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Rietheim-Weilheim
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Hotel „Travelinjoy“ plant Erweiterung

Auch neues Konzept für Restaurant in Rietheim-Weilheim ist vorgesehen
Das „Travelinjoy“ in Rietheim-Weilheim will sich verändern. Geplant sind eine Erweiterung sowie ein neues Konzept.
Das „Travelinjoy“ in Rietheim-Weilheim will sich verändern. Geplant sind eine Erweiterung sowie ein neues Konzept.
Alexandra Schneid

Rietheim-Weilheim sz Zwischen Weihnachten und Heilig Drei König ist für gewöhnlich eine ruhige Zeit. Das Hotel „Travelinjoy“ in Rietheim-Weilheim, das hauptsächlich Geschäftskunden von großen Firmen aus der Region beherbergt, hat sogar in dieser Zeit die Küche geschlossen. „Der Koch hat Urlaub. Die Nachfrage nach warmem Essen war nicht da“, erklärt Pächterin Simone Soliman. Wie man hört, soll es um das Restaurant „Njoy“ und das Hotel, die im November vor zwei Jahren geöffnet haben, recht ruhig geworden sein.

Laut Soliman ist das Gegenteil der Fall: Das Hotel soll erweitert sowie ein neues Konzept erarbeitet werden. Wie die Pächterin sagt, soll es bauliche Veränderungen im Restaurant geben. Denn: „Die Leute aus der Region möchten nicht in der Tankstelle sitzen“, erklärt sie. Das habe sie schon oft gehört. Geplant ist, statt klassischer Küche Burger und Steaks anzubieten – auch zum Mitnehmen. „Das To-Go-Geschäft kommt immer mehr“, sagt Soliman. Die Umstellung des Konzepts soll schon im Frühjahr erfolgen. Die Pächterin erhofft sich davon, attraktiver für die Region zu werden.

Die Erweiterung des Hotels mit derzeit 19 Zimmern werde wohl erst im Jahr 2019 umgesetzt, schätzt Soliman. „Wir tendieren dazu, 39 oder mehr Zimmer anzubauen“, verrät sie. In die Zimmer könnten auch dauerhaft Mitarbeiter von Firmen ziehen, die lediglich unter der Woche in der Region tätig seien, könnte sich die Pächterin vorstellen.

Unter anderem greift der örtliche Automobilzulieferer Marquardt auf das Angebot des Hotels zurück. Wie Pressesprecher Ulrich Schumacher auf Nachfrage mitteilt, habe das Unternehmen vergangenes Jahr mehr als 200 Übernachutungen für Kunden und Mitarbeiter gebucht. Wären mehr Zimmer frei gewesen, hätte das Unternehmen auch weitere gebucht. Schumacher bestätigt, dass es unabhängig von dem Hotel in Rietheim-Weilheim Gespräche gegeben habe, dauerhaft Zimmer anzumieten. Das sei schon länger her, außerdem habe man sich dagegen entschieden, sagt der Pressesprecher.

Rietheim-Weilheims Bürgermeister Jochen Arno kennt das Bauvorhaben. Konkrete Erweiterungspläne lägen allerdings noch nicht vor. Wie Arno berichtet, habe er den Gemeinderat bereits im Spätsommer vergangenen Jahres darüber informiert. Die Reaktion der Räte sei positiv gewesen. Bereits beim Bau des Hotels habe die Gemeinde nebenan Flächen für eine mögliche Erweiterung freigehalten, sagt der Bürgermeister. In einem Gespräch mit Pächterin Simone Soliman habe Arno auch von den Schwierigkeiten erfahren, geeignetes Personal zu finden. Auf Nachfrage berichtet Soliman, dass sie im Frühjahr und Sommer vergangenen Jahres ihr Personal umgestellt habe. Von ehemals 28 sind derzeit 15 Leute beschäftigt.

„Wir hatten desolates Personal aus der Region“, erklärt Soliman den Einschnitt. Manche hätten „im großen Stil“ Geld geklaut. Mit „kriminellen Mitarbeitern aus der Region“ habe man schnell seinen Ruf weg. „Die Leute brauchen was zu reden. Das ist das Schlimme daran“, sagt sie. Über die Schadenshöhe will sie nicht sprechen. Rechtliche Schritte seien eingeleitet worden.

Personal wird derzeit händeringend gesucht. „Wir sind in der Auswahl vorsichtiger geworden“, sagt die Pächterin nach den negativen Erfahrungen. Positiv hingegen sieht sie die Auslastung des Hotels: „Über das Jahr gesehen haben wir eine Auslastung von 86 Prozent.“ Ab Montag, 8. Januar, sollen es 92 Prozent sein. Dann wird laut Soliman auch wieder der Koch im Einsatz sein.

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