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Bingen bei Sigmaringen
Lokales

Künftig wird es eine Lesewelt geben

Binger Grundschule erhält Bücherei – Gemeinde saniert ehemaliges Klassenzimmer

Schulleiter Frank Saur steht in dem ehemaligen Klassenzimmer, das aktuell saniert und zur Lesewelt umgebaut wird.
Schulleiter Frank Saur steht in dem ehemaligen Klassenzimmer, das aktuell saniert und zur Lesewelt umgebaut wird.
Sabine Rösch

Bingen sz Die Binger Gemeinderäte haben in ihrer Sitzung am Montagabend die Einrichtung einer Lesewelt mit öffentlicher Bücherei in der Grundschule befürwortet. Die erforderlichen Umbaumaßnahmen sind mit 21 200 Euro veranschlagt, 6200 Euro davon müssen im Haushalt nachfinanziert werden. Ebenso wurde ein Kooperationsvertrag mit der katholischen Kirche über die gemeinsame Einrichtung der öffentlichen Bücherei beschlossen.

„Wir können zwei Dinge zusammenpacken“, erläuterte Bürgermeister Jochen Fetzer zum künftigen Raum im ersten Stock des Altbaus der Grundschule. Schulleiter Frank Saur war mit seinem Wunsch, ab dem kommenden Schuljahr einen Raum für die Lesewelt einzurichten, an die Gemeinde herangetreten. Seine Intention ist, das wichtige Thema der Leseförderung, der Leselust und -freude zu wecken und zu fördern. Als fester Bestandteil des Stundenplans soll für jede Klasse die Lesefitness und das sinnerfassende Lesen geschult werden. Außerdem könne das Team der Ganztagsbetreuung die Räume ebenfalls nutzen.

Gleichzeitig ermunterte die Gemeinde Simone Napierala und Pfarrer Ekkehard Baumgartner, die öffentliche katholische Bücherei, die momentan geschlossen ist, wieder zu eröffnen. Die Bücherei könnte im Zimmer der Lesewelt, die keinen so großen Platzbedarf hat, mühelos integriert werden. Diese Idee fand Anklang, der Stiftungsrat der Seelsorgeeinheit Sigmaringen beschloss, sich finanziell an der Bücherei zu beteiligen.

Jährlich 1000 Euro

Bürgermeister Jochen Fetzer zeigte die finanzielle Situation auf. Bei der Ersteinrichtung kommen von der Kirche 4200 Euro (Medien inclusive), der spätere Betrieb wird mit 500 Euro pro Jahr bezuschusst. Die Gemeinde stellt künftig jährlich 1000 Euro zur Verfügung. Die Gemeinde Bingen übernimmt die Renovierung des Raums (abgehängte Decke, Leuchten, Teppichboden, Schallschutz), die sich auf 21 200 Euro beläuft. Zur Finanzierung ist ein Betrag von 15 000 Euro bereits in den Haushalt eingestellt. „Die überplanmäßige Ausgabe ist gedeckt, da wir Mehreinnahmen aus dem Einkommensteueranteil und aus Schlüsselzuweisungen haben werden“, sagte Fetzer.

Ebenso erwähnte Jochen Fetzer lobend, dass bereits eine Elterninitiative gegründet sei, die sich mit Eigenleistung bei der Renovierung einbringe. „Die Lesewelt ist ein Muss“: Dieser Meinung von Holger Hofstetter schloss sich das Gremium unisono an. Bezüglich der öffentlichen Bücherei war die Skepsis etwas größer, bei einer Gegenstimme wurde dem Plan und dem Kooperationsvertrag aber zugestimmt.

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Kommentare (5)
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@1: Das Thema "behindertengerechter Zugang" hätte Gemeinderäten, Lehrern und Eltern ein Anliegen sein sollen. Erstaunlich, dass alle drei Gruppen nicht daran gedacht haben.

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In Bingen könnte man sicher auch eine Vorbereitungsklasse für Kinder aus der LEA einrichten. Die Entfernung zur Scholl-Schule und zur Schule in Bingen wird sich nichts schenken. Genügend Platz scheint vorhanden zu sein und eine Buslinie besteht ebenfalls. mehr

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Gute Idee? Von Seiten der Kirche wurde der Name „Johannes-Schreck-Bücherei“ vorgeschlagen. Dann könnte man die Grundschule Bingen im gleichen Zug in "Schreck-Schule" umbenennen.

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Wie geht das? Ein ehemaliges Klassenzimmer wird vor dem Gemeinderatsbeschluss aktuell saniert und zur Lesewelt umgebaut .

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Im 1. Stock? Wie traurig, dass öffentliche Einrichtungen noch immer nicht behindertengerecht denken! Dabei ist das Thema Inklusion doch in aller Munde.

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