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Laichingen
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Fast 28000 Euro in den Sammelbüchsen

Die „Heiligen Dreikönige“ der Seelsorgeeinheit Laichinger Alb steigern Rekordergebnis vom Vorjahr um nun Euro

Laichingen sz Gesungen, verkündet, gesegnet, gesammelt und gezählt: Rund 125 Sternsinger sind in den vergangenen Wochen im Gebiet der Laichinger Alb – vor allem zwischen Neujahr und Dreikönig – in guter Mission unterwegs gewesen. In ihren farbenprächtigen Gewändern und mit ihren funkelnden Kronen auf dem Haupt haben sie die Frohbotschaft von Weihnachten verkündet und an vielen Haustüren den Menschen ein gutes neues Jahr gewünscht. Sie baten aber auch um Geldspenden für notleidende Kinder weltweit. Ihre Sammelbüchsen waren gut gefüllt, wie sich beim Leeren und beim Zählen des Geldes herausstellte. Das vorläufige Ergebnis der Sternsingeraktion im Gebiet der Laichinger Alb: sage und schreibe fast 28 000 Euro.

Nach dem vorläufigen Ergebnis der vier katholischen Kirchengemeinden von Laichingen, Westerheim, Suppingen und Ennabeuren haben die „Heiligen Drei Könige“ bei ihrem Einsatz genau 27 871 Euro zusammengebracht, also fast die gleiche Summe wie im Vorjahr, als 27 862 Euro aus den Büchsen kamen. Neun Euro mehr als bei der Dreikönigskation 2017 waren am Ende in der Kasse. Einen neuen Rekord haben die Sternsinger von Westerheim aufgestellt, die zwischen Neujahr und Dreikönig tolle 9497 Euro ersangen, im Jahr zuvor hatten sie 8517 Euro in ihrer Büchse. Ein schönes Plus hatten auch die „Dreikönige“ aus Heroldstatt, Asch und Berghülen erzielen können.

Pfarrer Karl Enderle lobt den Einsatz und das Engagement der Sternsinger im Gebiet der Laichinger Alb: „Sie haben sich solidarisch mit ihren Altersgenossen in anderen Ländern der Welt gezeigt, wo Not und Elend herrscht.“ Sein Dank gilt aber auch den Spendern und Wohltätern an den Haustüren, die die Sternsinger freundlich aufgenommen haben und sich mit einer Geldspende wohltätig zeigten. Die jungen und fleißigen „Dreikönige“ seien Botschafter und Brückenbauer, die sich mit ihren Altersgenossen in der Welt solidarisch zeigen und ihnen mit ihren Gang durch die Straßen helfen. „Sie tragen zu mehr Frieden und Gerechtigkeit in der Welt bei“, betont Pfarrer Enderle. Sein Dank gilt aber auch allen Betreuern und Begleitern, die die Sternsinger bei ihrer Mission unterstützt haben.

Wichtig sei nicht nur das Sammelergebnis, wichtig sei vor allem die Botschaft der Sternsinger, betont er. So sei in diesem Jahr die Kinderarbeit und vor allem die Mädchenarbeit in Indien in die Schlagzeilen gekommen, gegen die nun die Erwachsenen und vor allem die verantwortlichen Politiker vorgehen müssten. „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ hieß das Leitwort der diesjährigen Aktion beim Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern junge Menschen durch die Straßen zogen und auch von manchen Politikern empfangen wurden.

Wie viel Euro haben nun die fleißigen Sternsinger in den vier katholischen Kirchenkirchen der Region ersungen? Die „Heiligen Drei Könige“ der katholischen Kirchengemeinde Maria Königin in Laichingen brachten 9598 Euro (Vorjahr 10 281 Euro) zusammen. Unterstützung erhielten sie von meist evangelischen Sternsingern aus Merklingen und Machtolsheim, die dort im ökumenischen Geist unterwegs waren. Sie sammelten für das zentrale Projekt des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ mit dem Schwerpunktland Indien, in dem die Kinderarbeit bekämpft werden soll sowie für die Kindertagesstätte „Sonnenwinkel“ der Schönstatt-Bewegung in Camobi, einem Stadtteil von St. Martin in Brasilien.

