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Meßkirch
Lokales

Fachmarktzeile nimmt Gestalt an

Bauarbeiten auf dem Meßkircher Bahnareal laufen – Eröffnung soll im Herbst erfolgen

Zurzeit laufen die Bauarbeiten für eine Fachmarktzeile auf dem Meßkircher Bahnareal.
Zurzeit laufen die Bauarbeiten für eine Fachmarktzeile auf dem Meßkircher Bahnareal.
Sebastian Musolf

Meßkirch sz Auf dem Meßkircher Bahnareal herrscht zurzeit rege Bautätigkeit. Gegenüber dem bestehenden Lidl-Markt entsteht eine Fachmarktzeile. Die Firmen AWG, Quick-Schuh, Mister und Lady sowie das Trinkparadies wollen sich hier niederlassen. Bauherr ist die Activ-Group aus Schemmerhofen im Landkreis Biberach. Sie hat bereits den Neubau des Rewe-Markts an der Bahnhofstraße realisiert. Die Grundfläche des Areals für die Fachmarktzeile ist rund 5100 Quadratmeter groß, die Verkaufsfläche beträgt etwa 2450 Quadratmeter.

Die Arbeiten an der Fachmarktzeile sind seit etwa vier Wochen im Gange, sagt Bürgermeister Arne Zwick im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“. Im Herbst soll die Eröffnung stattfinden. Die Bodenplatte wurde betoniert und teilweise sind schon die Wände montiert. „Es wird zügig hochgezogen“, sagt Zwick. Die Mitglieder des Technischen Ausschusses des Meßkircher Gemeinderats hatten sich in ihrer Sitzung im September vergangenen Jahres mit der geplanten Fachmarktzeile beschäftigt. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder gab ihr Einvernehmen, nur Angela Andres (SPD) stimmte dagegen.

Wie berichtet, sehen vor allem die innerstädtischen Geschäftsleute und die Gewerbe- und Handelsvereinigung Meßkirch (GHV) die Fachmarktzeile kritisch, da sich ihrer Ansicht nach das Geschäftsleben immer mehr in Richtung Bahnareal verlagern würde – also weg vom Zentrum. Im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ sagt Meßkirchs Wirtschaftsförderin Anna-Maria Merz, dass klärende Gespräche mit beunruhigten Händlern stattgefunden haben. Auch im Gremium „Meßkircher Köpfe“, das die Innenstadtentwicklung voranbringen soll, war die Fachmarktzeile schon Thema. Die Händler haben keine generelle Ablehnung gegen das Fachmarktzentrum, es liege ihnen nur zu weit entfernt von der Innenstadt. „Es geht bei der Ansiedlung der Fachmärkte nicht darum, die Einzelhändler vor Ort zu schwächen, sondern viel mehr darum, die Gesamtstadt zu stärken und attraktiver bei der Kundengewinnung zu werden. Wenn mehr Menschen wegen der Fachmärkte nach Meßkirch kommen, profitieren auch die bestehenden Geschäfte von dem gestiegenen Käuferfluss“, hatte Merz einst gesagt.

Die Aufgabe der Stadtverwaltung werde es sein, den Käuferfluss anschließend in die Innenstadt zu lenken. „Unter anderem müssen wir zentrumsnah genügend Parkplätze zur Verfügung stellen. Der Vorschlag, der im Gemeinderat fiel, die Freifläche zwischen den Geschäften Hauber und Frick an der Grabenbachstraße als Parkfläche zu nutzen, halte ich für eine gute Idee“, sagte die Wirtschaftsförderin.

Anna-Maria Merz berichtet zudem, dass die momentane Diskussion um das Meßkircher Verkehrsgutachten und eine mögliche Streichung und Verlegung von Parkplätzen in der Innenstadt die Debatte ums Fachmarktzentrum überlagere oder sich mit dieser vermische.

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Kommentare (5)
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Kommentator Nr. 3:
Danke.

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Zu 3.) Volle Zustimmung! In Meßkirch schmückt man sich gerne mit Federn, die nicht vorhanden sind. So wird aus einem Ramschladen schon mal ein Fachmarkt und aus einem überflüssigen Dauerzuschussbetrieb eine historisch authentische Klosterstadt. Mit der Bezeichnung "Geniewinkel" verhält es sich nicht anders. mehr

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Was heißt hier eigentlich Fachmarktzeile? Bisher stellte man sich unter Fachmarkt wohl ein Fachgeschäft vor, qualitätvolle Ware, fachlich fundierte Beratung, freundlicher Service. Das hat mit den Geschäften, die hier bauen, so viel zu tun wie ein Elefant mit Hochseilakrobatik. Hier bauen große Handelsketten Billigfilialen, die billigste chinesische Wegwerfware feil bieten, die untern unterirdischen Bedingungen hergestellt wurden. Verkauft werden die Waren von angelernten Hausfrauen, die von der Ware so wenig verstehen, wie der Händler, der die von Kinderhand genähten 1€ Hemdchen aus China besorgt hat. Man muss von dem Tedi, Kick, AWG, Miss Lady-Krempel auch nichts verstehen. Kaufen, anziehen, wegschmeißen. Aber wenn Erwachsene hier von Fachmarktzentrum reden, ist das einigermaßen lächerlich. mehr

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@1: Meßkirch hat ein Hinterland, das in die Stadt zum Einkaufen kommt. Sigmaringen hat nur ein Schloss!

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Erstaunlich, wie viele Geschäfte Meßkirch hat im Vergleich zu Sigmaringen.

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