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Tettnang
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Hochkarätiges Streichquartett kommt in den Rittersaal

Ein Gespräch mit Annette Reisinger, zweite Geigerin im „Minguet Quartett“ – Zu hören sind Schubert, Mendelssohn-Bartholdy und Bach
Spielt in Tettnang unter anderem das Stück „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert: das „Minguet Quartett“.
Spielt in Tettnang unter anderem das Stück „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert: das „Minguet Quartett“.
Frank Rossbach

Tettnang sz Im Rahmen der Internationalen Schlosskonzerte gastiert am Sonntag, 21. Januar, 18 Uhr, das „Minguet Quartett“ im Rittersaal. Der Name „Minguet Quartett“ ist Programm, denn Namensgeber ist der spanische Philosoph Pablo Minguet, der im 18. Jahrhundert dem breiten Volk einen Zugang zu den schönen Künsten verschaffen wollte. Die heutigen vier Künstler des 1988 gegründeten Quartetts wollen ihr Publikum mit leidenschaftlichem Spiel gewinnen. Sie zählen zu den gefragtesten Streichquartetten der jüngeren Generation, gastieren in den großen Konzertsälen Europas, aber auch in Skandinavien, Japan oder den USA, ihre Konzerte sind für gewöhnlich ausverkauft. Dass sie dennoch nicht im Elfenbeinturm leben, hat das Telefonat gezeigt, das die Schwäbische Zeitung mit der zweiten Geigerin Annette Reisinger geführt hat. Sie hatte eben noch Zeit dazu, ehe sie ihre kleine Tochter vom Kindergarten abholen wollte.

Frau Reisinger, vier Tage nach dem Tettnanger Gastspiel treten Sie in der Hamburger Elbphilharmonie auf, wie ist es dann zum Gastspiel in Tettnang gekommen?

Wir geben rund achtzig Konzerte im Jahr, da können wir nicht nur in den Metropolen spielen. Wir lieben die kleineren Orte, denn sie bieten oft sehr schöne Spielstätten und Kammermusik ist ja auf kleine Räume zugeschnitten.

Da wird Ihnen das Ambiente des Rittersaals im Tettnanger Schloss sicher gefallen. Waren Sie schon früher in der Bodenseeregion?

Ja, schon häufig, beispielsweise in St. Gallen oder Feldkirch, oder auf der deutschen Seite in Meersburg und Lindau.

Sie spielen sehr gerne zeitgenössische Musik wie von Peter Ruzicka und Wolfgang Riem, in Tettnang aber Stücke von Bach, Mendelssohn und Schubert. Haben Sie da extra ein klassisches Programm gewählt?

In der Regel wählt man in Absprache mit dem Veranstalter ein Programm, das auf das Publikum zugeschnitten ist. Der vorige Leiter von Spektrum Kultur, Herr Dürr, hat sich unbedingt das Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert gewünscht, so dass wir es eigens für Tettnang einstudiert haben.

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