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Lokales

Gambia-Verein gründet sich im Landkreis

Verein soll Hilfestellung bei Wohnungs- und Arbeitssuche geben und will Kulturverein sein

Dieses Foto des „Gambia Verein Ravensburg“ entstand bei einer Mitgliederversammlung am 6. August. In der Mitte Claus Scheuber, dahinter der Vorsitzende Foday Jallow.
Dieses Foto des „Gambia Verein Ravensburg“ entstand bei einer Mitgliederversammlung am 6. August. In der Mitte Claus Scheuber, dahinter der Vorsitzende Foday Jallow.
privat

Kreis Ravensburg sz Der Landkreis Ravensburg hat einen neuen Kulturverein: Seit 4. April gibt es den Gambia-Verein Ravensburg, seit Anfang Juli ist er als „Gambia Verein Ravensburg e.V.“ ins Vereinsregister eingetragen. Die Ziele des Vereins sind vielfältig: Anlaufstelle für Menschen aus Westafrika, Netzwerk zu sein und vor allem: sich der Probleme der Menschen aus diesem Kulturkreis anzunehmen.

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Kommentare (5)
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zu 4:
- Die Pässe werden weggeworfen, das ist so üblich, über diverse Einreisemethoden könnte ich mich noch näher auslassen, auf jeden Fall kommen die wenigsten mit dem Schlauchboot über's Mittelmeer, das gibt es wesentlich elegantere Methoden...
- das mit den Rüstungsexporten ist richtig, das sehe ich auch äußerst kritisch, allerdings gehört Gambia nicht zu den Exportländern und auch nicht die Nachbarländer...
- ich kenne zwar ziemlich viele GambianerInnen persönlich, von den hier Eingereisten wurde jedoch von niemandem "die ganze Familie grausam ausgelöscht" und den "Nazi-Vergleich" halte ich dann doch für mehr als bedenklich, denn in Gambia findet nichts dergleichen statt und ich glaube kaum, dass man den Opfern des Nazi-Regimes mit solchen Vergleichen einen Gefallen tut!
Im Übrigen tut man auch den Flüchtlingen aus Bürgerkriegsländern wie Syrien, Afghanistan, Irak usw., bei denen tatsächlich ein Schutzbedürfnis besteht, keinen Gefallen, wenn man alle in einen Topf wirft und solchermaßen undifferenziert an die Thematik herangeht!
Und ich wiederhole es gerne noch einmal, m. E. sind über 90% der GambianerInnen klassische Auswanderer und eben keine "Flüchtlinge", für die wir in unserem Grundgesetz das Recht auf Asyl verankert haben! mehr

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Was Claus Scheuber hier mit den Flüchtlingen aus Gambia aufgebaut hat, verdient meinen Respekt. Der von ihm ins Leben gerufene Verein hat eine hervorragende Brückenfunktion zwischen Einheimischen und Migranten, leistet unglaublich viel. zur gesellschaftlichen und kulturellen Integration und ist für die jungen entwurzelten Afrikaner Anschub zum Leben auf eigenen Beinen in einem neuen Land. Sie sind keine "Herrschaften", die mal eben ihre Pässe weggeworfen haben, um nicht abgeschoben werden zu können, sondern Opfer einer jahrzehntelangen westlichen Rüstungspolitik (auch Deutschland, siehe Rüstungsbetriebe am Bodensee) und -wirtschaft, die sich jetzt rächt. - Scheuber hat übrigens mit selbiger Klientel noch zwei weitere Projekte initiiert. Springkrautbeseitigung und das Solarprojket, das sogar mit einem Preis ausgezeichnet wurde. -- Im übrigen schlage ich dem Kommentator @1+2 vor sich zu überlegen, ob er nach dem 2. Weltkrieg auf deutschen Boden zurückgekehrt wäre, wenn die Nazis seine gesamte Familie grausam umgebracht hätte ...

