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Ein „Bauchladen“ mit Bildungsangeboten

Die Katholische Erwachsenenbildung hat ein neues Programm für September bis Januar
Ursula Berner, Leiterin der KEB im Kreis Tuttlingen, ist mit dem Bildungsangebot in ihrem „Bauchladen“ zufrieden.
Ursula Berner, Leiterin der KEB im Kreis Tuttlingen, ist mit dem Bildungsangebot in ihrem „Bauchladen“ zufrieden.
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Tuttlingen sz Langeweile kann in diesem Herbst und Winter eigentlich nicht aufkommen. Das neue Programm der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) im Kreis Tuttlingen umfasst für die 152 Tage vom 1. September bis zum 31. Januar 153 Veranstaltungen. Ursula Berner ist überzeugt, dass für viele Menschen etwas Interessantes dabei ist.

Die offene Bildungsarbeit ihres Vereins würde sich dadurch auszeichnen, dass die Themen dort aufgegriffen würden, wo die Menschen verortet sind, sagt die KEB-Leiterin. „Deshalb fällt bei uns auch so gut wie keine Veranstaltung aus. Im vergangenen Jahr waren es zwei Angebote, bei denen es zu wenig Anmeldungen gab“, sagt Berner, deren Bildungs-„Bauchladen“ für die nächsten Monate viele Angebote bereithält.

Es sei eine Mischung aus dem spirituellen und gesellschaftspolitischen Bereich sowie Themen rund um die Persönlichkeit und die Gesundheit. Neben den Yoga- und Pilateskursen wären besonders die Veranstaltungen im Eltern-Kind-Bereich gefragt. „Da gibt es eine hohe Nachfrage. Viele Kurse sind schnell ausgebucht“, sagt Berner, die die Veranstaltung mit dem Tuttlinger Kinderphysiotherapeut Dieter Freudlsperger hervorhebt.

„Das ist ein wertvoller Kurs. Damit stehen wir im Kreis allein auf weiter Flur“, meint Berner. Bei Freudlsperger würde den jungen Eltern von Babys ab acht Wochen das Handling, die Massage oder gesunde Ernährung gezeigt. Neben dem Termin am Dienstag könne zusätzlich ein Treffen am Mittwoch angeboten werden.

Stress lass nach

Ein Beispiel, wie sich die unterschiedlichen Interessen in einer Veranstaltung vor Ort verknüpfen lassen, ist der Vortrag „Von Kinderkrankheiten bis Altersbeschwerden“. Heilpraktikerin Edith Weinbrenner spricht auf Einladung des KEB, des Kindergartens und des DRK Renquishausen am Montag, 20. November, ab 20 Uhr im dortigen Bürgerhaus.

Ein neuer Zweig im Programm des KEB sind Angebote, die sich um die Achtsamkeit und die Vermeidung von Stress drehen. „Das ist für Menschen in der heutigen Berufswelt sehr wichtig. Wir merken, dass dies ein gesellschaftliches Thema ist. Mit unserem Programm nehmen wir den Menschen als Ganzes in den Blick und wollen ihm auch bei diesem Thema zur Seite stehen“, erklärte Berner.

Mit dem Vortrag „Damit es Oma und Opa gut geht“ reagiert das KEB auf die wachsende Anzahl von ausländischen Pflegekräften im Landkreis Tuttlingen. Weil viele Pflegekräfte unter unfairen Bedingungen angestellt wären, würde die Qualität in der Pflege der weiter zu Hause lebenden älteren Menschen leiden.

Der Pfarrer Wolfgang Herrmann möchte am Dienstag, 21. November, im katholischen Gemeindehaus St. Josef aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, um ausländische Pflegekräfte unkompliziert anzustellen.

Das gesamte Programm können Interessierte unter www.keb-tuttlingen.de ansehen. Das Veranstaltungsheft liegt aber auch bei der Katholischen Erwachsenenbildung, Uhlandstraße 3 in Tuttlingen, sowie im Rathaus, Geschäften und Arztpraxen aus. Bei Rückfragen ist die KEB auch telefonisch unter 07461 / 9659 8020 zu erreichen.

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