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Internetseite sieht Riebsamen und Weidel im Bundestag

„Mandatsrechner.de“ rechnet aktuelle Umfrageergebnisse in Sitze im Parlament um

Der Mandatsrechner berechnet auf der Grundlage aktueller Umfragen, wie viele Bundestagsmandate die Parteien bekommen würden.
Der Mandatsrechner berechnet auf der Grundlage aktueller Umfragen, wie viele Bundestagsmandate die Parteien bekommen würden.
Screenshot cdi

Friedrichshafen sz Aktuell vertreten Lothar Riebsamen (CDU) und Annette Groth (Die Linke) die Interessen des Wahlkreises Bodensee (WK 293) in Berlin. Groth tritt bei der Wahl im September nicht mehr an. Umfragen deuten darauf hin, dass Riebsamen sein Direktmandat behalten und zusätzlich Alice Weidel (AfD) über die Landesliste in den Bundestag einziehen wird.

Die Internetseite „Mandatsrechner.de“ rechnet Umfrageergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Berliner „Tagesspiegel“ in Mandate um. Dazu greift sie auf Daten verschiedener Meinungsforschungsinstitute zurück, darunter das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD Allensbach), Forsa, Infratest dimap und Civey. Auf dieser Grundlage berechnet sie, wie viele Mandate die Parteien in den Bundesländern erhalten würden. Dabei wird zwischen Politikern unterschieden, die über ein Direktmandat in den Bundestag kommen, und Politikern, die den Einzug über einen Listenplatz schaffen. Bis zum Wahltag werden die Daten – den neuesten Umfragen entsprechend – aktualisiert. Das bedeutet: Wenn sich die Umfrageergebnisse ändern, passen sich auch die Vorhersagen an.

Riebsamen würde Direktmandat gewinnen

Ausgehend von den Daten des Meinungsforschungsinstituts Forsa vom 6. September würde die CDU alle Direktmandate in Baden-Württemberg gewinnen. Damit hätte Lothar Riebsamen (CDU) den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft. Wenn es ihm nicht gelingt, das Direktmandat zu holen, scheidet er aus dem Parlament aus. Der Grund: Riebsamen steht nicht auf der Landesliste der CDU in Baden-Württemberg.

Die SPD konnte bei der vergangenen Bundestagswahl 25,7 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinen. Damals kamen 20 Sozialdemokraten über die Landesliste nach Berlin. Aktuelle Umfragen sehen die SPD bei 23 Prozent. Entsprechend würden nach derzeitigem Stand nur noch 16 Sozialdemokraten ein Mandat über die Landesliste erhalten. SPD-Kandidat Leon Hahn, der Listenplatz 28 belegt, würde keinen Sitz im neuen Bundestag bekommen.

Neun Liberale kämen nach Berlin

Wahlforscher sehen die FDP bei acht Prozent. Die Partei wäre mit diesem Ergebnis wieder in Berlin vertreten, nachdem sie 2013 den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde verpasst hatte. Allerdings würden über die Landesliste lediglich neun Liberale in den Bundestag einziehen. Christian Steffen-Stiehl, Direktkandidat für den Wahlkreis Bodensee, wäre mit Listenplatz 32 chancenlos. Das gilt auch für Markus Böhlen, Direktkandidat der Grünen: Er belegt Listenplatz 36. Gegenwärtig würden neun Grüne über die Landesliste in den Bundestag einziehen, bei der vergangenen Wahl waren es zehn.

Die AfD liegt in den Umfragen bei neun Prozent und würde erstmals den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen. Alice Weidel, Direktkandidatin für den Wahlkreis Bodensee und Spitzenkandidatin der AfD, wäre mit Listenplatz eins sicher im 19. Deutschen Bundestag vertreten. Claudia Haydt von der Linkspartei hingegen würde den Einzug verpassen. Sie belegt Listenplatz sieben, derzeit kämen nur die Kandidaten auf den vier ersten Listenplätzen ins Parlament.

Die anderen Parteien sind laut Umfragen weit davon entfernt, in den Bundestag einzuziehen. Somit hätten auch ihre Kandidaten nach aktuellem Stand keine Chance, in Berlin mitzureden.

Den Mandatsrechner finden Sie im Internet unter

www.mandatsrechner.de

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