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Dornier wendet sich auch an Landshut-Kritiker

Friedrichshafen sz Der Chef des Dornier-Museums, David Dornier, hat sich zum zweiten Mal in einem offenen Brief an die Häfler Bevölkerung gewandt. Darin erklärt er auch, warum die Landshut zum 40-Jahrestag ihrer Befreiung nicht präsentiert wird.

„Am 18. Oktober jährt sich die Befreiung der Landshut zum 40. Mal. Ich werde in diesen Tagen oft gefragt, ob wir, das Dornier Museum, an diesem Tag eine Veranstaltung machen, um den wagemutigen Einsatz der GSG 9-Mannschaft und die überwältigenden Momente für die Geiseln – Crew und Passagiere – adäquat zu würdigen. Wir haben uns entschlossen, an diesem Tag nichts zu organisieren“, schreibt Dornier in dem Brief, mit dem er über den Fortschritt des Landshut-Projekts berichtet.

Grund für diese Zurückhaltung sei, weil auf der Berliner Bühne – zum Beispiel beim Bundespräsidenten – oder bei der Lufthansa sowie bei der GSG 9-Einheit von heute bereits seit Monaten entsprechende Gedenkveranstaltungen für alle Beteiligten und Betroffenen organisiert sind. „Man sollte die Zeitzeugen auch nicht überstrapazieren“, so Dornier.

Menschen in den Vordergrund

Das bedeute nicht, „dass diese Menschen nicht ganz besonders in unserem Fokus sind“, schreibt Dornier. „Im Gegenteil: Mit dem Co-Piloten Jürgen Vietor, der damaligen Stewardess Gabriele Dillmann (heute heißt sie: von Lutzau), der Geisel Diana Müll und dem GSG-9-Mann Aribert Martin sind mein Team und ich mittlerweile eng freundschaftlich verbunden. Das wird sich auch nicht mehr ändern.“

Wenn in den nächsten Tagen und Wochen mit der Kultur-Staatsministerin Monika Grütters über das Ausstellungskonzept für die „Landshut“ gesprochen werde, will Dornier darauf achten, dass dabei die betroffenen Menschen in den Vordergrund gestellt würden: die Crew, die Passagiere, die GSG 9-Helden. Natürlich müsse das ganze Ereignis zeitgeschichtlich eingeordnet werden, das sei unstrittig. Mit diesen Zeilen gibt er erneut Einblicke in das bislang noch wenig bekannte künftige Ausstellungskonzept der „Landshut“.

Im Freudentaumel vergessen

„Mir ist ganz besonders wichtig, dass die Opfer gewürdigt werden. Allen voran die beiden Menschen, die in den Oktober-Tagen des Jahres 1977 ihr Leben lassen mussten: Flugkapitän Jürgen Schumann und natürlich auch Arbeitgeber-Präsident Hanns Martin Schleyer. Im Freudentaumel über die gelungene Befreiung in Mogadischu wird das Schicksal dieser beiden Menschen häufig vergessen. Das wird in unserer Landshut-Ausstellung nicht so sein“, schreibt Dornier weiter und widmet sich in seinem Brief auf der Rolle weiter Opfer und Beteiligter der Landshut-Ereignisse.

„Auch sollten in der Abteilung „Menschen“ des Ausstellungskonzeptes die Politiker nicht vergessen werden. So wird in den Dokumentationen zum Deutschen Herbst deutlich, dass Bundeskanzler Helmut Schmidt sich über Wochen damit gequält hat, dass seine Entscheidungen zum Tod der Geiseln führen könnten. Auch Hans-Jürgen Wischnewski („Ben Wisch“), der in Dubai, Aden und Mogadischu die Verhandlungen mit den Terroristen und den örtlichen Behörden geführt hat, war einer extremen Belastung – körperlich und nervlich – ausgesetzt“, schreibt Dornier.

„Das ist unser Auftrag“

Diese menschlichen Schicksale gelte es nun zu dokumentieren, zu würdigen und zu präsentieren. Und es gelte, diese Geschichten für die Zukunft festzuhalten.

„In den Geschichtsbüchern muss der Deutsche Herbst sachlich aufgearbeitet werden. Was das aber für die betroffenen Menschen bedeutete, dass können unsere Besucher – die älteren und die nachwachsenden Generationen – in der zukünftigen Landshut-Abteilung unseres Museums erleben. Das ist unser Auftrag“, endet Dornier sein Schreiben und damit seinen Ausblick auf die Zukunft der „Landshut“-Ausstellung und den kommenden 40. Jahrestag ihrer Befreiung.

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Kommentare (3)
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Steht am Schluss des offenen Briefes auch das Fazit:
"So, und jetzt raus mit der Kohle"?

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Zur Ergänzung meines Architektur Projekt, ich Bitte Ihnen gerne das hier zu brigen.

https://www2.pic-upload.de/img/34077860/BroadeningDornierMuseum.jpg

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Diese Brief habe ich am Facebook gelesen.

Da der Mann mir nicht ca. € 1000 für Flugticket und Hotel für den Wochenende, um das gesamt zu sehen, als Bedankbarkeit meine An124+B737 Kalkulation Bildlich Projekt, am ihm vorgestellt, um alles das zu erlauben, am ca. mitte August 2017 am ihm gegeben hat, habe ich entschlossen nichts mehr für ihm zu machen.

Natürlich alle Operatives Leute war wichtiger als ich, aber ok. Es war meine Spaß nur. Deswegen jetzt habe ich über Zeitung meine 'Konzept Projekt' für Austellung, mit Schwäbische Zeitung Augenzeuge vorbereitet.

Bei meine Konzept würde eine Verbreitungs des aktuell Gebäudes wie eine Luft Kanal. Das entspricht eine fast 4200m² Bereich vergrossert, und fast den heutige Museum verdoppelt, wo heute Beton ist. Das kann den B737 übernehmen und noch 5 oder 6 Flugzeuge, die am Draussen bleiben. Dieses erlaubt keine Bäume Fallung am Grüne Flächen. Natürlich alle Fenstern zum Landebahn ist vom Boden bis Dach Glass. Den Dach macht eine Welle am spitze nach oben ...

Auch eine Finanziell Möglichkeit für Ihm ist den Aktion 5 Mal wiederholen. Die erste hat € 10 millionen mitgebracht, oder so. Wenn er der Reste des Flugzeuges die im Fortaleza noch stehen, kann er ca. € 70 millionen mit Stadt machen. Es ist ein gute Geschäft oder ? Vom den € 10 millionen könnte er mir und meine Frau nicht € 1000 sich bedanken, aber ich bin sehr Zufrieden dass geklappt hat. Es ist natürlich dass er nicht weiss wie genau jetzt mit den Maschine zum machen. Deswegen lässt er alles ruhig am AirPlus Maintainance GmbH Hangar ins ruhe, aber LKW ist noch dabei, die es vom Logistik kostet.

Wir lernen immer noch gerne wie genau Mensch sind ... um sicher sein, mehr am Tiere zum vertrauen.

Zeitung hat meine Email, kann immer gerne mir kontaktieren. Ich mache das weiter wegen den 8 Bäume die ich nicht einverstanden, weg zu schneiden.

M.Kurpjuweit #2 Projekt : https://www2.pic-upload.de/img/34073333/B737-200LufthansaWideBroadeningMuseum-03.jpg mehr

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