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Lokales

Flüchtlings-Familie soll umziehen - unzumutbar?

Hohe Asylbewerberzahlen und Wohnraumknappheit erfordern manchen Kompromiss
Der Umzug der Familie ist erstmal verschoben.
Der Umzug der Familie ist erstmal verschoben.
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Tettnang sz Was ist zumutbar, was nicht? In der Frage der angemessenen Unterbringung von Flüchtlingen bewegen sich Landkreise und Kommunen bisweilen auf einem schmalen Grat, nicht nur bei der Erstunterbringung in Gemeinschafts- und Notunterkünften, sondern auch beim Übergang in die Anschlussunterbringung. Im Bodenseekreis lässt das Spannungsfeld zwischen immer mehr nachkommenden Flüchtlingen einerseits und akuter Wohnraumknappheit andererseits nicht viel Spielraum. Ein aktuelles Beispiel aus Tettnang.

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Kommentare (9)
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Zu Beitrag 3: Ich selbst habe bereits 3 Jahre in einem Wohnheim gelebt, als Azubi, dort teilten sich 15 Personen 2 WC`s, 1 Dusche, 1 Badewanne und 1 Küche. Und WOW, Taraaaaa, ich lebe noch! Natürlich ist das kein Luxus, hat aber auch keiner behauptet. Wenn ich aber aus einem Kriegsland komme, in dem ich um mein Leben fürchten muss, kann ich durchaus auch mal froh sein, wenn ich in einem sicheren Land leben darf, auf Kosten der Bürger und mir nur mit einer weiteren Familie ein Bad/Küche teilen muss! Wenn man sich nämlich die Zustände in anderen EU Ländern anschaut, unter denen die Flüchtlinge dort leben müssen, ist das hier wirklich ein jammern auf gang ganz hohem Niveau! Kaum angekommen in einem sicheren Land, schon wird gemeckert und Ansprüche gestellt. Bei sowas platzt mir wirklich der Kragen! Viele, sehr sehr viele Deutsche, Obdachlose, Familien, Arbeitslose, Alte usw. leben in großer Armut und wären froh wenn sie den Luxus einer eigenen Wohnung hätten. Auch wenn es in Frickingen ist! Im übrigen gibt es in Frickingen einen EDEKA, eine Bäckerei, einen Arzt und auch eine Bushaltestelle mit Busverbindungen gibt es da! In dem Ort in dem ich lebe, gibt es keines davon! Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist nach 2 km. Und es gibt auch hier Menschen ohne Auto. Die benutzen ihre Füße. Und welch Überaschung, auch sie leben noch! mehr

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Habe es schon mal geschrieben... Ich bin der Meinung das Tettnang hier eindeutig viel zu viel unternimmt im Gegensatz zu anderen Städten und Kommunen. In Tettnang wohnen auch viele Menschen die an das Armutsgrenze leben und das schon mehr als 20 Jahre. Hier wird nicht ehrenamtlich so viel Herzblut gezeigt wie gegenüber jetzt als Beispiel dieser Familie. Mir klar - Krieg und Vertreibung aus dem eigenen Land und der Horror den diese Familie zu teil wurde, jedoch kenne ich KEIN Land in dem die Flüchtlinge mit tosendem Applaus an den Bahnhöfen empfangen worden sind nach dem Motto "Endlich seid ihr da"... diese Bilder gingen um die Welt und haben vielen offen gelegt wie die Vergangenheit Deutschlands in den Köpfen vieler Menschen noch drin steckt. Ich selber habe mit dem Land aus den 40er Jahren rein gar nichts zu tun, bin selber mit Migrationshintergrund und verstehe das Verhalten mancher Leute wirklich nicht. Meine Eltern sind in den 80er Jahren hier her gekommen, haben hart gearbeitet und sich so was aufgebaut. Damals wurde ihnen nicht geholfen - sie haben sich Arbeit gesucht und sodurch ihr Leben re-finanziert und versucht einen Beitrag zu leisten. So wie aktuell die Migranten herkommen (mit der Grundeinstellung das hier alles "geschenkt wird und alle Willkommen sind) wundert es mich nicht das andere Länder alle Menschen nach Deutschland schicken und sagen dort kriegt ihr alles geht nach Deutschland. Wirklich traurig das es hier keine verbindliche EU-Richtlinien gibt, wo sich ALLE dran halten müssen und überall den gleichen Standard verwenden. mehr

