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Förderanträge für Hohle Fels noch in Bearbeitung

Wirtschaftsministerium bewilligt 189 000 Euro für das Lonetal

Die Förderanträge für Schelklingen müssen noch bearbeitet werden.
Die Förderanträge für Schelklingen müssen noch bearbeitet werden.
SZ-Archiv: Roland Rasemann

Schelklingen/Stuttgart jon/sz Rund zwei Monate nach der Einschreibung in die Unesco-Welterbeliste hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg jetzt rund 189 000 Euro Fördermittel für den Ausbau des lokalen Informations- und Vermittlungsangebotes der „Höhlen und Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb“ im Lonetal genehmigt. Die Welterbestätten im Achtal hingegen gingen leer aus. Auf Nachfrage im Wirtschaftsministerium hieß es nur lapidar: „Die Anträge sind noch in der Bearbeitung.“ Nähere Angaben dazu könnten derzeit nicht gemacht werden.

„Die einzigartige archäologische Fundregion begeistert und fasziniert so viele Menschen. Der Ausbau eines attraktiven Infosystems trägt zur Vermittlung und dem Erhalt von Denkmalen auch für künftige Generationen bei“, sagte Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) anlässlich der Förderzusage in einer Pressemitteilung.

Rivoir erfreut über Förderung

Erfreut zeigt sich SPD-Fraktions-Vize im Landtag, Martin Rivoir, über die nun endlich vom Wirtschaftsministerium verkündete Förderung des interaktionsorientierten Informationssystems zur Eiszeitkunst der Lonetalgemeinden. „Was lange währt, wird endlich gut“, so kommentiert er den jetzt überreichten Förderbescheid und ergänzt: „Hier handelt es sich um Gelder, die bereits im Doppelhaushalt 2015/2016 unter SPD-Finanzminister Nils Schmid zur Verfügung gestellt wurden.“

Rivoir ist sich aber sicher, dass die hier bisher vorgesehenen Mittel hinten und vorne nicht reichen werden. „Es fehlt an allen Ecken und Enden: die neuen UNESCO-Welterbestätten brauchen Informationsschilder, Parkplätze, Themenpfade und Wanderwege, einige Höhlen sind bisher noch schwer zugänglich.“ Deshalb fordert die SPD-Landtagsfraktion die Landesregierung auf, zusätzlich eine Million Euro in die Hand zu nehmen, um weitere Maßnahmen zu realisieren und die kleinen Fundortkommunen, die bei der Umsetzung angemessener Konzepte schnell an ihre finanziellen Grenzen stoßen, angemessen zu unterstützen.

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