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In den Kreis fließen 316 800 Euro für Integrationsmanager

Land gibt Höhe der Fördermittel bekannt – 4,5 Stellen im Kreis

Der Kreis erhält Geld vom Land für die Beschäftigung von sogenannten Integrationsmanagern
Der Kreis erhält Geld vom Land für die Beschäftigung von sogenannten Integrationsmanagern
Armin Weigel/dpa

Kreis Sigmaringen sz Die Kommunen in Kreis und Land, die Integrationsmanager für die Sozialberatung von Geflüchteten einstellen möchten, haben jetzt Klarheit über die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel. Dies teilen Sozialminister Manfred Lucha und die Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden (beide Grüne) mit. Das Sozial- und Integrationsministerium und die kommunalen Landesverbände haben sich auf eine Verteilung der 116 Millionen Euro verständigt, die das Land den Kommunen während der zweijährigen Laufzeit des Paktes für Integration für das Integrationsmanagement bereitstellt. Davon profitieren auch die Städte und Gemeinden im Landkreis Sigmaringen, die jetzt Mittel abrufen beziehungsweise beantragen können. So stehen laut Andrea Bogner-Unden für den Landkreis Sigmaringen insgesamt 316 839 Euro zur Verfügung. „Mit den Integrationsmanagern gibt es endlich und erstmals eine professionelle Betreuung und Begleitung für Flüchtlinge mit abgeschlossenen Verfahren. Sie waren bislang immer auf sich alleine gestellt“, wird Andrea Bogner-Unden in einer Pressemitteilung zitiert. Die Sigmaringer Landtagsabgeordnete betont: „Dieses Konzept eines flächendeckenden und strukturierten Integrationsmanagements nach der vorläufigen Unterbringung ist bislang bundesweit einzigartig. Es soll dazu beitragen, dass aus Flüchtlingen bald Mitbürger werden.“

Die Gemeinden im Land konnten jeweils entscheiden, ob sie selbst Integrationsmanager beschäftigen oder sich mit anderen Gemeinden zusammenschließen möchten. Nach Abstimmung mit den Städten und Gemeinden hat der Landkreis Sigmaringen die Organisation und Koordinierung des Integrationsmanagements übernommen, sagt Anja Schäfer, Leiterin des Fachbereichs Recht und Ordnung auf Nachfrage. Damit könnten ein flächendeckendes Konzept, eine einheitliche Umsetzung und gleiche Standards gewährleistet werden. Die Aufgabe als solche – also die soziale Beratung und Begleitung von Flüchtlingen in der Anschlussunterbringung – wurde vertraglich auf den Caritasverband im Landkreis Sigmaringen übertragen. Der Caritasverband habe bereits einen Teil des hierfür erforderlichen Personals eingestellt. Insgesamt werden rund 4,5 Stellen benötigt. Derzeit klärt der Landkreis zusammen mit dem Caritasverband die Einzelheiten der Konzeption. So muss beispielsweise ergänzend zur personellen Besetzung noch der räumliche Wirkungskreis beziehungsweise das Einsatzgebiet des einzelnen Sozialarbeiters festgelegt werden. Nun stehen der rechtliche Rahmen und die Finanzierungsmodalitäten endgültig fest.

Zentrale Aufgabe von Integrationsmanagern ist die individuelle und niedrigschwellige Sozialberatung und -begleitung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Am Beginn jeder Beratung steht das Erstellen des Integrationsplans. In diesem werden die persönlichen Daten wie Qualifikationen und Kompetenzen, Schulbildung und Berufsabschluss oder die individuelle Entwicklungen sowie die zu erreichenden Ziele schriftlich fixiert. Dabei geht es unter anderem um Fragen des Spracherwerbs, der Arbeitsmarktintegration, der Anerkennung ausländischer Qualifikationen sowie um Wohnen, Schule und Bildung. Der Integrationsplan wird kontinuierlich fortgeschrieben. Mit Hilfe des Integrationsmanagements sollen Geflüchtete in die Lage versetzt werden, vorhandene Strukturen und Angebote selbständig nutzen zu können.

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Kommentare (3)
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@2 . Esperanto und Gebärdensprache wäre von Vorteil und bei denen wo es gar nicht funktioniert, den Wink mit dem Zaunpfahl oder dem anwenden der Dachlatte.

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Über welche sprachlichen Kompetenzen sollen die Integrationsmanager verfügen?

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Werden wieder Peanuts verteilt, was hätte man dafür alles Sonstige damit machen können.

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