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Die anerkannten Flüchtlinge können sich ja eine eigene Wohnung suchen. Die will halt bezahlt werden, aber für einen syrischen Facharbeiter bestimmt kein Problem hier Arbeit zu finden. Die Wirtschaft im Bodenseekreis sucht ja händeringend nach Personal. mehr

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Als wir 1991 nach Deutschland eingereist waren, hat man uns dem Bundesland Baden-Württemberg zugeteilt. Unserer erstes Heim war dann für die nächste 1,5 Jahre eine alte Gaststätte im tiefsten Schwarzwald, ohne Bus, ohne Einkaufsmöglichkeit, ohne einen einzigen Nachbar. Wir waren insgesamt 16 Familien aus Russland/Kasachstan mit einer Küche, 3 WC, 2 Duschen. Unserer Familie mit 5 Personen wurde ein Zimmer von 20 qm zugeteilt. Zum Einkaufen, zum Sprachkurs und zur Schule ging es 3 km zu Fuß durch den Wald. Die erste Wohnung hatten wir erst, als mein Vater Arbeit gefunden hatte. Wir alle erinnern uns aber trotzdem sehr gerne an diese Zeit. mehr

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und noch ein Nachklapp: Frickingen mag zwar "nicht aus der Welt sein" aus Perspektive von uns Autobesitzern, aber mit dem Nahverkehr braucht es vom Zentrum Altheim ins Tettnanger Zentrum (ohne Zusatzwege zu Wohnhäusern) sage und schreibe 2 Stunden und 7 Minuten. Ich habe das eben mal auf Bodo.de abgefragt. Das ist schon echt nicht ohne, wenn man die einzigen sozialen Kontakte dort geknüpft hat. mehr

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Ich bin kein Asylsuchender, habe aber auch Küche sowie Bad mit anderen Bewohnern in einem Haus geteilt. Die Hauptsache wir hatten ein Zimmer und waren nicht ALLEIN.

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Möchten Sie sich mit 12 Personen ein Bad und eine Küche teilen? Das hat ja wohl mit Luxus wenig zu tun.

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Ein Zusammenbruch wegen eines Umzugs... Klingt erstmal albern, ist es aber nicht. Wer sich mit Psychologie befasst, weiß, auf welchem nervlichen Stresslevel sich bereits ein ganz herkömmlicher Umzug befindet und wird die ganze Situation vielleicht ein wenig besser einordnen können. Ich wünsche der Familie jedenfalls einen guten Umzug und... naja... hoffentlich tolle Kontakte in Frickingen. Es ist zwar ein wenig am ADW, wenn man kein Auto hat (was ich einfach mal voraussetze), aber es gibt dort viele nette Leute :). mehr

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Weil die Familie sich eine Küche und ein Bad mit einer anderen Familie teilen muss, wollen sie nicht ausziehen? Zu weit weg, zu wenig Busverbindung, was denn noch? Vielleicht noch Beschwerden dass sie keinen eigenen Koch gestellt bekommen? Oder kein Auto? Oder warum nicht gleich eine ganze Villa? Was erwarten diese Leute? Und vor allem, warum unternimmt keiner unserer Gutmenschen etwas um die Leute aufzuklären? Wenn die Wohnung nicht recht ist, gut, dann geht doch woanders hin. Berlin zum Beispiel. Da werden sie dann sehr schnell merken, dass sie hier bei uns wirklich Luxuswohnungen haben und einfach mal zufrieden sein sollten! mehr

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