilfe. So entschied der Landkreis, für 16 000 Euro diesen neuen Anhänger zu beschaffen und in der Lindauer Hauptfeuerwache unterzubringen. Der Freistaat machte die Anschaffung leichter, indem er 6000 Euro zuschoss. „Damit kommt der Landkreis seiner Fürsorgepflicht für die Mannschaft nach“, so Stegmann.

Der Anhänger ist nun mit aktueller LED-Beleuchtungstechnik ausgestattet, die verschiedenen Beleuchtungen können mittels Fernbedienung eingestellt werden. Das Zugfahrzeug darf im Hängerbetrieb nun offiziell mit 80 Kilometern pro Stunde fahren, wenn das Oberteil eingeklappt ist und immerhin mit 60 bei aufgeklapptem Oberteil. Zwölf Pylone und vier Blitzer helfen weiter bei der Verkehrsführung in einen Unfallbereich.

Kein Hinweis auf Geschwindigkeitsbegrenzung

„Das Fahrzeug mit dem Anhänger ist das erste, das im Einsatz rausfährt und das letzte, das wieder reinkommt“, erläutern Wachleiter Daniel Thallner und sein Kommandant Max Witzigmann. Doch nicht nur das sei der Grund, warum dieses Fahrzeug auf der Beliebtheitsskala der Feuerwehrler nicht gerade auf Platz eins steht. Denn es sei immer ein mulmiges Gefühl, wenn da sich unglaublich wichtig wähnende Fahrer von schnellen Autos nahezu ungebremst nähern und meinen, an der Einsatzstelle durchrasen zu können. Denn eines zeigen die LEDs und Schilder des Hängers nicht an – dürfen das auch nicht anzeigen: eine Geschwindigkeitsbeschränkung. „Das ist die alleinige Zuständigkeit der Polizei.“ Es stünde zwar alsbald ein Vorwarner 400 Meter vor dem Anhänger, aber das reiche vielen Verkehrsteilnehmern nicht aus, um die Geschwindigkeit in Erwartung einer Unfallstelle schon einmal zu reduzieren. Immerhin, die Polizei sei mittlerweile diesbezüglich auch aufgerüstet worden und könne mit eigenen Hinweisen eine Tempodrosselung fordern.

Nun hoffen alle, dass der neue Anhänger seine Aufgabe ebenso unfallfrei lange Jahre verrichten kann und vor allem auch die Einsatzkräfte weiterhin gut geschützt ihre Hilfeleistung bei Unfällen einbringen können.

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