Die „Heiligen Dreikönige“ der Christkönigsgemeinde aus Westerheim hatten am Ende 9497 Euro in ihrer Büchse (Vorjahr 8517 Euro) und haben ihr bereits tolles Sammelergebnis von der Dreikönigsaktion 2017 erneut übertroffen. Sie zogen in ihren prächtigen Gewändern für drei Projekte von Haus zu Haus: das Aidszentrum „Nouvelle Esperance (neue Hoffnung)“ von Pater Benno Baumeister in Bujumbura in Burundi, das Straßenprojekt „Arco Iris“ von Pater Josef Neuenhofer in La Paz in Bolivien sowie das zentrale Projekt des Kindermissionswerks.

In der katholischen Kirchengemeinde Suppingen St. Brigitta kamen die singenden Himmelsboten bei ihrer guten Mission auf insgesamt 5465 Euro (Vorjahr 5896 Euro). An ihre letztjährige Summe kamen die Sternsinger aus Suppingen diesmal nicht heran, da in Suppingen in diesem Jahr nur eine Gruppe unterwegs war. Sie brachten dennoch 882 Euro (Vorjahr 1519 Euro) zusammen. Aufgrund von Sturm und Unwetterwarnung mussten die Dreikönige von Berghülen und Bühlenhausen ihren geplanten Termin verlegen: In fünf Gruppen mit 20 Kindern und fünf Begleitern sammelten sie in Berghülen und Bühlenhausen stolze 2124 was gegenüber dem letztjährigen Einsatz mit 1953 Euro ein erfreuliches Plus darstellt. Großartigen Einsatz lieferten erneut die Sternsinger von Asch, die 2460 (Vorjahr 2352 Euro) zusammenbrachten.

Die Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde Mutter Maria in Heroldstatt dürfen 3311 Euro (Vorjahr 3167) Euro an notleidende Kinder weiterleiten, was eine schöne Steigerung darstellt. Ihr Rekordergebnis schafften sie 2016 mit 3540 Euro. Sie zogen von Haus zu Haus für das zentrale Projekt des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ sowie für die Kindertagesstätte „Sonnenwinkel“ der Schönstatt-Bewegung in Camobi, einem Stadtteil von St. Martin in Brasilien.

Die Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde St. Margaretha von Hohenstadt im Dekanat Göppingen/Geislingen sammelten bei ihrer Tour von Haustür zu Haustür 1613 Euro.

Jedes Jahr nehmen in Deutschland rund 300 000 Mädchen und Jungen teil. Sie ziehen um das Dreikönigsfest am 6. Januar herum als Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Spenden für Kinder in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Im vergangenen Jahr kamen rund 47 Millionen Euro zusammen. Die Aktion wurde 1959 ins Leben gerufen. Träger sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ mit Sitz in Aachen und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mit Sitz in Düsseldorf. Seit der Gründung der Sternsingeraktion vor fast 60 Jahren kamen mehr als eine Milliarde Euro (rund 1 040 800 000 Euro) zusammen, eine stolze Summe. Mit dem Geld konnten 71 700 Euro gefördert werden.

In fast allen katholischen Pfarrgemeinden in Deutschland brachten die Kinder und Jugendliche als Heilige Dreikönige mit dem Kreidezeichen „C+M+B“ den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammelten für notleidende Gleichaltrige in aller Welt. Die Rechte von Kindern in der „Einen Welt“ zu schützen, gehört zu den Aufgaben des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. Gemeinsam mit den Projektpartnern geschieht dies in zahlreichen Projekten in Afrika, Lateinamerika, Asien und Osteuropa. Ein wichtiges Ziel der Projektarbeit weltweit ist das Recht auf medizinische Versorgung. Der Bau von Krankenstationen, die Ausstattung mit medizinischem Material oder Medikamenten sowie die Ausbildung von medizinischem Pflegepersonal gehören zum Förderspektrum. Mit ihren Spenden ermöglichen die Sternsinger die Umsetzung dieser Projekte.

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