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Kaleidoskop der Bewegung begeistert in ZF-Arena

21. Turngala in Friedrichshafen präsentiert Spitzensport von Weltformat

Friedrichshafen sz Ein Festival der Bewegung mit all seinen Facetten, verbunden mit einer unterhaltsamen und spannungsgeladenen Show, haben am Sonntagabend im Rahmen der 21. Turngala die Besucher in der fast ausverkauften ZF-Arena genießen dürfen. Dem ausgegebenen Motto 2018, „Kaleidoskop“, wurde die Veranstaltung mit internationalen Topstars der Szene, mehr als gerecht und erntete von Beginn an Beifallstürme.

Atemberaubende Saltos, gewagte Sprünge und Kraftakte, Körperdisziplin in Vollendung im Einklang mit bunten und gefühlvollen Tänzen, aber auch erfrischende Comedy samt rhythmischen Sequenzen: Die Macher der diesjährigen Turngala um Premiere-Regisseurin Claudia Marx haben dem Publikum im Vorfeld nicht zu wenig versprochen. Die rasante und auf allen Ebenen beeindruckende Show auf höchstem Niveau wurde vom Publikum mit Bravo-Rufen und verdientem, langanhaltendem Applaus begleitet.

Bereits zu Beginn durften die jüngsten Teilnehmer, der Nachwuchs der TSG Ailingen, mit 40 Teilnehmern in einem bunten Potpourri aus Trampolin- und Bockspringen, Radschlagen, Spagateinlagen oder auch Kopfständen ihr Können unter Beweis stellen. Fröhliche Tänze mit vielen lachenden Gesichtern, ein buntes Abschlussbild, eine Portion Stolz sowie viel Beifall, waren verdientermaßen der Lohn für die vielen Trainingseinheiten.

Ein fühlbarer Hauch von Emotionen

Danach zeigten die Ailinger Leistungsturner, wie aufregend das Turnen an Barren, Pferd und Co. sein kann, bevor die Damen der Häfler Vorführgruppe der Turnerschaft Friedrichshafen 1862 um Klara Schweizer moderne Gymnastik präsentierten und einen fühlbaren Hauch von Emotionen durch das Rund schweben ließen. In einem Wechselspiel zweier Realitäten strapazierte „Wall Clown“ Tobias Wegner mit einer unverwechselbaren Show aus Humor, Charme und Komik die Vorstellungskraft seines Publikums, indem er, agierend in einer eigens aufgestellten Wandbox, mit simplen Verdrehungen die Perspektiven wortwörtlich auf den Kopf stellte. „So etwas haben wir noch nie gesehen. Ich kann nicht fassen, wie einfach auszuführen aber doch faszinierend diese Nummer ist“, stellte Horst Lebermann in Reihe zwei ungläubig fest.

Rollschuhfahren mit höchster Präzision in einer Halfpipe und gleichzeitig anspruchsvolle Jonglage vorzuführen oder mit sich frei beweglichen Rollen, Bällen und Brettern zu balancieren, damit ließ Till Schleinitz die Herzen seiner Fans höher schlagen, während David Locke auf seinem LED-Cyr, eine Art Röhnrad, mit farbigen Leuchtmitteln anmutige Bewegungsbilder schuf und die vier Freunde von Cirque la Compagnie eine innovative Artistik-Darbietung mit Hilfe ihres Teeterboards und einer Chinese Pole die Besucher in Staunen versetzten.

Die Schwerkraft außer Kraft setzen

Die artistische Kunst des Balancierens in Perfektion beherrschte Danilo Marder, als er mit einer Vollkommenheit, Tatkraft und Hingabe durch seine Handstandequilibristik die physische Schwerkraft außer Kraft zu setzen schien, bevor die junge russische Damennationalmannschaft mit spektakulären Würfen und bewundernswerter Synchronität die Arena zum Kochen brachte. „Die Trampolin-Nummer von den Catwall Acrobats hat mich sehr begeistert. Diese wahnsinnigen Sprunghöhen und Tempo-Figuren auf dem Butterfly-Trampolin zum Takt der Musik waren unfassbar gut“, schwärmte Besucherin Inka Talheim am Ende einer Show, die eindrucksvoll zeigte, wie großartig die Bandbreite des Turnsports sein kann.

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