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Ostrach
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Ein Waldarbeiterwagen als Schlupfwinkel

Zusätzlicher Stauraum soll den Bauwagen des Waldkindergartens Ostrach entlasten

Mit den Kindern freuen sich Alfred Stecher und Karl-Markus Michel von der Volksbank und Stefan Mattes, Vorsitzender des Trägervereins, über den Waldarbeiterwagen (von links).
Mit den Kindern freuen sich Alfred Stecher und Karl-Markus Michel von der Volksbank und Stefan Mattes, Vorsitzender des Trägervereins, über den Waldarbeiterwagen (von links).
Barbara Baur

Ostrach sz Der Waldkindergarten Ostrach ist ein bisschen größer geworden: Zu dem bisherigen Bauwagen auf der Wiese hinter dem Buchbühldenkmal ist ein zweiter, kleinerer Wagen hinzugekommen. Er soll als Lagerraum dienen und gleichzeitig den Kindern einen zusätzlichen Aufenthaltsraum bieten. Doch bis es soweit ist, muss der Wagen noch saniert werden.

„Das ist ein alter Waldarbeiterwagen“, sagt Stefan Mattes, der Vorsitzende des Vereins Waldkindergarten Ostrach. Auf der Rückseite hat der Wagen eine Klappe, hinter der sich ein Regal verbirgt. „Es ist ideal, dass wir jetzt einiges aus dem Hauptwagen auslagern können“, sagt Holger Erbs-Korn. Vor allem bei schlechtem Wetter sei es dort inzwischen recht eng geworden. Auf der Vorderseite befindet sich der Eingang zu einem kleinen Raum mit einer kleinen Sitzecke. In früheren Jahren diente er einmal Waldarbeitern als Pausenraum. „Wir wollen dort eine weitere Spielmöglichkeit oder eine kleine Leseecke für die Kinder einrichten“, sagt Mattes.

Bauwagen ist abgeschlossen

Ein Vorteil sei, dass die Kinder den kleinen Wagen jederzeit betreten dürfen, während der Bauwagen meist abgeschlossen ist. „Dort dürfen die Kinder nicht alleine rein“, erläutert Holger Erbs-Korn. Das sei vor allem in der kalten Jahreszeit zu gefährlich, wenn mit dem Ofen geheizt werde. Der Waldarbeiterwagen ist zwar schon etwas älter, doch insgesamt noch in einem guten Zustand. Dennoch soll er in den nächsten Wochen ein wenig restauriert werden. Zum Beispiel muss die Holzverkleidung neu gestrichen werden.

„Bei unserer letzten Versammlung haben wir Pflichtstunden für Eltern eingeführt“, sagt Stefan Mattes. Hintergrund sei, dass es beim Waldkindergarten immer etwas zu tun gebe. So müsse die Wiese gemäht und der Platz instandgehalten werden. „Die Idee ist auch, dass man nicht einfach seine Kinder bei uns abgibt, sondern dass sich auch die Eltern mit einbringen“, sagt er. „Wir wollen die familiäre Atmosphäre fördern.“

Die Volksbank Bad Saulgau hat den Verein bei der Anschaffung des Bauwagens mit 1000 Euro unterstützt. „Das Geld stammt aus dem Gewinnspartopf“, sagt Alfred Stecher, der bei der Volksbank in Ostrach für die Firmenkunden zuständig ist. Aus dem Erlös des Gewinnsparens werde ein Teil verlost. Der andere Teil komme gemeinnützigen Einrichtungen in der Region zugute. „Für uns als Bank ist es super, wenn wir unseren Kunden ermöglichen können, regionale Einrichtungen zu unterstützen“, sagt Karl-Markus Michel, der für die Privatkunden zuständig ist.

Alle Plätze sind belegt

Aktuell besuchen 15 Kinder den Waldkindergarten in Ostrach. In den nächsten Monaten kommen nach und nach weitere Kinder hinzu, bis es im Oktober 18 sind. Der Waldkindergarten hat eine Betriebserlaubnis für 20 Kinder, momentan sind alle Plätze belegt.

Die Kinder werden zwischen 7.30 und 13.30 Uhr in einer altersgemischten Regelgruppe von insgesamt vier Erziehern betreut. Aufgenommen werden die Kinder ab einem Alter von drei Jahren, zur Eingewöhnung können schon Kinder ab einem Alter von zwei Jahren und neun Monaten kommen.

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