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Hauptfriedhof soll schöner werden

Mauer und Friedhofswege sollen saniert werden – Antrag zum Ravensburger Haushalt eingereicht
Die bröckelnde Mauer gleich am Eingang, die zugewachsenen Gehwege, die verwahrlosten Sitzbänke – das alles ist laut Stadtrat Rolf Engler „unwürdig“.
Die bröckelnde Mauer gleich am Eingang, die zugewachsenen Gehwege, die verwahrlosten Sitzbänke – das alles ist laut Stadtrat Rolf Engler „unwürdig“.
Derek Schuh

Ravensburg sz Der Ravensburger Hauptfriedhof ist verwahrlost, findet Stadtrat Rolf Engler: Viele Wege sind nicht gemacht und mit Rollator nur schwer begehbar, vor allem bei Matsch und Glätte. Und die Mauer links am Haupteingang blättert sichtbar ab. Alles zusammen ein hässliches Bild, so Engler. Deshalb plädieren er und andere CDU-Stadträte für ein Verschönerungskonzept.

„Friedhof ist Stadtkultur“, sagt Rolf Engler, „wenn man wissen will, wie es um eine Stadt bestellt ist, muss man sich deren Friedhof anschauen.“ Umso frustrierter ist Engler darüber, dass der Ravensburger Hauptfriedhof alles andere als vorzeigbar ist. Die bröckelnde Mauer gleich am Eingang, die zugewachsenen Gehwege, die verwahrlosten Sitzbänke – das alles ist laut dem CDU-Politiker „unwürdig“. Seit Jahren gebe es das Problem schon. „Die Innenstadt soll schön sein und auf dem Friedhof lässt man alles verkommen“, ärgert sich Engler.

Zugang zu Gräbern wichtig

Wie der Stadtrat sagt, sei er schon mehrfach von Friedhofsbesuchern und Angehörigen der Toten auf die Situation angesprochen worden. „Die Friedhofsruhe muss uns was wert sein“, meint Engler. Zumal der Hauptfriedhof „das Geschichtsbuch der Stadt“ sei. Hier lägen Mitglieder der Familien Spohn, Sterkel, Nothelfer oder Selinka. „Die würden sich im Grab umdrehen“, sagt der CDU-Mann.

Wichtig ist ihm vor allem, dass sich gehbehinderte Menschen – und das seien immer mehr Senioren – im Sinne von Inklusion und Barrierefreiheit problemlos auf dem Friedhof aufhalten können. Dafür brauche es Engler zufolge nicht nur saubere Sitzmöglichkeiten, sondern auch feste und trittsichere Wege. Denn nur ein Teil der Wege sei in saniertem Zustand. „Der Zugang zu den Gräbern muss ganz oben auf der Liste stehen“, fordert Rolf Engler.

Einen entsprechenden Antrag hat er nun gemeinsam mit seinen Fraktionskollegen August Schuler, Margret Eger und Markus Brunner gestellt. Darin verlangen die Christdemokraten, dass die Stadt Ravensburg die Mängel bei den Friedhofswegen und der Mauer beseitigt. „Handeln ist endlich angesagt“, heißt es in dem Antrag. Der Willen der CDU ist es, die Friedhofssanierung baldmöglichst anzugehen und genügend Mittel dafür im Haushalt 2018 einzustellen.

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Kommentare (3)
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In einer städt. Broschüre heißt u.a. "Heute steht der Hauptfriedhof in seiner Sachgesamtheit unter Denkmalschutz und ist eine wichtige historische Sehenswürdigkeit der Stadt Ravensburg" - und schaut man die Sehenswürdigkeit an, sieht man zerbröckelnde Friedhofsmauern, teilw. ungepflegte Wege... mehr

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Ich finde das Anliegen sehr löblich, aber binden Sie doch bitte den Friedhof und das darüber liegende Wohngebiet an den ÖPNV an. Denken Sie auch an die verheerende Aussenwirkung der Strasse Im Andermannsberg an der östlichen Friedhofsmauer ohne Gehwege und kniehoch Blättern aufgrund seit Monaten nicht bewegter Autos auf kostenlosen Parkplätzen, wo jeder Schrott abgestellt wird und wo man nicht wissen will, was in den geparpkten Wohnmobilen vor sich geht. mehr

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Dass sich die CDU für die Verschönerung und Verbesserung des Hauptfriedhofes einsetzt, finde ich gut und kann ich unterstützen. Der These allerdings „wenn man wissen will, wie es um eine Stadt bestellt ist, muss man sich deren Friedhof anschauen“ möchte ich ein großes Fragezeichen hinzusetzen. Statt "Friehof sollten hier eher Begriffe wie "Naturschutz, Verwendung von Steuergeldern, Umgang mit Randgruppen, Bürgernähe der Stadtverwaltung" usw. stehen. mehr

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