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Heideggers Drucksteine gehen nach Bilbao

Heidegger-Museum zeigt Feldweg-Fotografien als Ersatz

Heidegger schrieb „Die Kunst und der Raum“ zuerst auf Drucksteine.
Heidegger schrieb „Die Kunst und der Raum“ zuerst auf Drucksteine.
Privat

Meßkirch sz Die im Martin-Heidegger-Museum in Meßkirch ausgestellten Drucksteine werden diese Woche nach Bilbao transportiert. Dort werden die zwölf Drucksteine bis Anfang April 2018 im Rahmen der großen Chillida-Ausstellung „Kunst und Raum / Art and Space“ im Guggegnheim-Muserum präsentiert. Anschließend werden die Drucksteine wieder zurück nach Meßkirch geliefert. Auf Martin Heidegger schrieb seine berühmte Abhandlung „Die Kunst und der Raum“ auf die Steine. Später wurde sein Werk in Buchform mit einer Lithographie-Collage von Eduardo Chillida gedruckt. Das Buch „Die Kunst und der Raum“ ist das einzige gemeinsame Buchprojekt von Heidegger und Chillida.

Als Ersatz für die Drucksteine werden im Martin-Heidegger-Museum die sechs Fotoaufnahmen des Feldweges vom Meßkircher Photografen Tobias Kern ausgestellt. Auslöser für sein Feldweg-Projekt war der Super-Gau von Fukushima im März 2011. Heidegger spricht im Feldweg fast prophetisch von den „Riesenkräften der Atomenergie“, die sich das menschliche Rechnen erkünstelt und zur Fessel des eigenen Tuns gemacht hat.

Der Photograf schuf dabei keine dokumentarischen Abbilder des Feldweges, sondern kontemplative Bilder bei jedem Wetter und zu allen Jahreszeiten. Die Aufnahmen sollen so die unterschiedlichen Stimmungen des Bildautors beim Begehen des Feldweges vermitteln.

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