Stefan Weinert, RV mehr

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zu 1 und 2) wer soll denn diese Länder aufbauen, wenn sich die jungen Leute nach Europa absetzen um in ein schon gemachtes Nest zu sitzen? Man kann schon darauf warten, dass an erster Stelle Deutschland kritisiert wird, weil dieses Land ,hauptsächlich junge Männer von armen Ländern, angefüttert hat, um sie hier als Arbeitskräfte auszunützen. mehr

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Fortsetzung:
Nun mag man ja persönlich dem ganzen positiv gegenüber stehen und der Meinung sein, dass mangelnde Zukunftsperspektiven in einem Land wie Gambia ein Grund seien, dass die vor allem jungen Menschen wegziehen und sich woanders, z. B. hier bei uns eine bessere Zukunft aufbauen wollen!
Nur hat das dann mit Asyl, also mit Schutz vor Gefahr und Verfolgung eben nichts zu tun und für mich stellt sich dann schon die Frage, ob es sinnvoll ist, von den (asyl)rechtlichen Aspekten mal ganz abgesehen, diese Menschen (momentan residieren hier in Baden Württemberg ca 14 500 Ganbianer) alle aufzunehmen und vor allem auch zu finanzieren (Transferleisdtungen nach Asylbewerberleistungsgesetz bzw. anschließend ALG II, medizinische Versorgung, Integrationskurse, Maßnahmen und Unterbringung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, öfentliche Gelder für Vereine und Initiativen, Beschulung der Kinder usw.)! Dies vor allem auch unter dem Aspekt, dass der Großteil von ihnen keine Bleibeperspektive auf Dauer hat!

Und außerdem stellt sich für mich auch die Frage, ob man dem Land, Gambia, selber überhaupt einen Gefallen damit tut! Meines Erachtens konnte sich der ehemalige Diktator Yammeh gerade auch deswegene so lange an der Macht halten, weil gerade die jungen Leute, die Unzufriedenen und Perspektivlosen, sich auf und davo gemacht haben, anstatt zu versuchen, in ihrem eigenen Land Veränderungen zu bewirken und die Lage zu verbessern! mehr

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" 25 Personen sind geduldet (das heißt abgelehnt, können aber nicht abgeschoben werden, da ein Abschiebehindernis vorliegt)" Ich gehe mal davon aus, dass das Abschiebehindernis darin besteht, dass die entsprechenden Herschaften ihren Pass "verloren" haben und damit die Identität ungeklärt ist und somit eine Abschiebung in ihr Heimatland nicht möglich ist!
Die Anerkennungsquote im Asylverfahren liegt seit Jahren bei 1-3%, das heißt 97-99% der Asylbewerber aus Gambia werden in der Regel als "ofensichtlich unbegründet" abgelehnt und das auch völlig zurecht! Senegal gilt als sicheres Herkunftsland und bei Gambia ist es nur eine Frage der Zeit, bis es ebenfalls als sicheres Herkunftsland deklariert wird und auch das völlig zurecht! Es herrscht dort weder Bürgerkrieg, noch gab es bisher meines Wissens irgendelche islamistischen Anschläge, im Gegenteil, der praktizierte Islam in Gambia wird selbst von Amnesty International als "offen und liberal" bezeichnet! Die Gefahr, Opfer eines islamistischen Anschlags zu werden, dürfte für Gambianer im Moment in Europa höher sein, als in ihrem eigenen Land!
Ich kenne aus persönlicher Erfahrung mehrere Gambianer, die hier einen Aufenthaltsstatus durch Heirat mit einem/r Deutschen oder durch Kind mit deutschem Elternteil erlangt haben und die von Beginn an, trotz vorheriger Asylantragsstellung, Urlaub in ihrem Land machen und das ohne irgendwelche Probleme!
Gambia gilt im Übrigen auch für viele Deutsche als Urlaubsland!
Sicher gibt es auch Gambianer, die vor allem unter dem vorherigen Diktator Yammeh verfolgt wurden wegen ihrer politischen Tätigkeit oder wegen ihrer sexuellen Orientierung! Auch ist Beschneidung nach wie vor ein Problem, wobei aus meiner Erfahrung nicht jede Gambianerin, die dies als Asylgrund angegeben hat, auch tatsächlich Probleme damit hatte!
Meines Erachtens sind der überwiegende Teil der meist jungen Männer und Frauen aus Gambia klassische Auswanderer, die sich hier in Europa ein besseres Leben erhoffen! mehr

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