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Historischer Segler: Lädine-Pachtmodell endet

CAP Rotach Friedrichshafen beendet bisheriges Pachtmodell – Segler fährt Rekordsaison
Alle Mann an Bord (von links): Schiffsführer Werner Ihde, der bisherige Betriebsleiter Heiner Bauer von CAP Rotach, der neue Schiffsbetriebsleiter für den Lädinenverein Wolfgang Kempf, Bootsfrau Adriana Limani, Kassier Ottmar Fischer und Gattin Gertrud. Im Hintergrund von links: die zweite Vorsitzende des Lädinenvereins Ursula van Endert, erster Vorsitzender Christophe Schneider und Schriftführerin Monique Brunel-Schneider.
Alle Mann an Bord (von links): Schiffsführer Werner Ihde, der bisherige Betriebsleiter Heiner Bauer von CAP Rotach, der neue Schiffsbetriebsleiter für den Lädinenverein Wolfgang Kempf, Bootsfrau Adriana Limani, Kassier Ottmar Fischer und Gattin Gertru
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Immenstaad sz Ein Rekordergebnis hat die Lädine im vergangenen Jahr eingefahren – und der Lädinenverein wird künftig den Betrieb wieder selbst übernehmen. Das wurde in der Jahreshauptversammlung am Samstag im Ratskeller offiziell bekannt gegeben.

Der bisherige Pächter des historischen Lastenseglers, die CAP Rotach gGmbH Friedrichshafen, kann die personelle Besetzung im Rahmen des Integrationsbetriebs offenbar nicht mehr leisten und hat deshalb den Pachtvertrag nach vier Jahren fristgerecht, zum 31. Dezember 2016, gekündigt. Es sei nach einem Personalwechsel nicht gelungen, geeignete Schwerbehinderte als Personal für die Lädine zu finden, bedauerte Fritz-Heinrich Bauer.

Persönlich fühlt sich Bauer der Lädine nach wie vor verbunden und will sich, ebenso wie andere CAP-Rotach-Mitarbeiter, weiter ehrenamtlich engagieren. In seiner letzen Bilanz legte Bauer beachtliche Zahlen vor: Die Fahrgastzahlen für Rundfahrten stiegen zwischen 2013 und 2016 von 3433 auf 4553, also um 33 Prozent. Die Rundfahrten ab Immenstaad wurden reduziert zu Gunsten von Rundfahrten ab Konstanz, Meersburg und weiteren Orten. 28 der beliebten Piratenfahrten gibt es pro Jahr. Die einträglichen Charterfahrten lagen 2016 bei 51.

Der Vorsitzende Christophe Schneider bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit CAP-Rotach und für das weitere, ehrenamtliche Engagement. Schneider stellte das Modell für den Betrieb des Lastenseglers vor: Wie in anderen Vereinen üblich, wird künftig der Zweckbetrieb vom Geschäftsbetrieb des Vereins getrennt. Im Geschäftsbetrieb werde der langjährige Schiffsführer Wolfgang Kempf der Schiffsbetriebsleiter. Die Verwaltung übernimmt Schneider. Fritz-Heinrich Bauer wird beratend tätig sein.

Im Zweckbetrieb bleibt Ottmar Fischer Kassier und wird zusätzlich Zeugwart. Monique Brunel-Schneider bleibt Schriftführerin und wird zusätzlich Veranstaltungswart. Für die neue Struktur beschloss die Versammlung die notwendigen Satzungsänderungen.

Fritz-Heinrich Bauer wies darauf hin, dass der Verein künftig als Unternehmer voll umsatzsteuerpflichtig sein werde – eine zusätzliche finanzielle Belastung von rund 12000 Euro - im Gegensatz zur gemeinnützigen CAP-Rotach.

Ottmar Fischer legte in seinem Kassenbericht schwarze Zahlen vor. Die Kassenprüfer Hans-Georg Müller und Karola Vonbach hatten keine Beanstandungen. Bürgermeister Jürgen Beisswenger lobte das Engagement des Vorstands und schlug dessen Entlastung vor. Die Versammlung stimmte einvernehmlich zu.

Beisswenger zeigte sich überzeugt von der neuen Geschäftsstruktur. „Zurück zu den Wurzeln“ gehe der Verein - nach zwölf Jahren Pachtmodell. An Stelle von Karola Vonbach wird Konrad Veeser Kassenprüfer. Fritz-Heinrich Bauer stellte den Antrag, den Rest des bestehenden Darlehens für die Landrevision durch zwei Sonderzahlungen der Mitglieder von je 20 Euro zu tilgen. Die Versammlung stimmte dem mehrheitlich zu.

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www.laedine.de

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