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FDP-Generalsekretärin Judith Skudelny besucht Sigmaringen

FDP-Generalsekretärin spricht über notwendigen Infrastrukturausbau
Judith Skudelny und der Bundestagskandidat Dirk Mrotzeck (rechts) besuchen den Sigmaringer FDP-Stadtrat Siegfried Gebhardt.
Judith Skudelny und der Bundestagskandidat Dirk Mrotzeck (rechts) besuchen den Sigmaringer FDP-Stadtrat Siegfried Gebhardt.
Wartenberg

Sigmaringen sz Die Generalsekretärin der FDP Baden-Württemberg, Judith Skudelny, hat im Wahlkampf einen Abstecher nach Sigmaringen gemacht und dabei die Modefachschule besucht.Zuvor traf sie sich zusammen mit dem Bundestagskandidaten Dirk Mrotzeck zu einem Pressegespräch bei FDP-Stadtrat Siegfried Gebhard.

Skudelny ist von Beruf Insolvenzverwalterin und saß von 2009 bis 2013 für die FDP im Bundestag. Die Leinfeldenerin ist seit 2015 Generalsekretärin ihrer Partei in Baden-Württemberg. Ein wichtiges Anliegen ist für Skudelny die Infrastruktur im ländlichen Raum. Schienenverkehr, Straßennetz und vor allem das Internet müssen nach ihrer Ansicht unverzüglich entwickelt werden um sowohl die Zustände in städtischen Ballungszentren wie auch im städtischen Raum zu verbessern. „Bedingt durch die Enge und den Preisdruck in den urbanen Ballungszentren würden viele Firmen auch in ländliche Bereiche umziehen, aber dafür brauchen sie die Infrastruktur“, sagte Skudelny, ein Punkt bei dem sie mit dem Wahlkreiskandidaten Mrotzeck voll übereinstimmt.

Insbesondere Mittelständler, darunter auch etliche „hidden champions“ (weniger bekannte Weltmarktführer, Anm. der Red.), die nicht über die enormen Finanzmittel von Großkonzernen wie Daimler und Bosch verfügten, würden unter dem Kostendruck in den Großstädten leiden. Um das Ausbluten des ländlichen Raums und die Abwanderung von Mitarbeitern und Firmen in die Ballungszentren zu verhindern, müsse der ländliche Raum parteiübergreifend zusammenarbeiten und als Vertreter der Raumschaft zusammenhalten.

„Dafür brauchen wir aber nicht die alte Generation der Ja-Aber-Menschen“, sagt sie. Das seien Menschen, die sagen, wird bräuchten eine Autobahn, aber nicht vor meinem Haus, erklärt sie unter Hinweis auf die Diskussionen zru B 311. „Wir wollen die Zukunft gestalten“, aber ohne die entsprechenden digitalen Strukturen auch auf dem Land sei das nicht möglich. Dazu müsse man die Chancen nutzen, die Vorteile des Landes, seine preiswerten Wohnkosten, seine hohe Lebensqualität und den Freizeitwert nutzen, mit der Schönheit der Region werben. Aber bislang habe das Ministerium für Verkehr und Digitalisierung nicht viel geleistet. Die Verkehrswege würden die Situation für Pendler schwierig machen.

„Wir brauchen nicht nur Studenten sondern auch Handwerker“, sagte Skudelny zur Bildungspolitik. Die FDP habe einen Schulfrieden angeboten, bei dem die Grundstrukturen bestehen bleiben und stattdessen die Verbesserung der Ausstattung und Qualität im Mittelpunkt stehe, statt ständig Experimente zu machen. Hierauf seien die anderen Parteien aber nicht eingegangen. Im Moment produziere das Bildungssystem zu viele Studienabbrecher, die anschließend ohne Ausbildung dastünden.

Beim Gesundheitssystem plädiert Skudelny für eine Versicherungspflicht, die aber keine Bürgerversicherung ist, sondern ein juristischer Vertrag, dessen Leistungen einklagbar sind und nicht von der Politk abgeändert werden können.

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