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Lindau (Bodensee)
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FW ernennen Dieter Fürhaupter zum Ehrenmitglied

Freie Wähler Lindau laden zum zehnten Mal zum Neujahresempfang
Sie haben die Freien Wähler in Lindau auf das Wahljahr 2018 eingeschworen (von links): Landtagsabgeordneter Leopold Herz, Vorsitzender Manfred Kaschner, Europaabgeordnete Ulrike Müller, Laudator Leopold Hander, das neue Ehrenmitglied Dieter Fürhaupter und Oberbürgermeister Gerhard Ecker.
Sie haben die Freien Wähler in Lindau auf das Wahljahr 2018 eingeschworen (von links): Landtagsabgeordneter Leopold Herz, Vorsitzender Manfred Kaschner, Europaabgeordnete Ulrike Müller, Laudator Leopold Hander, das neue Ehrenmitglied Dieter Fürhaupter
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Lindau dik Davon hatte er nichts geahnt: Die Freien Wähler haben Dieter Fürhaupter, den langjährigen Stadtrat und FW-Vorsitzenden, zum Ehrenmitglied ernannt. Beim zehnten Neujahrsempfang hörten etwa 50 Gäste zudem Ansprachen des Vorsitzenden Manfred Kaschner, der Europaabgeordneten Ulrike Müller und des Landtagsabgeordneten Leopold Herz.

„,Außergewöhnlich’ ist das Wort, das Dich am besten beschreibt“, lobte Leopold Hander das neue FW-Ehrenmitglied Fürhaupter. Hander zählte die Ämter und Verdienste auf und nannte Fürhaupter ehrlich, ausgeglichen und kompromissfähig. „Du warst immer für alle da.“

Fürhaupter erinnerte daran, dass die FW vor 30 Jahren gegründet wurden, um den damaligen OB Jürgen Müller, den er nicht beim Namen nannte, zu unterstützen. Allein daran, wie Fürhaupter die Veränderungen in Lindau unter OB Gerhard Ecker lobte, ist zu ersehen, wie weit sich die beiden Gründungsmitglieder auseinander entwickelt haben.

FW-Vorsitzender Kaschner will Lindaus Zukunft „konstruktiv gestalten“. Er bedauerte, dass mancher sich dem in den Weg stelle und dabei nicht nur beim Streit um die Therme mit „alternativen Fakten“ hantiere. Dabei werde das neue Bad vor allem Einzelhandel, Gaststätten und Hotels helfen, weil es auch im Winter Gäste anziehen werde. Das erst recht, wenn jeder demnächst staufrei auf die Insel kommen und sein Auto problemlos im Parkhaus abstellen könne, fügte Kaschner hinzu.

Leopold Herz versprach, dass die Freien Wähler die Straßenausbaubeiträge in Bayern abschaffen wollen, ohne dass den Städten und Gemeinden das nötige Geld fehlen soll. Am 22. Januar soll die Unterschriftensammlung für das Volksbegehren beginnen. Dabei wollen die FW darauf achten, dass die CSU das Anliegen bis zur Wahl nicht verwässert. Denn das Ganze solle nicht auf Kosten der Kommunen enden.

Ulrike Müller berichtete von ihrer Arbeit im Europa-Parlament, das mit Brexit, Katalonienkonflikt sowie angesichts der störrischen Mitglieder Polen und Ungarn stürmische Zeiten erlebe. Letztlich müsse man über das Geld allen Mitgliedern klar machen, dass sich jeder an die gemeinsamen Regeln zu halten hat. Wer das nicht will, müsse eben auf Zuschüsse der EU verzichten.

Für die Landtagswahlen warnte Müller vor einem Rechtsruck der FW. Außerdem will sie eine Erneuerung: „Das Gesicht der Freien Wähler muss weiblicher und jünger werden.“

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