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Lokales

Hungrige Polizisten nehmen’s nicht so genau

Beamte parken im absoluten Halteverbot auf dem Bürgersteig und holen sich Essen – Polizei entschuldigt sich

Polizisten parken im absoluten Halteverbot. Allerdings sind sich nicht im Einsatz, sondern hungrig: Ein Zeuge beobachtet, wie sie sich im Döner-Imbiss auf der anderen Straßenseite etwas zu essen holen.
Polizisten parken im absoluten Halteverbot. Allerdings sind sich nicht im Einsatz, sondern hungrig: Ein Zeuge beobachtet, wie sie sich im Döner-Imbiss auf der anderen Straßenseite etwas zu essen holen.
Andreas Bauer

Sigmaringendorf sz Da war der Hunger wohl ziemlich groß: Ausgerechnet Polizisten haben am Donnerstagabend gegenüber von Star Döner in der Ortsdurchfahrt von Sigmaringendorf im absoluten Halteverbot und dann auch noch auf dem Bürgersteig geparkt, um sich etwas zu essen zu holen. Andreas Bauer beobachtete sie dabei, wie sie in aller Ruhe in der Schlange vor der Theke standen. Er ärgert sich: Die Polizei habe klar ihre Vorbildfunktion verletzt. „Dort wird auf beiden Seiten andauernd total chaotisch geparkt“, sagt Bauer. „Dadurch kommt es teilweise zu schwierigen Verkehrssituationen.“ Das sei vor allem dann der Fall, wenn Lastwagen durch die Straße fahren. „Wieso sollen sich normale Autofahrer an diese Gebote halten, wenn die Polizei es auch nicht macht?“

Ihr Kommentar zum Thema
Kommentare (19)
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@18
Sie dürfen sich entspannen – Ihre Sorgen sind komplett unbegründet:

1.Selbstverständlich respektiere ich die Verkehrsregeln.
2.Selbstverständlich bin ich dafür, dass sich alle daran halten – auch Polizeibeamte.
3.Ich kenne die fragliche Straße und fahre da öfters durch, allerdings ohne inneren Drang, etwas zu fotografieren und jemanden zu observieren, um die „Beute“ dann bei einer Lokalredaktion abzuliefern.

Nochmals zu Ihrer Aussage: "Aber nicht nur in der Disziplin Parken scheidet die Polizei aus."

Ziemlich unspezifisch - wie eben alle Pauschalurteile. Mit Verallgemeinerungen und Andeutungen lässt sich aber trefflich „punkten“, winkt doch schäbiger Applaus.
Ihre „Spitze“ lässt jedenfalls tief blicken, zumal sich die Polizei umgehend entschuldigt hat.

Ach ja, und jeder hat dann so seine Prioritäten:
Ich möchte nicht in einem Land leben, in dem man befürchten muss, dass es Usus wird dass übereifrige, hoheitlich aktive Mitbürger Verkehrsverhalten wegen so etwas fotografieren und observieren, um es dann veröffentlichen zu lassen.

Wenn sich die Dimension eines Regelverstoßes und der entstandene Schaden in Grenzen hält, sollte im Interesse einer gepflegten Konfliktkultur eine persönliche, nicht öffentliche Klärung ausreichen. Man nennt das auch Verhältnismäßigkeit.

Ich nehme mal an, dass es bei Sigmaringendorf nicht nur eine Lokalredaktion, sondern auch ein Polizeirevier gibt, wo man dieses aufgeblasene Skandälchen hätte mit dem gleichen Ergebnis thematisieren können.

Das fragliche Vorgehen duftet penetrant streng nach Pranger und das möchte ich gerne weiterhin unsympathisch finden.

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@17
Sie haben recht, die Polizei hätte eine bessere Imagekampagne verdient!
Dazu ist es aber wenig förderlich, wenn sich die Polizei zum wiederholten male nicht an die Verkehrsregeln hält welche sie eigentlich überwachen sollte.
Den schwarzen Peter demjenigen unterzuschieben welcher dies anzeigt ist mm nicht in Ordnung.

"Das Foto beweist nämlich, dass bei geringstem Verkehrsaufkommen genau nichts "passiert" ist. Der PKW auf der rechten Fahrbahn konnte jedenfalls ungehindert passieren."

Meinen Sie das im ernst? D.h Sie halten sich auch nur an Verkehrsregeln, wenn es Ihnen für sinnvoll erscheint?
Was würde die Polizei dazu sagen,?
Geringstem Verkehrsaufkommen? Sie waren wohl noch nie an dieser Strasse...
Ich bin froh in einem Land zu leben, wo sich alle- egal welcher Berufsgruppe sie nun angehören- an die Gesetze halten müssen. Einige sehen das hier wohl anders.
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@16
"Aber nicht nur in der Disziplin Parken scheidet die Polizei aus."

