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Ellwangen (Jagst)
Lokales

Kocher-Jagst-Radweg begeistert die Fahrradfahrer

Vor allem die vielfältige Landschaft und die Entfernung zur Straße kommen sehr gut an
Jedes Jahr kommen zahlreiche Menschen mit ihren Fahrrädern, um die schöne Landschaft des Kocher-Jagst-Radwegs zu genießen.
Jedes Jahr kommen zahlreiche Menschen mit ihren Fahrrädern, um die schöne Landschaft des Kocher-Jagst-Radwegs zu genießen.
Michael Schultz

Ellwangen sz Er ist 332 Kilometer lang und äußerst beliebt und das nicht nur bei Ellwangern: Der Kocher-Jagst-Radweg. Jedes Jahr kommen zahlreiche Menschen aus nah und fern mit ihren Fahrrädern, um die Landschaft und die Strecke zu genießen.

In diesem Jahr sind unter den Radfans auch Dagmar und Markus Matthaei. Sie haben gerade in der Ellwanger Innenstadt eine Mittagspause gemacht, bevor es wieder weitergeht. Seit sechs Tagen sind sie bereits mit ihren Fahrrädern unterwegs und haben es fast geschafft. An diesem Tag stehen die letzten 32 Kilometer bevor, höchste Zeit für ein Fazit. „Es ist eine sehr abwechslungsreiche Strecke. Die Landschaft ist wunderschön, es ist ruhig und der Anfang recht einfach“, sagt Markus Matthaei, „selbst für Ungeübte ist der Kocher-Jagst-Radweg geeignet.“ Er selbst sei zwar öfter mit dem Fahrrad unterwegs, aber für seine Frau sei es Neuland. Doch auch sie ist angetan. „Bis jetzt hat es mir sehr gut gefallen, vor allem die Gegend bei Langenburg und rund um das Schloss“, so Dagmar Matthaei.

Burgen und Schlösser säumen den Weg

Die beiden Flüsse Kocher und Jagst entspringen beide in der Nähe von Aalen. Von da schlängeln sie sich vorbei an Wiesen, Äckern, Wäldern, mittelalterlichen Städtchen, Burgen und Schlössern, bevor sie in den Neckar münden. Die Strecke führt von Aalen über Schwäbisch Hall, Bad Friedrichshall, Langenburg, Crailsheim und Ellwangen wieder nach Aalen. Insgesamt werden 23 Städte und Gemeinden auf dem Kocher-Jagst-Radweg angesteuert. Die Richtung sowie der Startpunkt können natürlich individuell geplant werden.

So ist Familie Bachmeyer/Dörr zum Beispiel in Giengen gestartet und ist dann über Lauchheim nach Ellwangen gefahren. In der Kreisstadt legen sie einen Zwischenstopp ein, um sich umzuschauen und eine Essenspause einzulegen. „Ellwangen ist eine sehr schöne Stadt. Vor allem gefallen uns die schönen, alten Fassaden“, sagt Alexander Dörr. Die vierköpfige Familie ist seit einem Tag unterwegs und fährt nur den Jagst-Radweg. „Den Kocher-Radweg sind wir bereits im letzten Jahr gefahren“, erklärt Alexander Dörr. Der Teil sei sehr schön gewesen und erfülle die Anforderungen einer Fahrradstrecke. „Die Strecke ist größtenteils schön weit weg von der Straße und sehr gut gepflegt, das haben wir auch schon anders erlebt“, so Edith Bachmeyer. Die Familie aus München unternimmt jedes Jahr mindestens eine solche Fahrradtour. Besonders gefällt ihnen neben einer schönen Strecke und Landschaft, wenn sie regionale Spezialitäten kennenlernen können und Kontakte mit Leuten knüpfen. So entstehen oft „schöne und spannende Begegnungen“, sagt Alexander Dörr. Übernachtungsmöglichkeiten oder Restaurants zu finden von unterwegs sei auch kein Problem, wobei sich die Familie wünschen würde, dass sich da vielleicht ein paar Hinweisschilder oder Ähnliches finden ließen.

In Sachen Beschilderung sind zwei Fahrradfahrerinnen aus Baden-Baden auch nicht ganz begeistert vom Kocher-Jagst-Radweg. „Größtenteils ist die Strecke sehr gut ausgeschildert, aber bei einer Umleitung waren wir dann fast verloren, weil an der nächste Kreuzung das Schild fehlte“, erzählt Margit Schardin. Die beiden planen fünf Tage unterwegs zu sein, wobei es für sie nicht so wichtig ist, ob sie die ganze Strecke schaffen. Auch sie sind insgesamt von der Strecke begeistert. „Sie ist vor allem landschaftlich sehr schön“, da sind sich die Baden-Badenerinnen einig. Also eine klare Weiterempfehlung für andere.

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