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Ins Hotel Rebstock soll ein Steakhaus einziehen

Mehmet Yetis hat traditionsreiches Haus übernommen – Eröffnung im Januar

Mengen sz Mengen soll ein Steakhaus bekommen: Mehmet Yetis hat das traditionsreiche Hotel und Gasthaus Rebstock übernommen. „Ich bin gerade beim Umbauen“, sagt er im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung. Zu viel verraten mag er noch nicht, er ist noch in der Planungsphase. Die Eröffnung peilt er für Mitte oder Ende Januar an. Momentan führe er Personalgespräche. Er habe eventuell vor, einen Koch, der auch schon im Fernsehen aufgetreten sei, einzustellen. Die Gespräche seien aber noch nicht abgeschlossen.

In Bad Saulgau und Riedlingen gibt es Steakhäuser, so ähnlich könnte dann auch die Mengener Variante gestaltet sein. In Mengen fehle ein solches Restaurant, erklärt Yetis sein Engagement. Auch möge er selber gerne Steaks. Er wolle nicht nur ein Restaurant im Rebstock eröffnen, sondern auch den Hotelbetrieb wieder aufnehmen.

Mehmet Yetis ist schon seit vielen Jahren in der Gastronomiebranche tätig. Seinen Angaben zufolge führt er den Zoller Treff und das Eiscafé La Torre in Mengen, auch in Bad Saulgau ist er gastronomisch tätig. Und 15 Jahre lang leitete er den Kebab-Laden Yetis in Mengen. Er versichert aber lachend mit Blick auf sein Engagement im Rebstock: „Nein, es wird kein Kebab-Laden.“ Beim Betrieb des Hauses könne er auf die Mithilfe seiner Familie zählen. Die Familie Yetis betreibt auch die Aral-Tankstelle und ein Autohaus.

Das Hotel Rebstock kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Jahrzehntelang haben Otto-Karl Linder und seine Ehefrau das Haus geführt. Baden-württembergische Ministerpräsidenten, Schriftsteller, Philosophen – sie alle waren zu Gast. 1942 hatte Otto-Karl Linders Großvater den Rebstock übernommen, anschließend führte sein Vater das Haus. Von 1974 bis zum Frühjahr dieses Jahres haben dann Otto-Karl Linder und seine Frau den Rebstock geführt.

Otto-Karl Linder hat mit dem Rebstock abgeschlossen

Die Linders verkauften den Rebstock, seitdem gibt es einen neuen Eigentümer. Dessen Frau hat das Haus aber nicht lange betrieben: Nach wenigen Monaten wurde es schon wieder geschlossen. Mehmet Yetis hat seinen Angaben zufolge nun den Rebstock gepachtet.

„Ich sehe das relativ emotionslos“, meint Otto-Karl Linder zur Zukunft des traditionsreichen Mengener Gasthauses. Er habe inzwischen damit abgeschlossen. 40 Jahre lang habe er den Rebstock mit Anstand betrieben, jetzt gehe ihn das nichts mehr an.

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