Es geht also doch um Polizei-bashing - gell. Diese Berufsgruppe hätte allerdings gerade in der heutigen Zeit eher eine positive Imagekampagne verdient, anstatt
undifferenzierte Vorurteile zu bedienen.
Nicht jeder muss es sympathisch oder gar couragiert finden, wenn einer sofort die Kamera "zieht" und die Betroffenen beim Döner-Kauf observiert. Richtig billig.
Da hätte es menschlich sympathischere Möglichkeiten gegeben, als indirekt eine ganze Berufsgruppe öffentlich "in die Pfanne zu hauen."

Das Foto beweist nämlich, dass bei geringstem Verkehrsaufkommen genau nichts "passiert" ist. Der PKW auf der rechten Fahrbahn konnte jedenfalls ungehindert passieren.
Richtig beruhigend, dass sich die "private Verkehrsüberwachung" in Grenzen hält. mehr

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Fakt ist nun mal das genau und nur die Berufsgruppe genau die Vorbildfunktion hat.

Es spielt also keine Rolle ob jung ob alt. Ohne Sonderrechte haben sich die Kollegen an die Verkehrsrechte zu halten.

Aber nicht nur in der Disziplin Parken scheidet die Polizei aus. mehr

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@14
Komisch, in den Kommentaren fanden es alle ok und nicht so schlimm.
Also menen Sie doch den Pressebericht, oder?
Nochmal: Paketzusteller haben eine strafe zu befürchten im Gegensatz zur Polizei. Und ein Paket zustellen geht schneller als nen Döner essen.
Mich ärgert weniger das Verhalten der Polizei, vielmer die Tatsache dass sich Leute darüber beschweren, dass man das zur Diskussion stellt mehr

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@ 10: Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich fnde es nicht lächerlich in der Presse davon zu berichten. Ich finde es lächerlich, das man sich über so etwas aufregen kann. Das es wirklich Menschen gibt, die so viel Langeweile/Frust/Tagesfreizeit haben um sich über so etwas aufzuregen. Einen Döner holen wird wohl keine 2 Stunden gedauert haben. Wie so mancher hier schon schrieb, bei einem Hermes, DHL oder DPD Fahrzeug hätte sich niemand aufgeregt. mehr

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Ja, die Polizei hat eine Vorbildfunktion. Ich möchte nicht mit den Polizisten tauschen, auch nicht wenn ich dann jederzeit im Halteverbot parken dürfte und All-you-can-eat-Döner-for-free bekäme. Beruflich habe ich viel Kontakt mit der Polizei, aber trotz alledem noch immer Respekt.
Wenn der Rettungsdienst das Gleiche macht, wird dann auch die Presse informiert oder fragt man dann beim Gesundheitsamt nach, wem vom Essen schlecht wurde?
Und wenn die Polizisten das regelmäßig machen - das zeigt doch auch, dass sie keine Götter sondern einfach Menschen sind.
Ich möchte wetten, würde man die Polizisten freundlich angesprochen hätte, vielleicht mit einem "so, seid ihr auch hungrig?" als Einstieg, würde es mehr Einsicht bringen als mit der Kamera.
Wenn der vorhin beschriebene Paketbote sagen würde, "sorry Leute, ich hatte so nen Bärenhunger, ich brauchte was zwischen die Zähne, ich bin schon weg!" anstatt "Mensch, habt ihr nix Besseres zu tun, wo soll ich denn parken? Habt ihr ein Problem damit?" dann ist die Reaktion bestimmt auch menschlicher. mehr

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Bei einigen Kommentaren könnte man meinen, dass in der Donaumetropole Sigmaringendorf durch gewissenlose Falschparker ein irreparabler Verkehrskollaps verursacht worden sei.
Peinlich, wegen so einer "Verfehlung" so ein Fass aufzumachen.
Mit Sicherheit drückt die Polizei, wenn es vertretbar ist, öfters auch mal ein Auge zu, wovon auch manch "Unfehlbarer" profitieren dürfte.
Diese Kategorie von "Enthüllungsjournalismus" erinnert mich ein bisschen an stets "vorbildliche" Mitschüler mit bester Vernetzung zum "Pult".
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@9
Ein Paketzusteller hat aber mit konsequenzen zu rechnen, wenn er von der polizei erwischt wird.
Die polizei eben nicht.
Das ist der unterschied!
Und deswegen finde ich es wichtigt, dass sowas aufgezeigt wird
Von Vorbild funktion will ich nicht sprechen... mehr

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@7
Sie finden es also lächerlich, wenn man über die Presse auf Misstände aufmerksam macht?
Ok, Sie scheinen ein anderes Demokratieverständniss zu haben.
Es geht nicht darum andere an den Pranger zu stellen, sondern um gleiches Recht für alle.
Wenn Sie das lächerlich finden- ok mehr

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