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Hotel-Bau: Pächter springt ab

Der Hotel-Investor muss noch auf die Baugenehmigung der Stadtverwaltung warten
Ob und wann das Hotel in Meßkirch entstehen soll, bleibt vorerst ungewiss; noch wartet der Investor auf eine Änderung des Flächennutzungsplans.
Ob und wann das Hotel in Meßkirch entstehen soll, bleibt vorerst ungewiss; noch wartet der Investor auf eine Änderung des Flächennutzungsplans.
Symbol: Oliver Berg / dpa

Meßkirch sz Dass südöstlich der Stadt Meßkirch ein Drei-Sterne-Hotel mit angegliedertem Restaurant entstehen soll, darin seien sich laut Bürgermeister Arne Zwick alle einig. Doch eine entsprechende Baugenehmigung sowie ein passender Pächter für das Hotel lassen nach wie vor auf sich warten. Zuerst müsse die Stadtverwaltung noch den Flächennutzungsplan erstellen. Der Gemeinderat hatte einer Veränderung der Nutzungsfläche für die Errichtung eines neuen Hotels zugestimmt. Investor des Projekts ist Herbert Alber, in Meßkirch bekannt als Betreiber eines Metallverarbeitungsunternehmen unter seinem Namen.

Auf die Frage nach dem Stand der Dinge in Sachen Hotelplanung,sagt der kaufmännische Leiter von Alber, Tim Kühne, gegenüber der SZ: „ Der Ball liegt bei der Stadt, wir warten noch auf die Baugenehmigung und sind auch noch auf der Suche nach einem geeigneten Pächter.“ Der Pächter, den Herbert Alber vorher im Auge hatte, sei inzwischen wieder abgesprungen. Auch der finanzielle Rahmen für das geplante Hotelprojekt könne noch nicht angegeben werden, sagt Kühne. „Momentan steht ein grober Kostenrahmen, der aber noch nicht aussagekräftig ist“, so der kaufmännische Leiter.

Bürgermeister Arne Zwick erklärte auf Anfrage der SZ, dass vor der eigentlichen Baugenehmigung erst zwei weitere Schritte erfolgen müssten. Derzeit arbeite die Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Meßkirch noch an der Erstellung des Flächennutzungsplanes, bevor ein Bebauungsplan folgen und einer eingereichten Baugenehmigung für ein Hotel zugestimmt werden kann. „Derzeit kann dort noch gar nichts gebaut werden; erst recht kein Hotel“, sagt Zwick. Dies sei allerdings nicht ungewöhnlich, da das Projekt überaus aufwändig sei und es für den Flächennutzungsplan keinen zeitlichen Rahmen gäbe. Im Gemeinderat hat die Erstellung eines veränderten Flächennutzungsplans bereits im Dezember vergangenen Jahres politische Zustimmung erhalten. „Nun mahlen die Mühlen erst mal“, sagt der Bürgermeister und fügt hinzu: „Ich rechne schon damit, dass der Prozess im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen sein wird.“

Zwick beschreibt das Projekt rund um den Hotelbau als enorm wichtig für die Stadt. „Das ist eine super Infrastrukturmaßnahme und wir sind uns auch alle einig, dass wir ein Hotel wollen“, sagt er. Wie der Bau letztlich umgesetzt werden wird, bleibt vorerst offen. Geplant sind 30 Zimmer mit 60 Betten. Im Restaurant soll Platz für 120 Gäste geboten sein. Auf der anliegenden Terrasse sollen 30 bis 50 Leute Platz finden. Der Blick auf das Schloss und die Altstadt sollen Highlight des Baus werden. Eine entscheidende Rolle bei dem Bebauungsplan dürfte jedoch die Nähe zum Schützenhaus und die nötige Dämmung zum Lärmschutz spielen. Das Hotel soll etwa 60 bis 70 Meter entfernt vom Schützenhaus entstehen. Wer für die Dämmung zahlt, ist derzeit noch unklar.

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Kommentare (9)
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@6: Mir scheint die Wichtigkeit des Hotelneubaues unterschätzt zu werden. Eine Schiessanlage dürfte kein Grund sein ein so wichtiges Objekt dieser Stadt hinten anzustellen..

