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Ergreifender Gottesdienst zum 60. Geburtstag

Katholischer Kirchenchor Laichingen gestaltet Sonntagsmesse mit vielstimmigem Gesang

Finale eines besonderen Gottesdienstes in der Kirche Maria Königin. Der katholische Kirchenchor Laichingen sang das Spiritual „Swing low“ und sang sich damit in die Herzen der Gottesdienstbesucher. Der 1957 gegründete Kirchenchor feierte am Sonntag sein 60-jähriges Bestehen.
Finale eines besonderen Gottesdienstes in der Kirche Maria Königin. Der katholische Kirchenchor Laichingen sang das Spiritual „Swing low“ und sang sich damit in die Herzen der Gottesdienstbesucher. Der 1957 gegründete Kirchenchor feierte am Sonnta
Hansjörg Steidle

Laichingen sz Einen sehr festlichen Akzent hat der katholische Kirchenchor Laichingen am Sonntag der Messfeier in der Kirche Maria Königin verliehen. Ein vielstimmiger Lobgesang mit Blechbläser-Klängen und Pauken war in der voll besetzten Kirche zu hören. Der Grund für die Feierstunde und den Jubelgesang war das 60-jährige Bestehen des katholischen Kirchenchors. Die Pfarrer Karl Enderle und Reinhold Rampf zelebrierten die heilige Messe, die ganz im Zeichen des Jubiläums „60 Jahre“ stand.

Quasi seine „diamantene Hochzeitsmesse“ sang der Chor unter der souveränen Leitung von Ruth Häberle und ließ mit dem feierlichen Gesang die Herzen der Gottesdienstbesucher höher schlagen. Gewaltig war gleich die Eröffnung des Festgottesdiensts mit dem Psalm 100 „Jauchzet dem Herrn“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, begleitet von einem gut gelaunten Bläserensemble der Stadtkapelle Laichingen um seinen Dirigenten Gerhard Engler. Ergreifend war auch der Choral „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ von Joseph Haydn als Abschluss der Messfeier, bei dem Chor und Bläser eine homogene Einheit bildeten.

Im Mittelpunkt des Jubiläumsgottesdienstes stand die „Missa antiqua“ von Wolfram Menschick, von der der Chor alle Teile zu Gehör brachte: das Kyrie, das Gloria, das Sanctus und das Benedictus. Die „Missa antiqua“ ist eine sehr feierliche Messe des bayerischen Komponisten Menschick, im alten und klassischen Stil für Chor und Bläser aus dem Jahr 1982. Die Sätze ließen bisweilen Gänsehaut aufkommen.

Doch auch mit der Gemeinde sang der Jubiläumschor einige Lieder, so im Wechsel zur Gabenbereitung das Leid „Wenn das Brot, das wir teilen“. Facettenreich trug das Ensemble das Negro Spiritual „Let us break bread together“ vor und eine besondere festliche Note erhielt die Messfeier bei dem Kirchenlied „Großer Gott wir loben dich“ mit einer Überstimme des Chors.

Einen krönenden Abschluss fand das Jubiläum des katholischen Kirchenchors im Anschluss an den Gottesdienst, als sich alle Sänger und Sängerinnen im Altarraum von Maria Königin versammelten und das bekannte Spiritual „Swing low“ mit Norbert Zinner als Solist erklang. Ein kräftiger Schlussapplaus war dabei der Sängerschar sicher und auch Dankesworte von Pfarrer Karl Enderle fehlten nicht.

Bläser der Stadtkapelle wirken mit

Zum Gelingen des Kirchenkonzerts am Sonntag trugen neben den Sängern auch Margit Wiedermer auf Orgel und Klavier sowie sieben Musiker der Stadtkapelle Laichingen bei: Gerhard Engler (Horn), Ewald Wasner (Trompete), Yasmin Oesterle (Querflöte), Joachim Schmidt (Tenorhorn), Elmar Bräuning (Trompete) Manfred Roch (Tuba) und Jürgen Wolf (Pauke).

In seiner Festpredigt würdigte Pfarrer Enderle den Chorgesang als einen Dienst in der Gemeinde und mit der Gemeinde für Gott – und das sei unbezahlbar. „Deswegen bekommen Sie auch keinen Lohn. Sie singen im VG-Tarif, das heißt im ,Vergelt’s Gott-Tarif’“ erklärte er. Geld gehe kaputt, aber der Lohn Gottes nicht. Der Lohn werde auf die hohe Karte gelegt als Schatz im Himmel.

„Wir dürfen uns glücklich schätzen, in unserer lebendigen Gemeinde einen so tollen Kirchenchor zu haben“, führte Enderle weiter aus und verband das Tagesevangelium nach Matthäus von den klugen und törichten Jungfrauen mit dem Singen in einem Chor: Der Herr, wenn er kommt, will mit Gesang empfangen werden. Das Lied für den Bräutigam klinge jedoch am besten in der Gemeinschaft. Deshalb sei es klug, das große Miteinander in der Kirche zu suchen und gemeinsam Gott im Lied zu preisen. „Im gemeinsamen Lob Gottes wächst der Mensch über sich selbst hinaus. Denn die Adresse des Liedes ist Gott selbst“, betonte Enderle.

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