Schwäbische.de
Heiter 15
Ravensburg
Lokales

Heeresflieger rollen die Regimentsfahne ein

LAUPHEIM ry Vor bald 42 Jahren ist das Heeresfliegerregiment 25 in Laupheim gegründet worden, nun schlägt dem Verband das letzte Stündlein: Am 5. März wird er mit einem Appell in der Kiesinger-Kaserne außer Dienst gestellt.

Zum 1. Januar hat die Luftwaffe den Laupheimer Flugplatz und den Transporthubschrauber CH-53 übernommen. Die Eingliederung des Regiments in das künftige Hubschraubergeschwader 64 soll bis 30. Juni abgeschlossen sein.

Der Appell am 5. März besiegelt das Ende der alten Struktur offiziell. Die Soldaten treten an, zu ihnen spricht Brigadegeneral Ernst Otto Berk von der Division Luftbewegliche Operationen. Die Regimentsfahne wird eingerollt; fortan ist der Verband, der seit 1995 den Beinamen „Oberschwaben“ führt und dessen Traditionsraum vor Kurzem neu gestaltet wurde, Geschichte.

Personalien gilt es indes nach wie vor zu klären. Noch immer wissen etliche Regimentsangehörige nicht, ob und wo der Bund künftig Verwendung für sie hat. Im Zuge der Bundeswehrreform wird das Personal der Hubschrauberverbände in den Streitkräften von mehr als 10 000 auf weniger als 5000 Mann reduziert. „Es tut weh, wenn man die eigene Truppengattung sterben sieht“, sagt ein Heeresfliegeroffizier.

Am 1. April werden die verbliebenen Piloten der Heeresfliegertruppe „entpflichtet“. Wie die SZ erfuhr, darf über diesen Tag hinaus nur das „Zukunftspersonal“ fliegen: Soldaten, die auf anderen Hubschraubertypen voraussichtlich weiter eine Stelle im Heer haben, etwa in Fassberg und Niederstetten. Ausnahmen gibt es für Piloten, die dringend gebraucht werden.

Für das Hubschraubergeschwader 64 sind 1800 Dienstposten vorgesehen, etwa 1200 in Laupheim, die anderen in Schönewalde-Holzdorf in Brandenburg. In Laupheim sitzt der Geschwaderstab, außerdem werden in der Kiesinger-Kaserne eine Fliegende und eine Technische Gruppe arbeiten. 48 CH-53-Hubschrauber sollen dort künftig stationiert sein.

Ihr Kommentar zum Thema