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Zu 6. Das ist das Grundproblem und vielfach die Ursache für ähnliche Auseinandersetzungen an anderen Orten.

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@6: Im Wohngebiet "Kirchenösch" in Meßkirch hat der morgendliche Hahnenschrei vor Jahren einen Lehrer gestört. Beim Ortstermin mit Bürgermeister, Fachmann vom Landratsamt und einem Amtsrichter war kein Hahnenschrei zu hören, trotzdem wurde dem Züchter der Rassehühner eine Auflage zur Lärmdämmung und Lüftung des Hühnerstalls auferlegt, die zeitnah umgesetzt werden musste.
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@3: Das Verursacherprinzip: So wie Sie es sehen, haben es auch schon andere gesehen. Vorwiegend sind dies linksgrüne, meistens Lehrer, die zuerst auf`s Land ziehen, weil günstigere Preise und dann zu meckern beginnen, weil es hin und wieder nach Gülle "stinkt". Oder sich über das Geläute von Kuhglocken aufregen. War alles schon da. Verursacher im konkreten Fall ist nicht der Schießsportverein, sondern diejenigen, die sich wissentlich über die seit langem bestehenden Emissionen dort niederlassen wollen. Genau so gut könnte man verlangen, eine Eisenbahnstrecke zu verlegen, weil man in deren Nähe ein Haus bauen will. Und ich glaube auch nicht, das in diesem Fall die Bahn für eine Lärmdämmung zu bewegen wäre. mehr

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@3: So einfach kann man es sich nicht machen. Die Schießanlage besteht schon viele Jahre und der Schießbetrieb und seine Außenwirkung sind bekannt. Warum muss das Hotel neben der Schießanlage gebaut werden? Es muss doch einen Alternativstandort für das geplante Hotel in Meßkirch geben. mehr

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Wozu eine aufwändige Dämmung, wenn in der Diskussion war, das Schießgelände zu verlegen? Was halten die künftigen Nachbarn vom möglichen Hotelbau?

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Die Lärmdämmung für die Schiessanlage wird wohl der Verein schultern müssen, der Verursacher der Lärmemmision ist ja hier eindeutig erwiesen. Zudem könnte die Ballerei an einen anderen Ort verlegt werden. mehr

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Eine entsprechende Baugenehmigung sowie ein passender Pächter für das Hotel lassen nach wie vor auf sich warten Vermutlich lässt sich das Problem der Baugenehmigung schneller lösen als einen geeigneten Pächter zu finden. mehr

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So, so, wer die Dämmung gegen den Schießbetrieb bezahlt, ist derzeit noch unklar. Dazu einige Anmerkungen: Erstens will die Gemeinde das gesamte Gebiet zum Baugebiet erklären, nicht nur das Gelände für das Hotel. Die gesamte Südwestseite des Hügels soll Baugelände werden. In der Vergangenheit dienten die Räume oberhalb des Gastraumes des Schützenhauses als Wohnung. Mittlerweile ist dort Leerstand und das gesamte Gebäude soll abgerissen werden, da mittlerweile absolut unbewohnbar. Zweitens hat der dort älteste Schützenverein Meßkirchs einen Pachtvertrag noch über etwa 25 Jahre, in dem genau geregelt ist, wie bei einer eventuellen Umsiedlung zu verfahren ist. Denn zu einer solchen muss es kommen, eine Dämmung wäre noch teurer. Die Kosten jedenfalls hätte laut Pachtvertrag nicht der Verein zu tragen. Zudem besteht für den Verein - auch im Rahmen einer Änderung der Flächennutzung ein Bestandsschutz, der maßgeblich bei einer Planung zu berücksichtigen sein wird. Obwohl es heutzutage ja üblich ist, sich über Verträge und Bestimmungen hinwegzusetzen, so bleibt jedoch im Ernstfall eine jahrelange, juristische Auseinandersetzung im Raum, deren Ausgang - auch unter vorgenannten Voraussetzungen - höchst ungewiss sein dürfte. Drittens steht unmittelbar neben dem Schützenhaus ein Fernsesender, dessen bloße Existenz bestimmt für nicht wenige Bauherren zumindest unangenehm sein dürfte. Verglichen mit seiner Um - oder Versetzung dürfte eine ordentliche Umsetzung des Vereins ein Kinderspiel sein. mehr

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