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Lokales

Kinder-Zeltlager abgesagt: "Schuld sind die Eltern"

Gemeinde beklagt zu wenig Helfer – Bürgermeister Spieth: „Es liegt ausschließlich an den Eltern“
„Wasser marsch“: Vor allem die Aktionen der Feuerwehr erfreuen sich bei den Buben und Mädchen großer Beliebtheit.
„Wasser marsch“: Vor allem die Aktionen der Feuerwehr erfreuen sich bei den Buben und Mädchen großer Beliebtheit.
andy heinrich

Eriskirch sz Das geplante Zeltlager im Rahmen des Ferienbetreuungsangebots in Eriskirch ist, zumindest für 2016, abgesagt. Wie Bürgermeister Markus Spieth im Gespräch mit der SZ erklärte, hätten sich trotz intensiver Bemühungen für den Nachtdienst keine Eltern gemeldet. Für die Abendstunden habe man gerade einmal drei elternseitige Helfer gefunden. „So funktioniert ein Zeltlager mit bis zu 80 Kindern nicht“, stellte ein enttäuschter Bürgermeister fest.

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Kommentare (7)
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Ungerecht und ein schlechter Stil vom Bürgermeister, dass immer die Eltern die BÖSEN sind ! Auch bei uns werden immer wieder die Eltern als Buhmanndargestellt ! Durch diese "tolle " Schulreform in BW sind die Eltern heute denn mehr als je angewiesen, mit ihren Kinder daheim zu büffeln ! Zweitens kommt ja noch dazu, dass in unserem "reichen Deutschland", die meisten Frauen arbeiten müssen und dadurch überfordert sind ( durch die verfehlte Familienpolitik) ! Das sollte man auch Fairheitshalber anführen ! Den DStab kann man leicht über andere brechen ! mehr

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Es ist heute verbreitet üblich in einen Verein einzutreten, der einen Familientarif bietet. Dort meldet man dann seine Kinder zu allen Aktivitäten an und übergibt die Kinder zur Betreuung dem Verein. Keine Eigeninitiative, bestenfalls werden Pflichtarbeitsstunden finanziell abgeleistet, als Doppelverdiener hat man neben der Familienkutsche "SUV" genug Geld. Die Kinder abgeliefert im Verein fröhnen die Eltern ihrer Freizeitaktivität, oft im selben Verein. Laufenden Beitragserhöhungen kann man getrost zustimmen, günstiger als im Verein kann man seine Kinder nicht betreuen lassen. mehr

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Es gibt auch Eltern ,die sich bei Schulfesten in die Arbeitslisten eintragen , dann aber nicht erscheinen. Den Ausführungen in Kommentar 3 kann man leider voll und ganz zustimmen.

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Warum engagieren sich die Eltern nicht mehr? Das wäre doch ein schönes Thema, für einen Artikel in der Schwäbischen, der die Ursachen erfragt. Fakt ist: Die meisten Eltern sind heute zeitlich total eingespannt und sinken abends völlig erschöpft ins Bett. Viele Mütter gehen arbeiten. Überstunden sind an der Tagesordnung, schließlich muss das teure Wohneigentum oder die teure Miete bezahlt werden. Dazu kommt der Haushalt (Putzen, Kochen, Einkaufen), das Hausaufgaben beaufsichtigen und oft auch die Pflege oder Betreuung der Großeltern. Es bleibt einfach keine Zeit mehr, um sich ehrenamtlich zu zu engagieren. Frühere Elterngenerationen hatten es einfacher: Meist war die Mutter zuhause. Die konnte dann Kuchen für den Kindergarten backen, zu Elternversammlungen gehen oder im Zeltlager mithelfen. Heute undenkbar! mehr

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Sicherlich gibt es Fälle in denen die Eltern ein zeitliches Problem mit der Umsetzung haben, ich sehe das aber nicht grundsätzlich so. Ich habe selbst 3 Kinder welche sich auf Kindergarten, Grund- und Weiterführende Schule verteilen, und es ist wirklich eine immer weiter sinkende Initiative der Elternschaft erkennbar. Es wird z.B. immer schwieriger Elternvertreter in den Schulen zu wählen, weil sich schlichtweg keiner meldet. Es ist bei Festen immer ein riesen Akt freiwillige zum Auf- und Abbau, Kuchenbacken, Verkaufen, etc. zu finden. Nur durch Beteiligungen leben solchen Veranstaltungen und das ist mittlerweile den wenigsten bewust. mehr

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Ich finde es absolut schade, dass so etwas abgesagt werden muss. Da machen sich Leute monatelang sehr viel Arbeit und dann wird nichts draus. Für unsere Ministrantenfreizeit nehme ich und auch ein paar andere Betreuer Urlaub. Wir gehen aber schon seit Jahren mit auf die Freizeit und stehen daher voll hinter dieser Freizeit. Eltern, die bei der Eriskirchner Freizeit nie dabei waren, sehen das ganze vermutlich eher skeptisch. Ein Grund, weshalb wir zu unserer Ministrantenfreizeit keine Eltern mehr mitnehmen ist, dass eigentlich alle Kinder froh sind, wenn diese mal weg von zu Hause und weg von den Eltern sind. Dass diese Woche einfach ganz anders ist, als der übliche Alltag. Aber warum sucht man da Eltern und keine Jugendlichen? Die Studenten werden da Ferien haben warum fragt man diese nicht? Warum werden die Helfer nicht über das BDKJ gesucht? In Ravensburg wird dies teilweise so gemacht. Ich, kein Student :-) wäre bestimmt paar Tage dabei, hätte man mich gefragt mehr

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"Angefangen beim Kindergarten bis hin zur Ganztagsbetreuung. Die Ansprüche sind gestiegen. " Ja, mag sein. Aber gibt es vielleicht Gründe dafür? Eltern (wie ich), die diese Angebote in Anspruch nehmen (müssen), machen das nicht, damit sie in der Zeit zuhause auf dem Sofa sitzen und fernsehen. Wie stellen Sie sich das vor? Während der normalen "Öffnungszeiten" haben diese Einrichtungen ca. 30 bis 35 geplante Schließungstage! Wie soll man dann darüber hinaus noch eine Woche Urlaub dafür nehmen? Die Verantwortlichen sollten sich mal Gedanken darüber machen, wer die Zielgruppe dieses Zeltlagers ist. Sicher nicht die, die sechs Wochen auf Kreuzfahrt sind in den Sommerferien. Sind es vielleicht Kinder, deren Eltern in der Zeit arbeiten? In vielen Fällen hat das mit den gestiegenen Ansprüchen zu tun. mehr

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