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Feuerwehr hat zwölf neue Aktive

Die vier Maselheimer Ortsteilwehren sind personell gut aufgestellt
Feuerwehr hat zwölf neue Aktive
Feuerwehr hat zwölf neue Aktive
Mirko Witkowski, dpa

Äpfingen sz Die Maselheimer Feuerwehr muss sich um ihre personelle Ausstattung keine Sorgen machen. Zwölf Neuzugänge melden die vier Ortsteilwehren. Die meisten neuen Mitglieder verzeichnet Äpfingen mit sieben. „Leute im Ort gezielt ansprechen und Interesse für die Feuerwehr wecken“, schildert der Äpfinger Kommandant Herbert Glutsch das Erfolgsrezept.

Rund 110 aktive Feuerwehrleute zählen die vier Ortsteilwehren aktuell. Sie verteilen sich relativ gleichmäßig auf Äpfingen, Laupertshausen, Maselheim und Sulmingen. Bei den Bemühungen, neue Feuerwehrleute dazu zu gewinnen, waren die Wehren in den vergangenen Monaten erfolgreich. Zwölf neue Kameraden kamen dazu, sieben von ihnen in Äpfingen. Damit seien alle 30 Plätze in der Äpfinger aktiven Wehr besetzt, sagt Herbert Glutsch, der seit 40 Jahren bei der Feuerwehr und seit 20 Jahren Kommandant der Äpfinger Wehr ist.

Zwölf Quereinsteiger

„Die Neuen sind alle Quereinsteiger aus der Altersgruppe der 18- bis 30-Jährigen“, berichtet er. Aus den Reihen der Jugendwehr – aktuell sind es 18 junge Feuerwehrbegeisterte – wechseln nach seiner Erfahrung nicht viele zur aktiven Wehr. Die Jugendlichen entwickelten mit 14 Jahren teilweise andere Interessen, dazu komme die Schule, die sie fordere, weiß der Kommandant. Später gehe ein Teil der jungen Leute zum Studium und ziehe folglich von Maselheim weg. Quereinsteiger würden deshalb auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, sagt er.

Der Vorteil kleiner Gemeinden

„Wir machen Infoveranstaltungen, zu denen jeder kommen kann. Im Vorfeld sprechen wir gezielt Leute an“, erzählt Glutsch. Überhaupt sei die Mund-zu-Mundpropaganda unerlässlich. „Die persönliche Ansprache ist das A und O, das funktioniert im Gegensatz zur Großstadt in einer kleinen Gemeinde sehr gut“, sagt er. Bei zwei Infoabenden stellte sich die Feuerwehr vor, erläuterte die Laufbahn, die gesetzlichen Bestimmungen, danach gab es noch eine Führung durchs Haus. Die Zwölf, die sich für die ehrenamtliche Aufgabe begeisterten, haben bereits ihre Ausbildung begonnen. Der Kommandant legt wert darauf, dass von seinen Leuten möglichst viele auch die Atemschutzausbildung durchlaufen. Wer will, kann auch die Maschinistenausbildung machen, sich zum Gruppen- oder Zugführer ausbilden lassen. „Wer möchte, wird bei uns gefördert“, sagt Glutsch.

Die vier Maselheimer Ortsteilwehren sieht er gut aufgestellt. Die Gemeinde hat gerade zwei neue Fahrzeuge angeschafft. „Das ist eine gute Sache. Um unsere Feuerwehr mache ich mir keine Sorgen“, sagt Herbert Glutsch. Aber am Thema Personalgewinnen müsse man dranbleiben, hebt der Feuerwehrkommandant hervor.

Für ihn ist klar, dass er wie in all den Jahren zuvor weiter die Werbetrommel für die Feuerwehr rühren wird. „Man muss dranbleiben und schauen, dass man genug Leute hat.“ Freuen würde ihn, wenn es gelänge, auch Frauen für die Maselheimer Feuerwehr zu werben. „Landesweit liegt der Anteil der Frauen bei vier Prozent“, berichtet er. „Bei uns hat es bisher leider nicht geklappt, Frauen für die Feuerwehr zu gewinnen – schade“, sagt Glutsch.

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