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Kißlegg
Lokales
Gabriele Hoffmann

Kißlegg nimmt neuen Wertstoffhof in Betrieb

Anlage in Zaisenhofen ist ab sofort geöffnet – Lindauer Firma ist neu im Boot
Bürgermeister Krattenmacher (rechts) nutzte die Einweihung für die Entsorgung seines privaten Papierabfalls. Ihm schauen dabei zu (von links): Stefan Hirschle, Thomas Gölzenleuchter, Christioh Hoffmann, Michael Karnolt, Hermann Hirschle, Kämmerer Rol
Hofmann

Kisslegg sz Die Zeiten, als aller Abfall Müll hieß und auf dem Müllplatz entsorgt wurde sind längst vorbei. Aus dem Müll sind wiederverwertbare Wertstoffe geworden und der Müllplatz hat sich zum Wertstoffhof gemausert. Die Gemeinde Kißlegg hat in dieser Woche ihren neuen Wertstoffhof in Zaisenhofen offiziell in Betrieb genommen.

Schwarzer Asphalt und als wahrer Blickfang eine lange Reihe roter Container, metallene Gittertreppen, graues Büro- und Waagegebäude und ein weitläufiger Platz, der Staus beim Abladen schon von seiner Größe her ausschließt, kennzeichnen das Bild. Der Kißlegger Wertstoffhof kann sich wirklich sehen lassen. Ein Vorführmodell gesicherter, übersichtlicher Entsorgung, mit auf vier Tage erweiterten, sehr bürgerfreundlichen Öffnungszeiten.

„Ende gut, alles gut“, freute sich Bürgermeister Dieter Krattenmacher bei der offiziellen Einweihung und erinnerte an die lange Vorgeschichte. Bis vor sieben Jahren gab es drei bis vier verschiedene Plätze in der Gemeinde, an denen Wertstoffe angeliefert werden konnten, mit teils unterschiedlichen Öffnungszeiten.

Nicht sehr bürgerfreundlich, denn ohne genauen Plan war die Entsorgung schwierig. Und die Kosten stiegen. Seit dem Jahr 2005/06 hatte die Kißlegger Tiefbaufirma Hirschle die Entsorgung von Wertstoffen auf ihrem Firmengelände in Zaisenhofen in Eigenregie übernommen. Damals war dies ein zweites Standbein der Firma, die heute aber mit ihrem Tiefbaubetrieb voll ausgelastet ist.

Neu ist nun die Firma Stark aus Lindau eingestiegen, ein mittelständisches Familienunternehmen, Entsorgungsfachbetrieb für Recycling, Rohstoffhandel, Containerdienste und Transporte. „Unser Geschäft ist unsere Leidenschaft und wir betreiben es jetzt in dritter Generation“, erklärt Geschäftsführer Michael Karnolt. Der Großvater habe einst ganz klein angefangen.

Rund 100000 Euro hat die Firma Stark in den neuen Kißlegger Wertstoffhof investiert. Die Gemeinde hat den gesamten Platz asphaltieren lassen und subventioniert die Entsorgung mit jährlich rund 20000 Euro. „Ich bin stolz auf den neuen Wertstoffhof“, bekräftigte Bürgermeister Krattenmacher und wies zugleich auf die Unsicherheit hin, wie die zukünftige Entsorgungspolitik, auch EU-weit, geregelt werde.

Ein Glücksfall ist, so Krattenmacher, dass sich zwei Waltershofener Bürger, Ortsvorsteher Werner Bachmann und Christoph Hoffmann, leitender Stark-Mitarbeiter, für diese Konstellation eingesetzt haben.

Zuständig für den Wertstoffhof ist Betriebsleiter Thomas Gölzenleuchter, der auch für alle eventuell auftretenden Fragen der Bürger zur Verfügung steht.

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