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Gelungener Auftakt

Im Charivari begeistert Mitch Kashmar die Zuhörer mit seinem Können
Der US-Bluesstar Mitch Kashmar im restlos ausverkauftren Charivari.
Der US-Bluesstar Mitch Kashmar im restlos ausverkauftren Charivari.
Rolf Weber

Ulm sz Welch ein Auftakt zum Ulmer Bluesherbst im vollen Charivari: Der amerikanische Bluesharp-Virtuose und Sänger Mitch Kashmar begeisterte mit seiner Band „The Blues&Boogie Kings“ das Publikum, das aus der Region in die Begegnungsstätte bekommen war.

Mitch Kashmar gehört zu den bescheidensten Weltstars der globalen Bluesszene. Denn er hat in seiner mittlerweile 35-jährigen Künstlerlaufbahn lediglich fünf Alben herausgebracht, die es aber in ihrer Mischung aus Westcoast-Blues im Stile eines Wiliam Clarke und texanischem T-Birds-Sound in sich haben. Diese Bescheidenheit drückt sich auch in seinen Auftritten wie in Ulm aus, wo er auf jedwede Starallüren und Showelemente verzichtet und ganz sein einzigartiges musikalisches Können sprechen lässt. Auf der Bluesharp ist er der ungekrönte König. Kaum einer beherrscht die Blues-Harmonica so wie er, der zudem mit einer begnadeten Stimme ausgestattet ist. Mitch Kashmar ist zum vierten Mal auf einer dicht gedrängten Europatournee unterwegs und hat sich wieder die europäischen Bluesperlen herausgepickt, die als „The Blues&JBoogie Kings“, den Kalifornier begleiten: Der aktuellen Star unter den deutschen Boogie-Woogie-Pianisten Niels von der Leyen, Gitarrenperfektionist Jan Hirte, beide aus der von Berliner Musikszene sowie den German-Blues Award 2015-Gewinner Andreas Bock am Schlagzeug – ein Dreamteam des Blues in allen Facetten.

Schon mit den ersten fett swingenden Blues-Takten fährt ihre Musik den Gästen in die Glieder: Kashmars Eigenkomposition „I Got No Reason“, ein groovender, swingender Boogie. Der Westcoast-Blues mit „Alcohol Blues“, „Too many cooks“ und „The Petroleum Blues“ geht ab, die Band versteht sich blind. Der zweite Set startet mit traditionellem Blues im Missisippi-Stil, im Duo vorgetragen von Gitarrist Hirte und Kashmar auf einer kleinen Standard-Bluesharp, bevor eine Reise in die Welt der unsterblichen Klassiker Fahrt aufnimmt: „All Aboard“ von Muddy Walters, „Song For My Father“ von Horace Silver und „Love Grows Cold“ von Lowell Fulson werden umwerfend interpretiert, sprechen Herz und Seele gleichermaßen an und niemanden wundert es, dass dieser souveräne Mundharmoniker und kraftvolle Sänger im Lauf seiner langen Karriere Partner von Legenden wie John Lee Hooker, Big Joe Turner und Eric Burdon auf den großen Bühnen dieser Welt unterwegs war und dessen Bandbreite vom Blues und Rhythm‘n‘Blues bis zu jazzangehauchtem, swingenden Jump-Blues reicht.

Bluesherbst: Weiter geht es am Donnerstag , 9. November, mit der Jimmy Reiter Band, Beginn 20.30 Uhr.

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