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Gemeinde Immenstaad unterstützt Rettungsdienste

Freiwillige Feuerwehr bekommt 230 000 Euro für Transportfahrzeug – 24 250 Euro Zuschuss für das DRK
Die Immenstaader Feuerwehr hat derzeit 47 aktive Mitglieder.
Die Immenstaader Feuerwehr hat derzeit 47 aktive Mitglieder.
Feuerwehr

Immenstaad sz Die Gemeinde Immenstaad unterstützt die örtlichen Rettungsdienste im kommenden Jahr mit außerplanmäßigen 254 250 Euro. Der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bekommt 24 250 Euro als Zuschuss für die Anschaffung von neuen Fahrzeugen, die Freiwillige Feuerwehr erhält 230 000 Euro für einen neuen Transportwagen. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vom Montag beschlossen.

„Diese Investitionen sind gut angelegt“, sagte Jürgen Beisswenger am Montag in der Sitzung. Der Bürgermeister dankte den Vorsitzenden der drei Immenstaader Retungsdienste (Feuerwehr, DRK und DLRG), die im Gemeinderat ausführlich über ihre Arbeit in den vergangenen beiden Jahren berichtet hatten. Feuerwehrkommandant Claus Mecking stellte dem Rat nochmal die schwierige Einsatzlage im Sommer diesen Jahres dar, als am 9. Juli und 2. August nach schweren Unwettern reihenweise Keller vollliefen und Bäume umknickten. 50 Einsätze leistete die Immenstaader Wehr alleine am 9. Juli.

In diesem Zusammenhang machte Mecking die Notwendigkeit des neuen Gerätewagen/Transport deutlich. Das Fahrzeug soll das über 35 Jahre alte Tanklöschfahrzeug ersetzen, mit dem bisher für Einsätze notwendiges Material transportiert werden musste. Pumpen, Schläuche, Ölbindemittel, Motorsägen oder Sandsäcke können künftig mit dem neuen Transportwagen wesentlich besser zum jeweiligen Einsatzort gebracht werden. „Die Einsätze 2017 haben gezeigt, dass wir ihn dringend brauchen“, sagte Mecking im Rat. „Je nach Lage und Anforderung des Einsatzes kann das Fahrzeug speziell beladen werden“, sagte der Feuerwehrchef weiter. Zum Umfang der Investition gehören 15 Rollcontainer, die je nach Einsatz auf den Gerätewagen/Transport geladen werden. „So können wir individuell reagieren.“ Laut Mecking sind derartige Transportfahrzeuge ab mittelgroßen Feuerwehren Standard.

Mecking wies in der Sitzung darauf hin, dass die 47 Aktiven der Feuerwehr bald neue Einsatzkleidung brauchen. Laut dem Kommandanten werden pro Mann rund 1000 Euro fällig. „Es führt kein Weg daran vorbei“, sagt Mecking zur den Schutzanzügen, die die Feuerwehrmänner beispielsweise bei Einsätzen im Brandfall benötigen. Die Anschaffung des Fahrzeuges wird jetzt ausgeschrieben, die Vergabe soll im März oder April durch den Gemeinderat erfolgen. Der neue Gerätewagen/Transport könnte der Feuerwehr bereits im Frühsommer zur nächsten Unwettersaison zur Verfügung stehen. Die Räte stimmten einstimmig für die Einstellung von 230 000 Euro in den Haushalt 2018. Ein Landeszuschuss in Höhe von 34 000 Euro ist laut Gemeinde bereits bewilligt.

Höhere Entschädigung

Für ihre Arbeit bei den Einsätzen bekommen die Feuerwehrleute aus Immenstaad künftig eine höhere Entschädigung. Von bisher 12 Euro wird der Stundensatz für den aktiven Einsatz ab dem 1. Januar 2019 auf 15 Euro erhöht. Der Änderung der Entschädigungssatzung stimmten die Räte einstimmig zu. Laut Beisswenger soll dieser Satz in allen Kommunen im Kreis einheitlich eingeführt werden.

Auch beim DRK in Immenstaad stehen Änderungen im Fuhrpark an. Sowohl ein Gerätewagen/Technik als auch das Fahrzeug für den Helfer vor Ort (HvO) müssen altersbedingt beziehungsweise wegen Reparaturanfälligkeit ersetzt werden. Für den Gerätewagen wird ein Mannschaftstransportwagen angeschafft. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Gemeinde inklusive der Ausstattung auf 48 500 Euro.

Die Gemeinderäte stimmten unisono dafür, die Investition mit der maximal möglichen Förderung von 50 Prozent (24 250 Euro) zu unterstützen. Der DRK-Vorsitzende Sven Volk stellte in seinem Vortrag nochmal die Vorteile des Helfers vor Ort heraus. Bei den knapp 100 Einsätzen im abgelaufenen Jahr war der Helfer im Schnitt jeweils über fünf Minuten vor dem eigentlichen Rettungsdienst am Einsatzort. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir diesen DRK-Ortsverein haben“, sagte Beisswenger.

Lob für die DLRG

Auch für die DLRG-Ortsgruppe Immenstaad gab es viel Lob vom Schultes. Der Vorsitzende Matthias Schadow hatte die Jugendarbeit in den Fokus seines Berichtes gestellt. Mit einem speziellen Programm, dem Jugend-Einsatz-Team, hat das DLRG in diesem Jahr Jugendliche vom reinen Schwimmtraining ans Rettungsschwimmen herangeführt. Die Mitgliederzahlen beim DLRG Immen-staad sind in den vergangenen fünf Jahren von 270 auf 336 gestiegen, 55 Prozent davon sind Jugendliche. „Das ist beeindruckend“, sagte Beisswenger, „früher hatten wir einmal Sorge, ob es den Ortsverband noch weiter geben wird.“

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