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Biberach an der Riß
Lokales

Kuhlmann sieht erneute Brunnendebatte kritisch

Sollte der Gemeinderat am Schadenhof eine andere Lösung wollen, werde das erheblich teurer, sagt der Baubürgermeister
Zumindest so manchem Kind gefällt das neue Wasserspiel am Schadenhof.
Zumindest so manchem Kind gefällt das neue Wasserspiel am Schadenhof.
Gerd Mägerle

Biberach gem Die CDU-Gemeinderatsfraktion hat die Bürger vorige Woche dazu aufgerufen, Vorschläge für die Gestaltung und die Standorte von Brunnen in der Stadt zu machen (SZ berichtete). Auslöser war der bei Bürgern und Stadträten umstrittene Brunnen am Schadenhof. „Natürlich bin ich für Vorschläge offen“, sagt Baubürgermeister Christian Kuhlmann. Ändern werde sich am Schadenhof aber nur dann etwas, wenn der Gemeinderat es beschließe und Geld dafür bereit stelle.

Bevor man allerdings kritisiere, müsse man sich vor Augen führen, was beim Schadenhof der Ausgangspunkt war, so Kuhlmann. „Wir hatten dort ein schmales Budget für ein Wasserspiel mit Trinkwasser. Das haben wir umgesetzt, und ich finde es ästhetisch auch in Ordnung. Ich würde da nichts umbauen.“ Wolle man etwas ändern, dann brauche es eine völlig andere Lösung. „Da bewegen wir uns kostenmäßig dann aber auch auf einer anderen Ebene.“

Auch die vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Johannes Walter angeregte Versetzung des Brunnens im Spitalhof auf den Viehmarktplatz sieht der Baubürgermeister kritisch: „Ich finde den jetzigen Standort des Brunnens im Spitalhof gut und auch richtig.“ Er habe sich dort etabliert und werde auch von Kindern zum Spielen genutzt, weil der Hof ein geschützter Bereich sei.

Es habe vor Jahren bereits eine heftige Debatte um den Standort des Brunnens gegeben. „Ihn im Spitalhof ab- und woanders neu aufzubauen wäre eine teure Angelegenheit. Das haben wir damals geprüft“, so Kuhlmann.

Inzwischen gibt es auch Bürger, die die Befürchtung haben, dass auf dem neuen Quartiersplatz im Wohngebiet Talfeld ein ähnliches Wasserspiel wie am Schadenhof errichtet wird. Kuhlmann zerstreut diese Bedenken: „Dort kommt ein Wasserbecken aus Granit samt Wasserzulauf hin.“

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Kommentare (1)
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Sorry, aber was ist denn das für eine seltsame Argumentation des Baubürgermeisters? Wasserspiele wollte man in der Schadenhofstraße umsetzen. Das kennt man ja von edlen Kurstädten am Bodensee. Mit kleinen Fontänen und vielleicht etwas Beleuchtung am Abend? Ist ja schließlich in der Fußgängerzone - der Flaniermeile von Biberach, zwischen Bürgerturmstraße Kirche und Marktplatz gelegen. Da muss es schon was "Würdiges" sein, denkt sich der Bürger. Denn Schliesslich sollte in Anlehnung an den einstigen Charme des historischen Platzes mit dem ehrwürdigen Frankenbrunnen eine zwar zeitgemäße, aber dennoch würdige bauliche Interpretation entstehen. Aber was geschah? Stattdessen errichtete man ein "Abziehbild" von einem Brunnen in billiger Sanitär-Optik. -
Es war also von Anfang an geplant mit dem Brunnen am Schadenhof etwas "Billiges" umzusetzen. Der Baubürgermeister findet das ästhetisch in Ordnung. Betont aber gleichzeitig, dass man so etwas keinesfalls im Talfeld umsetzen werde. Dort muss es dann selbstverständlich etwas aus Granit samt Wasserzulauf sein. Also billig in der Innenstadt und teuer im Talfeld. Wir haben verstanden ... mehr

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