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Lindau (Bodensee)
Lokales

Im Langenweg geht es gut voran

Oberbürgermeister Gerhard Ecker besichtigt die Großbaustelle für die Unterführung

OB Gerhard Ecker hat sich mit einzelnen Stadträten und der Presse über die Baufortschritte am Langenweg informiert.
OB Gerhard Ecker hat sich mit einzelnen Stadträten und der Presse über die Baufortschritte am Langenweg informiert.
Dirk Augustin

Lindau sz Beim Bau der Unterführung zeichnet sich eine planmäßige Fertigstellung im Frühjahr ab. Das haben die Verantwortlichen bei einer Besichtigung der Großbaustelle im Langenweg am Freitag deutlich gemacht. Vorzeitig kann die Stadt den Verkehr aber auch nicht freigeben, auch wenn es für Laien so aussieht, als wäre die Straße fast fertig.

Gleich mehrere Faktoren sind laut Oberbürgermeister Gerhard Ecker dafür verantwortlich, dass diese Baustelle im Plan ist: Dazu gehörte der unverrückbare Termin für den Einschub der Bahnbrücke Im September, für den die Bahnstrecke zehn Tage lang gesperrt war. Beteiligte Baufirmen wussten, dass sie diesen Termin unter allen Umständen halten müssen. Zudem laufe die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Baufirmen Dobler und I+R richtig gut. Das ist, drittens, vor allem der Verdienst von Marcus Gebauer, die für die Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau (GTL) das Projekt leitet und seit Monaten kaum was anderes macht, als für die Unterführung zu schaffen und all die Probleme zu lösen, die bei einem solch großen Projekt unerwartet auftauchen.

Entsprechend dankte Ecker am Freitag Gebauer, aber auch Jürgen Macolla von der Firma Dobler, Technischer und Kaufmännischer Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Dobler/I+R. Beide führten den OB mit einzelnen Stadträten über die Baustelle. „Ich sage nicht, dass wir früher fertig werden, aber wir werden sicher zum Termin fertig“, sagte Gebauer. Ecker berichtete, dass die Verantwortlichen über eine vorzeitige Öffnung zumindest der Fahrbahnen nachgedacht hatten, dass dies aber den weiteren Bauablauf gefährden würde. Deshalb verzichtet die Stadt darauf.

Zugleich warnte er vor dem Eindruck, die neue Zufahrt zur Insel wäre fast fertig. Denn es ist noch viel zu tun, was der Laie nicht sofort sieht. Dazu gehört neben einem Regenklärbecken auch die neue Zufahrt zum Karl-Bever-Parkplatz. Vor allem meint Gebauer damit aber den Geh- und Radweg. Die Betonbrücke zwischen Karl-Sting-Straße und Hundweiler Straße soll vor Weihnachten im Rohbau fertig werden. Länger dauern wird aber der Bau der Geh- und Radwege zwischen Europaplatz und dem neuen Kolpingkreisel.

Im Frühjahr ist die Kolpingstraße eine Woche lang gesperrt

Und zu guter Letzt müssen die Arbeiter im Frühjahr noch den Feinbelag auf alle Fahrbahnen aufbringen. Dafür muss es warm und möglichst trocken sein. In der Unterführung selbst ist das problemlos möglich, die Kolpingstraße muss dafür eine Woche lang gesperrt werden. Welcher Termin am besten ist, das klären Baufirmen, staatliches Bauamt und Stadt derzeit.

OB Ecker zeigte sich begeistert von der Weite der Unterführung, die wahrlich nicht wie ein Tunnel erscheint. „Das ist mir sehr wichtig, dass niemand dort Angst haben muss.“ Überzeugend hat Gebauer zudem die Maßnahmen zum Hochwasserschutz erläutert, welche gegenüber den Plänen nochmals verstärkt wurden mit einem zusätzlichen Einlauf schon im alten Langenweg.

Während die Straßen wie früher bis zu acht Prozent Gefälle aufweisen, müssen Fußgänger, Radfahrer und Rollstuhlfahrer nur vier Prozent, an wenigen Stellen sechs Prozent Steigung überwinden. Für Rollstuhlfahrer gibt es mitten in der Gefällstrecke im alten Langenweg eine neue ebene Fläche, auf die sie sich stellen und ausruhen können.

Erläutert hat Gebauer auch, dass die Schallschutzmauern am Kolpingkreisel noch nicht fertig sind. Denn die Betonmauern erhalten noch eine Auflage, die Schall aufnimmt. zusätzlich werden die Mauern begrünt.

In der Hundweiler Straße stehen noch vor Weihnachten die Arbeiten für den großen Asphalt an, so dass die Stadt den Verkehr durch die künftig 4,50 Meter hohe Unterführung unter der Kolpingstraße freigeben kann. Dann erfolgt auch die Zufahrt zur Arbeitsagentur ausschließlich durch die Hundweiler Straße, die bereits eine Sackgasse ist.

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Was die Betonbrücke zwischen Karl-Sting-Straße und Hundweiler Straße letztendlich für einen Sinn hat, habe ich noch nicht so richtig verstanden.

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