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Heike Ollech ist die zweite Bewerberin für das Amt des Markdorfer Bürgermeisters

Die Bürgermeisterin von Gunningen geht jetzt an die Öffentlichkeit
Heike Ollech, Bürgermeisterin in Gunningen, hat bereits am 22. April ihre Bewerbung für das Bürgermeisteramt in Markdorf eingereicht.
pr

Markdorf sz Heike Ollech, seit 2007 Bürgermeisterin in der 700-Einwohner-Gemeinde Gunningen und seit 2009 Kreisrätin in Tuttlingen, hat bereits am 22. April ihre Wahlunterlagen für das Amt des Markdorfer Bürgermeisters beim Wahlausschuss eingereicht. An die Öffentlichkeit wollte sie eigentlich erst am Freitag treten, nachdem sie mit den acht Mitgliedern des Gunninger Gemeinderats gesprochen habe: „Ich möchte mit offenen Karten spielen“, sagt sie gegenüber der SZ.

Die Diplom-Verwaltungswirtin ist 53 Jahre, ledig und kinderlos. Im Kreistag sitzt sie für die CDU und ist Mitglied im Umwelt- und Verkehrsausschuss. In Markdorf trete sie aber als unabhängige Kandidatin an, wie sie betont. Für Markdorf habe sie ein „sehr gutes Bauchgefühl“. Die Stadt erlebt sie als reizvoll: „Es ist eine spannende Aufgabe, Gewerbe und Industrie, inhabergeführte Läden und Tourismus unter einen Hut zu bringen“, sagt sie.

Durch ihre Aufgaben als Bürgermeisterin in Gunningen sei sie in vielen Themen eine versierte Macherin. So sei unter ihrer Federführung die Gemeindehalle neu gebaut worden. Die alte hatte statische Probleme bei der Wind- und Schneelast, zunächst sei eine Sanierung geplant gewesen. Für den Neubau habe sie es geschafft, Zuschussmittel aus verschiedenen Fördertöpfen zu erhalten.

„Für mich stand schnell fest, dass ich mich als Bürgermeisterin in Markdorf zur Wahl stelle“, sagt sie. Nachdem sie bereits bei den Freien Wählern und der CDU vorstellig geworden ist, kam sie an Christi Himmelfahrt in die Gehrenbergstadt, um sich mit der Umweltgruppe und der SPD zu treffen. „Die Gespräche waren bisher sehr nett und offen“, berichtet sie.

Seit 2007 ist Heike Ollech Bürgermeisterin in Gunningen. Mit 58,7 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde sie bei drei Mitbewerbern damals im ersten Wahlgang gewählt. Zuvor war sie sieben Jahre Leiterin der Abteilung Bürgerdienste mit den Sachgebieten Ausländeramt, Bürgerbüro und Standesamt in Tuttlingen mit 16 Mitarbeitern. Von 2010 bis 2012 saß sie im Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit Rottweil.

Die Vita

Nach dem Abitur studierte sie an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Kehl und war über sieben Jahre bei der Stadt Konstanz beschäftigt, zunächst im Meldewesen, später wurde sie stellvertretende Sachgebietsleiterin mit den Schwerpunkten Melde- und Ausländeramt. Von 1992 bis 1999 arbeitete sie in der Stadtverwaltung in Fellbach – zunächst arbeitete sie Abteilungsleiterin im Amt für Öffentliche Ordnung und war Standesbeamtin. Später übernahm sie die Stelle der stellvertretenden Persönlichen Referentin des Oberbürgermeisters mit den Schwerpunkten Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und kommunale Kriminalprävention.

„Ich habe Markdorf bisher als sehr offen empfunden“, sagt Heike Ollech, die schon mehrfach die Gehrenbergstadt besucht habe. Ein Umzug nach Markdorf wäre für sie kein Problem: „Ich kann mir gut vorstellen, hier zu leben. Es ist wichtig, dass ich mich wohl fühle, dann kann ich gute Arbeit leisten.“ Stärken und Schwächen hat sie von Markdorf schon einige ausgemacht: „Beim Verkehr muss etwa gemacht werden. Die Kinderbetreuung, das Vereinsleben und die gute ärztliche Versorgung gilt es zu bewahren. Das bedeutet aber auch, sie weiterzuentwickeln.“

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