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Biberach an der Riß
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Gutachter-Geschäftsstelle bleibt

Verwaltungsgemeinschaft will Zusammenarbeit auf Dauer fortführen
Mehr als 5300 Immobilienkaufverträge hat die gemeinsame Geschäftsstelle bisher erfasst und ausgewertet.
Mehr als 5300 Immobilienkaufverträge hat die gemeinsame Geschäftsstelle bisher erfasst und ausgewertet.
Andrea Warnecke/dpa

Biberach mad Die gemeinsame Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Biberach soll unbefristet fortgeführt werden. Dafür hat sich der gemeinsame Ausschuss der VG einmütig ausgesprochen.

Seit Mai 2017 gibt es die gemeinsame Geschäftsstelle mit dem Umfang einer halben Personalstelle, die beim Stadtplanungsamt Biberach angesiedelt ist und von Ulrike Föhr geführt wird. Der Biberacher Oberbürgermeister Norbert Zeidler sagte: „Aus unserer Sicht hat es sich bewährt, dass die Stadt Biberach das macht.“ Ulrike Föhr arbeitet den weiterhin eigenständigen Gutachterausschüssen der Gemeinden zu. Die Attenweiler Bürgermeisterin Monika Brobeil sagte, diese Arbeitsteilung habe sich bewährt: Ulrike Föhr bringe ihre Fachkenntnisse ein, die Mitglieder der jeweils eigenständigen Ausschüsse die Ortskenntnisse.

Brobeil und der Ummendorfer Bürgermeister Klaus Bernd Reichert hatten die gemeinsame Geschäftsstelle seinerzeit angeregt, weil die Anforderungen erhöht worden waren: So sind die Gutachter neuerdings unter anderem verpflichtet, eine Kaufpreissammlung aller Grundstücksgeschäfte zu erstellen und auszuwerten. Das könnten kleine Gemeinden schwer leisten, sagte Reichert, daher sei man für die Hilfe der Geschäftsstelle dankbar. Der Mittelbiberacher Bürgermeister Hans Berg äußerte sich gleichfalls „sehr zufrieden“ über die Arbeit von Ulrike Föhr.

So war es keine Frage, dass die VG deren Dienste nicht missen will und die zunächst befristet eingeführte Stelle auf Dauer fortgeführt werden soll. Föhr erläuterte kurz, was sie alles macht, von der Sammlung der Kaufpreise über die Erstellung von Wertgutachten bis zum Aufbau von Datenbanken und der Vorbereitung der Sitzungen, in denen die Bodenrichtwerte festgelegt werden. Im Herbst soll ein Grundstücksmarktbericht veröffentlicht werden. Im Jahr 2015 habe es 24 Gutachten gegeben, 2016 deren 16. Wenn die Zahl auf Dauer nicht über 20 liege, reiche die halbe Personalstelle aus.

Modell für andere Aufgabenfelder?

Reichert sagte im Übrigen, eine solche Zusammenarbeit könnte auch auf anderen Feldern sinnvoll sein, „wenn man schon eine Verwaltungsgemeinschaft hat“. OB Zeidler unterstrich dies, die Forstverwaltung wäre in seinen Augen solch ein Thema.

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