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Drei Boote starten –drei Boote siegen

Riß-na-Fahra: Wetter machtVeranstaltern Strich durch die Rechnung
Die Ministranten haben auf ihrem Bott die beiden Jubiläen der katholischen Kirche zum Thema: 40 Jahre Priester Andreas Ochmann, 25 Jahre Mesner Hans Russ.
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Obersulmetingen sz Gleich drei Sieger hat das 18. Riß-na-Fahra des Musikvereins Obersulmetingen am Sonntag hervorgebracht: Nachdem nur drei Boote am Start waren, wurden bei der abendlichen Siegerehrung kurzerhand alle drei zu Siegern erklärt. Die Veranstaltung hatte lange auf der Kippe gestanden: Der Fluss hatte einen hohen Wasserpegel, und es waren weitere Regenfälle vorhergesagt. Doch nachdem abzusehen war, dass entgegen der Prognosen kaum neues Wasser von oben fallen würde, entschlossen sich die Veranstalter doch, den Wettbewerb durchzuziehen.

Denn zum einen waren etliche Zuschauer zu erwarten, zum anderen hatten die Bootsbauer doch einige Arbeitsstunden investiert. Gleichwohl hatten einige Riß-na-Fahrer die Organisatoren im Stich gelassen: Neun potenzielle Boote standen auf dem Zettel, am Samstag waren's noch fünf Zusagen gewesen, übrig blieben am Ende drei Gefährte.

Doch deren Kapitäne hatten sich ins Zeug gelegt: Die Ministranten hatten ein Modell des Schlosses im Schlepptau. Ihr Thema waren die Jubiläen der katholischen Kirchengemeinde Sankt Ulrich: Pfarrer Andreas Ochmann hatte neulich seine 40-jährige Priestertätigkeit gefeiert, Mesner Hans Russ war für 25-jähriges Wirken geehrt worden.

„Aller Anfang ist schwer“ war das Motto im Boot der Familien Engel, Maurer und Russ. Es bezog sich auf den Fasnetsauftritt des Musikvereinsnachwuchses, der einen Flug mit der „Osu-Air“ nach Mallorca nachgespielt hatte. Nicht ganz unpolitisch schließlich ging es auf dem Gefährt der Familien Brehm und Lamprecht zu: Sie hatten sich der drohenden Schließung des Laupheimer Krankenhauses angenommen. „Das Krankenhaus goht da Bach na“, war zu lesen.

Rund 200 Zuschauer verfolgten das fröhliche Treiben am Fluss, ebenso wie das Entenrennen. Das gelbe Schwimmtier von Musikvereins-Mitglied Ewald Jerg passierte die Zielschleuse als erstes, er gewann ein Schlauchboot. Weitere Preise gingen an Dietmar Kroll, Amelie Stühle, Sebastian Emmerich, Sara-Leni Blersch, Leonhard Blersch, Anne Brehm, Jan-Philipp Schmid und Josef Werner.

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