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In Ravensburg fehlen Wohnungen für Flüchtlinge

Auch Bedarf an Plätzen in der Anschlussunterbringung wächst weiter

Raus aus der Gemeinschaftsunterkunft, rein in die eigene Wohnung: Die Unterbringung von geflüchteten Menschen ist in Ravensburg nach wie vor schwierig.
Raus aus der Gemeinschaftsunterkunft, rein in die eigene Wohnung: Die Unterbringung von geflüchteten Menschen ist in Ravensburg nach wie vor schwierig.
dpa/Paul Knecht

Ravensburg sz Die Stadt Ravensburg benötigt dringend weitere Unterkünfte für Flüchtlinge. Zwar ist die Zahl der Geflüchteten stark rückläufig. Doch es fehlen sowohl Plätze in der Anschlussunterbringung als auch Wohnungen auf dem freien Markt.

Rund 780 Flüchtlinge leben derzeit in Ravensburg in der vorläufigen Unterbringung (Gemeinschaftsunterkünfte des Landkreises) und in der Anschlussunterbringung (Räumlichkeiten der Stadt). „Wir haben große Rückgänge bei den Flüchtlingszahlen“, berichtete Erster Bürgermeister Simon Blümcke in der Sitzung des Sozialausschusses. Er sprach von einer „machbaren Größe“. Eine „große Herausforderung“, so Blümcke, sei jedoch der Übergang in normale Unterkünfte: „Wir brauchen ganz viele bezahlbare Wohnungen.“

„Unser Thema ist der Übergang von der Not-Unterbringung in den Alltag“, sagte Sozialamtsleiter Stefan Goller-Martin im Gremium. Rund zwei Drittel der Geflüchteten, die in den Jahren 2015 und 2016 gekommen seien, würden ein Bleiberecht mit unterschiedlichem Status erhalten. Nach der Erstaufnahme durch das Land kam dieser Personenkreis in die vorläufige Unterbringung durch den Landkreis. Nun, so Goller-Martin, verschiebe sich dies in die Anschlussunterbringung, für die die Stadt Ravensburg zuständig ist. Was danach folgt, ist die größte Hürde: Das Finden einer Wohnung auf dem freien Markt.

In Ravensburg leben derzeit rund 280 Personen in der vorläufigen Unterbringung und 500 in der Anschlussunterbringung. 2018, so die Schätzung, werden zwei Drittel der Menschen, die derzeit in der vorläufigen Unterbringung sind, in eine Unterkunft der Anschlussunterbringung wechseln. Zudem werden, so die Stadtverwaltung, 50 bis 70 weitere Personen kommen, die im Rahmen des Familiennachzugs ein Bleiberecht erhalten. „Wir brauchen daher 100 bis 120 weitere Plätze in der Anschlussunterbringung“, sagte Goller-Martin. Und es fehlen nach wie vor von der Stadt anmietbare oder private Wohnungen, in die Flüchtlinge nach der Zeit in Gemeinschaftsunterkünften umziehen können.

Räumlichkeiten der vorläufigen Unterbringung befinden sich in Ravensburg in der Weidenstraße, in der Schmalegger Straße, in der Gartenstraße, in der Karlstraße, im Grünlandweg und in der Wangener Straße. Plätze in der Anschlussunterbringung befinden sich in der Florianstraße, in der Seestraße, in Oberzell, in der Robert-Bosch-Straße, in der Springerstraße, in der Ringgenburgstraße sowie in städtisch angemieteten und privaten Wohnungen.

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Kommentare (7)
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wäre es nicht einmal notwendig, über die vorhandenen Sozialwohnungen, die von inzwischen Gutverdienern, oft seit ihrer Studentenzeit belegt sind, nachzudenken und einmal eine Überprüfung vorzunehmen? Das würde sicher viele "Sozial" Wohnungen in Frage stellen. mehr

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Lieber Herr Goller-Martin, mieten Sie doch zur Anschlussunterbringung Wohncontainer an. Problem gelöst.

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@1
Das wird vermutlich erst dann geschehen wenn man die Altparteien nicht mehr wählt. Bei diesem Artikel bleibt einem das Essen im Halse stecken.
Bevor die Stadt sich darüber Sorgen macht die Flüchtlinge unterzubringen, sollte sie sich erst um die einheimischen (Steuerzahler) kümmern, die diesen Müll finanzieren. Städte und Kommunen bauen fleißig für diese Menschen, und die Steuerzahler werden in der Baracke untergebracht weil sie aus ihrer Bleibe mussten und nichts gefunden hat. Die Stadt hat ja auch nix frei. Pfui teufel. Nochmal ein Grund um aus Deutschland auszuwandern. mehr

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Ps: auf eBay Kleinanzeigen kann man die deutlichen Probleme sämtlicher Familien erkennen, die Wohnungen suchen - doch sie finden nichts - sicherlich kommen 80-140 Bewerbungen pro Wohnung zusammen !!!!

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Es gibt die Grundsicherung im Alter .Wer wenig Rente aus Rentenentgeltpunkten bekommt , kann diese beantragen . Dies kann einige hundert EURO mehr im Monat ausmachen . Ich kann diese effekthaschenden Berichte von armen ,pfandflaschensammelnden und mülleimerkruschtelnden Rentner und innen
nicht leiden , die dann von der bösen Security auch noch aus dem Bahnhof geschmissen werden . Wer sich " schämt " diese Grundsicherung zu beantragen, ist selbst schuld . Es ist wirklich genug Geld da , ein Mausklick von Mario und schon stehen wieder 100 Milliarden EURO putzmunter bereit . mehr

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"Machbare Größe - Wir brauchen ganz viele bezahlbare Wohnungen" ?? - Ne, Herr Bürgermeister, so nicht. Was bitte ist angesichts von Männern, Frauen und Kindern auf der Flucht eine "machbare Größe". Und vor allem, wer "macht" denn, dass diese Menschen angemessen wohnen können? Sie doch nicht. das erwarten Sie von anderen, vor allem von Ehremamtlichen. Die entscheiden, ob es machbar ist. Und es geht auch nicht um "bezahlbaren" Wohnraum, sondern um eine "leistbare" Wohnung. Bezahlbar nämlich ist alles, wenn ich nur genug Sponsoren habe. Einer dieser Sponsoren ist der Staat selbst, der die oft überhöhten Mieten, den Mietwucher mit dem Wohngeld subventioniert, statt mit diesem Geld selbst genügend Wohnraum für die wirtschaftlich Schwachen zu bauen. Das sind aber nicht nur Flüchtlinge. Es gibt genug einheimische Menschen, denen die Warmmiete plus Nachzahlungen, die Haare vom Kopf frisst. - SW mehr

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Ach.Der Wohnungsnot betrifft also nur Flüchtlinge?Wir haben ja eine steigende Altersarmut in Deutschland da werden die nächsten Jahre bestimmt Wohnungen frei wenn man die Alten dann raus wirft weil sie die Mieten nicht mehr zahlen können.Manchmal würde man sich wünschen unsere Gemeinden würden sich für sozial schwache Deutsche auch so einsetzen. mehr

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